Am Smartphone, Mac und PC

Die 5 besten Apps zur Fotobearbeitung

Foto Apps
Mit den genannten Apps verbessern Sie jedes Fotos
Foto: Andreas Filbig / TECHBOOK

Fotobearbeitungs-Software macht selbst aus schlecht belichteten Bildern großartige Aufnahmen, hebt einzelne Bildstellen hervor oder erlaubt es, den anfangs misslungenen Schnappschuss dank einer großen Filter-Auswahl doch noch auf Instagram zu posten. Doch welches Programm ist das richtige? Kostenlose App oder doch ein Abo? TECHBOOK kürt die 5 besten Apps zur Fotobearbeitung - für Anfänger, Gelegenheitsknipser und Pros.

1. Adobe Lightroom (iOS/Android/Windows/macOS/Basisversion gratis)

Das Programm ist unsere Referenz in der Kategorie „Fotobearbeitung“. Es erlaubt das Bearbeiten von Bildern mittels Farbverbesserungen, Objektentfernung und weiteren praktischen Werkzeugen. Die Basisversion ist rudimentär. Das Upgrade bringt Backup-Optionen, den geräteübergreifenden Zugriff auf alle Fotos, selektive Bearbeitungsmöglichkeiten und mehr. Lightroom fungiert auch als Organisations-Tool für die Foto-Bibliothek. Ohne den Zugriff auf die (privaten) Fotos ist keine Fotobearbeitung möglich. In der Premium-Version stehen 100 GB Speicher für die Originalfotos bereit. Die Bilder können auch mit integrierten Themes in großer Auswahl in Online-Galerien verwandelt werden. Ein Widget liefert schnellen Zugriff auf die Kamera selbst, die Selfie-Funktion und das letzte bearbeitete Foto. Die App kann 7 Tage kostenlos getestet werden, danach fallen 4,99 Euro pro Monat an. Das Monats-Abo verlängert sich automatisch, wenn nicht gekündigt wird. Für die wichtigsten Bearbeitungsoptionen reicht die Basisversion jedoch vollkommen aus.

Vorteile:

integrierte Premium-Cam; Zugriff auch über Lightroom Web; präzise arbeitende Farbmischer; Tutorials für Anfänger und Fortgeschrittene bzw. für einzelne Foto-Kategorien wie Porträts, Landschaft, Reise, Essen, Farbe, Licht und Komposition; Objekterkennung mit automatischem Setzen von Tags; touch-optimierte Bearbeitung; automatische Sortierung nach Personen auf den Fotos; Kollaboration mit Freunden, die eingeladen werden können.

Nachteile:

Basisversion mit geringerem Funktionsumfang. Im Creative-Cloud-Abo fallen sogar Kosten von 11,89 pro Monat an; Nutzung nur mit vorheriger Registrierung über Facebook, Google, Sign in with Apple oder Adobe-Konto.

2. Snapseed (iOS und Android, kostenlos)

Dieser Gratis-Editor aus dem Hause Google bearbeitet Fotos „quick and dirty“, er gehört auf jedes Smartphone. Vor neun Jahren kam die App in den Store, damals gehörte sie noch nicht zum Google-Konzern. Mit Updates wird sie ständig erweitert. Hier finden selbst Pros gute Werkzeuge, gedacht ist die App trotz des für eine kostenlose Anwendung mächtigen Funktionsumfangs aber eher für die gelegentliche einfache Bildbearbeitung auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm. Besonders erwähnenswert sind die präzise arbeitende Scharfzeichnungs-Funktion und die selektiven Filter, mit denen sich einzelne Stellen auf dem Foto je nach Gestaltung besonders hervorheben lassen. Bildern kann auch Text in 38 Stilen hinzugefügt werden. Die „Glamour Glow“-Option eignet sich besonders zur Bearbeitung von Mode-Fotos. Auf Porträt-Fotos kann die Position mit Hilfe einer 3D-Funktion angepasst werden. Algorithmen bearbeiten ein Foto nach der Festlegung von acht Koordinaten an den gewünschten Stellen auch automatisch.

Vorteile:

eigene Website mit Tutorials, z.B. für Workflows bei mobilem Arbeiten; Weichzeichner-Effekt (Bokah) für Porträtfotos; Bearbeitungsschritte lassen sich speichern, um sie später wiederzuwenden; Aktionen lassen sich via QR-Code mit Freunden teilen („QR-Look“).

Nachteile:

keine schnelle Aktualisierungspolitik – obwohl iOS 13 bereits im September für alle User nutzbar war, wurde Snapseed erst im November kompatibel; Ebenenbearbeitung fehlt, auch keine Freistell-Option in Bildern.

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3. Affinity Photo (nur iPad und macOS/21,99 bzw. 54,99 Euro)

Die Pixelmator-Alternative von Affinity lässt sich nur auf iPad und macOS nutzen. 2017 wurde die App im Rahmen einer Apple-Keynote offiziell vorgestellt und trotz der zeitgleichen Präsentation von Monument Valley 2 war sie der „Star“. Das ist die Anwendung bis heute aufgrund regelmäßiger Aktualisierungen auch geblieben. Das Interface ist komplex, aber aufgeräumt. Zum Start gibt es ausführliche Tutorials. Die Werkzeuge in Affinity Photo speziell fürs iPad beeindrucken. Neulinge müssen keine Sorge aufgrund der umfangreichen Tools haben: Operationen lassen sich im Handumdrehen rückgängig machen. Affinity Photo wendet sich nicht an User, die gelegentlich ein Foto verschönern oder hin und wieder einen Filter drauflegen möchten. Wer zu dieser Zielgruppe gehört, spart sich die 21,99 Euro und greift lieber zu Anwendungen wie Enlight, die wir als Basic-App auch jedem Nutzer ans Herz legen können.

Vorteile:

optimale Bedienung für Touchscreens wie beim iPad; unterstützt auch die Bearbeitung von Fotos über 100 Megapixel, Ebenen unlimitiert nutzbar, versteht sich auch auf RAW-Fotos; Foto-Wiederherstellung mit der Funktion „Inpainting“, Live-Effekte; Apple-Pencil-Support.

Nachteile:

Hardware eingeschränkt: Affinity Photo bietet die Unterstützung „nur“ für alle iPad-Pro-Modelle und das iPad Air 2, auf allen Geräten unterhalb des iPad 2017 funktioniert das Programm leider nicht.

4. ProCamera (nur iOS/8,99 Euro)

Fast 5000 Bewertungen, viereinhalb Sterne im Schnitt – ProCamera ist seit zehn Jahren auf dem Markt und eine der bestbewerteten Apps in Apples App Store. Mit Recht: Kaum eine Anwendung ist mächtiger und kaum ein Programm wird häufiger mit regelmäßigen großen Updates versorgt. 2018 wurde der Bereich der Foto-Bearbeitungen grundlegend überarbeitet. Im Zentrum der neuen Optionen stehen zwei neue „Magic Tools“. Mit diesen können künstlerische Effekte mit besonderen Farbkonstellationen erzielt werden. Außerdem bietet die App noch mehr Flexibilität bei der Einstellung von Farbtemperaturen, insbesondere dank des erweiterten Supports für den breiten P3-Farbraum. Zudem wurde ein neuer automatischer Filter für individuelle Optimierung einzelner Fotos und Horizont-Erkennung für die Begradigen-Option hinzugefügt. In beinahe allen Bereichen der Bearbeitungspalette ist ProCamera damit (noch einmal) besser geworden. Erst im Dezember wurde ProCamera um eine neue Belichtungskorrektur für Aufnahmen ergänzt und erhielt weitere Bearbeitungstools und Filter. ProCamera unterstützt außerdem Deep Fusion unter iOS, eine Funktion, die schärfere und detailreichere Aufnahmen garantiert, fast schon auf einem Level mit digitalen Spiegelreflexkameras.

Vorteile:

Bietet neben überragenden Aufnahmefunktionen einen XXL-Baukasten für die Bearbeitung; die Autoperspektiv-Korrektur (In-App-Kauf) korrigiert geschossene Bilder schon automatisch, um perspektivische Verzerrungen auszuschließen;  regelmäßige Updates; „Private Lightbox“ bietet gesicherte Ordner für private Fotos via Face ID oder Touch ID; Exif Viewer erlaubt, Metadaten einzusehen.

Nachteile:

Basisversion mit knapp 9 Euro teuer, Premium-Erweiterung 6,49 Euro pro Jahr; noch keine Android-Version.

 

5. FaceTune2 (iOS und Android/gratis)

Foto-Aufnahmen von Landschaften lassen sich recht einfach nachbearbeiten. Bei Portrait-Fotos ist es etwas schwieriger. FaceTune2, der Nachfolger der Erfolgs-App FaceTune, hilft! Zum Bearbeiten lassen sich eigene Fotos verwenden, aber auch Demo-Bilder zum ersten Antesten sind vorhanden. Die wichtigsten Effekte, um aus einem Standard-Bild ein Profi-Bild zu machen: die Haut glätten, die Zähne aufhellen, Haare färben, Objekte entfernen, Licht verändern, Farbtemperatur, Sättigung und vieles mehr. Die Bedienung erfolgt intuitiv. Wer es mit den Effekten übertreibt, kann diese auch rückgängig machen oder natürlich das Original wiederherstellen.  Auch einen direkten Vorher-Nachher-Vergleich bringt die App mit. Das fertige Ergebnis wird dann auf Facebook, Twitter, Tumblr, Flickr oder per Mail geteilt, gespeichert oder in einer anderen App geöffnet.

Vorteile:

Echtzeit-Bearbeitung; entfernt sogar Mitesser aus Bildern; ideal für Selfie-Fans; Breite des Rahmens lässt sich selbst bestimmen; Spiegeln von Fotos möglich.

Nachteile:

Abo für Nutzung aller Funktionen erforderlich und teuer: 36,99 Euro pro Jahr oder 8,99 Euro bei monatlicher Zahlung bzw. 74,99 Euro für Einmalkauf mit lebenslangem Zugriff; Testphase mit 3 Gratis-Tagen sehr kurz.