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Darum sollte man mittwochs sein Handy nicht benutzen!

Frau schaut besorgt auf ihr Smartphone
Achtung! An diesem Wochentag ist Dein Handy besonders gefährdet Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

8. Mai 2026, 12:22 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Zugegeben, der Titel unserer News ist etwas spitz. Aber schauen wir auf einen aktuellen Bericht von Vodafone, gehen in der Wochenmitte die meisten Spam-Anrufe bei Verbrauchern ein. Die Gefahr, an diesem Tag Opfer eines solchen Anrufes zu werden und in die Falle zu tappen, ist somit besonders hoch.

Ein Jahr nach Einführung des Schutzsystems gegen Telefonbetrug zieht Vodafone eine umfangreiche Bilanz. Aktuelle Daten des Spam-Warners zeigen demnach, wie stark Telefonbetrug verbreitet ist, wann Täter besonders aktiv sind und warum technische Warnsysteme zwar helfen, aber keine vollständige Sicherheit bieten.

Mittwoch als Schwerpunkt der Betrugsversuche

Insgesamt wurden in den vergangenen zwölf Monaten 64,5 Millionen Warnmeldungen an Mobiltelefone verschickt. Nutzer erhalten dabei den Hinweis „Vorsicht: Betrug möglich“, wenn eine Nummer in einer Datenbank als unseriös eingestuft ist.

Laut Auswertung des Spam-Warners schlagen die Systeme mittwochs besonders häufig Alarm – im Durchschnitt etwa 273.000 Mal pro Tag. Deutlich ruhiger verläuft das Wochenende: Samstags liegt die Zahl bei rund 44.000 Warnungen, sonntags sogar nur bei etwa 5000. Offenbar passen auch die Betrüger ihre Aktivitäten an klassische Arbeitszeiten an und gönnen sich Ruhe am Wochenende.

Andere Anbieter beobachten ähnliche Entwicklungen ebenfalls. So registriert beispielsweise die Telekom werktags zwischen 400.000 und 600.000 potenzielle Betrugsversuche, während die Zahlen am Wochenende deutlich sinken.

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Wirkung des Warnsystems und Verhalten der Nutzer

Neben den Daten zur Aktivität zeigt die Auswertung auch, wie wirksam technische Schutzmaßnahmen gegen derartige Spam-Anrufe sind. Nur rund 14 Prozent der Anrufe mit eingeblendeter Warnung werden überhaupt angenommen. Ohne Hinweis – etwa bei unterdrückten Nummern – liegt die Annahmequote hingegen bei etwa 60 Prozent.

Selbst wenn Verbraucher einen verdächtigen Anruf annehmen, bleiben die Gespräche meist kurz. Im Schnitt dauern sie etwa 40 Sekunden. Zum Vergleich: Normale Telefonate im Vodafone-Netz erreichen durchschnittlich eine Dauer von 2 Minuten und 40 Sekunden.

Insgesamt werden täglich rund 185.000 Warnmeldungen ausgespielt, so Vodafone. Den bislang höchsten Wert hat das Unternehmen am 27. Mai 2025 mit 660.000 Alarmen registriert. Seit Dezember ist die Zahl der Warnungen um mehr als 20 Prozent gesunken, was Vodafone unter anderem auf technische Gegenmaßnahmen zurückführt.

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Herkunft der Anrufe und neue Betrugsmethoden

Die Mehrheit der verdächtigen Anrufe stammt aus Deutschland, etwa 83 Prozent. Weitere häufige Ursprünge sind die Niederlande, Österreich und Großbritannien. Vereinzelt treten auch Nummern aus Ländern wie Zypern oder Lesotho auf.

Experten warnen zudem vor einer zunehmenden Professionalisierung der Täter. Kriminelle setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz und sogenannte Deepfakes, um Stimmen täuschend echt nachzuahmen und Vertrauen zu gewinnen. Besonders ältere Menschen gelten als gefährdet.

Trotz technischer Schutzmechanismen bleibt daher entscheidend, bei unbekannten Anrufen wachsam zu bleiben und die Identität des Gesprächspartners genau zu prüfen. TECHBOOK listet jeden Monat die Spam-Rufnummern, die am häufigsten für Ärger sorgen, und verrät dabei auch, wie Nutzer sie auf dem Smartphone, dem Festnetztelefon oder auf dem Router sperren können.

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