25. August 2026, 10:59 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wer Kabelfernsehen nutzt, muss seinen Fernseher nicht zwangsläufig in der Nähe der Kabeldose aufstellen. Bestimmte Kabelrouter verfügen über eine DVB-C-Streaming-Funktion, mit der sich frei empfangbare TV-Programme im gesamten Heimnetz bereitstellen lassen. So können Nutzer Fernsehen auch auf Smartphones, Tablets oder Computern empfangen.
In vielen Wohnungen und Häusern befinden sich Kabelanschlüsse nur an wenigen Stellen. Soll der Fernseher an einem anderen Ort stehen, ist häufig eine zusätzliche Verkabelung nötig. Es gibt jedoch eine Alternative: Einige Kabelrouter können das Fernsehsignal ins Heimnetz einspeisen und per WLAN an weitere Geräte übertragen.
Übersicht
Router mit DVB-C
Mit einem geeigneten Kabelrouter lässt sich das Fernsehsignal nicht nur direkt an einen Fernseher weiterleiten, sondern auch im Heimnetz bereitstellen. Dadurch können Nutzer frei empfangbare TV-Sender auf Smartphones, Tablets oder Computern ansehen, ohne diese per Koaxialkabel mit der Kabeldose verbinden zu müssen.
Entsprechende Lösungen bietet derzeit vor allem Fritz!, ehemals AVM, mit seinen Fritzbox-Cable-Modellen an. Bei älteren Geräten wie der Fritzbox 6490 Cable und der Fritzbox 6590 Cable ist die Funktion bereits aktiviert. Bei der Fritzbox 6591 Cable und der Fritzbox 6660 Cable wurde sie per Firmware-Update nachgereicht. Auch neuere Modelle wie die Fritzbox 6690 Cable unterstützen DVB-C-Streaming.
Wer keinen kompatiblen Kabelrouter besitzt, kann stattdessen den Fritz!WLAN Repeater DVB-C verwenden. Dieser übernimmt die Verteilung des Fernsehsignals ebenfalls im Heimnetz.
Wichtig zu wissen
Die Funktion eignet sich in erster Linie für frei empfangbare TV-Sender. Bei verschlüsselten Programmen oder privaten HD-Sendern können abhängig vom Kabelanbieter, den gebuchten Optionen und dem eingesetzten Endgerät Einschränkungen bestehen.
So funktioniert die Verteilung des TV-Signals
Alle genannten Geräte arbeiten nach demselben Prinzip: Sie empfangen das DVB-C-Signal aus dem Kabelanschluss und stellen es im Heimnetz bereit. Der Empfang erfolgt anschließend per WLAN oder Netzwerkverbindung auf kompatiblen Endgeräten.
Je nach Modell können mehrere Programme gleichzeitig gestreamt werden. Fritzbox-Cable-Modelle mit Quad-Tuner unterstützen dabei bis zu vier unterschiedliche TV-Streams parallel. Beim Fritz!WLAN Repeater DVB-C sind aufgrund des integrierten Dual-Tuners zwei verschiedene Programme gleichzeitig möglich.
Schritt 1: Router mit dem Kabelanschluss verbinden
Zunächst wird die Fritzbox beziehungsweise der DVB-C-Repeater über ein Koaxialkabel mit der Kabeldose verbunden.
Soll zusätzlich ein Fernseher direkt über die Kabeldose versorgt werden, kann ein 2-fach-TV-Verteiler oder ein entsprechender T-Adapter verwendet werden. Während der Fernseher das Signal weiterhin klassisch über das Antennenkabel empfängt, stellt der Router die Programme parallel im Heimnetz bereit.
Schritt 2: Empfangsgerät einrichten
Der Empfang der gestreamten Programme ist nicht nur auf Fernsehern mit SAT>IP‑Unterstützung möglich.
Auch Smartphones, Tablets und Computer können auf das TV-Angebot zugreifen:
- Android- und iOS-Geräte nutzen dafür die kostenlose Fritz!App TV.
- Unter Windows und macOS eignet sich beispielsweise der VLC Media Player für die Wiedergabe.
- Fernseher mit SAT>IP-Unterstützung können direkt auf die bereitgestellten TV-Streams zugreifen.
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Schritt 3: Sendersuchlauf starten
Nach dem Anschluss des Routers und der Einrichtung der Endgeräte muss zunächst ein Sendersuchlauf durchgeführt werden.
Dafür wird die Benutzeroberfläche der Fritzbox über fritz.box aufgerufen. Anschließend sind folgende Schritte erforderlich:
- Im Menü den Bereich „DVB-C“ beziehungsweise „Live-TV“ auswählen und die Funktion aktivieren.
- Die Fritzbox startet anschließend neu.
- Danach erneut die Benutzeroberfläche öffnen und den Sendersuchlauf starten.
Nach Abschluss des Suchlaufs stehen die gefundenen TV-Programme im Heimnetz zur Verfügung.
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Welche Sender verfügbar sind
In der Senderliste erscheinen die über den jeweiligen Kabelanschluss verfügbaren Programme. Öffentlich-rechtliche Sender werden in der Regel ohne Zusatzkosten auch in HD-Auflösung bereitgestellt.
Für private HD-Programme können abhängig vom Kabelanbieter zusätzliche Freischaltungen, Smartcards oder andere Voraussetzungen erforderlich sein. Neben dem eigentlichen Fernsehbild werden häufig auch Zusatzinformationen wie Untertitel, alternative Tonspuren, elektronische Programmführer (EPG) und Teletext übertragen.