23. Oktober 2026, 11:39 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Wer Kabelfernsehen nutzt, muss seinen Fernseher nicht zwangsläufig in der Nähe der Kabeldose aufstellen. Bestimmte Kabelrouter verfügen über eine DVB-C-Streaming-Funktion, mit der sich TV-Programme im gesamten Heimnetz bereitstellen lassen. So können Nutzer Fernsehen auch auf Smartphones, Tablets oder Computern empfangen.
In vielen Wohnungen und Häusern befinden sich Kabelanschlüsse nur an wenigen Stellen. Soll der Fernseher an einem anderen Ort stehen, ist häufig eine zusätzliche Verkabelung nötig. Es gibt jedoch eine Alternative: Einige Kabelrouter können das Fernsehsignal ins Heimnetz einspeisen und per WLAN oder LAN an weitere Geräte übertragen. TECHBOOK erklärt, wie es geht.
Übersicht
Router mit DVB-C
Mit einem geeigneten Kabelrouter lässt sich das über den Kabelanschluss empfangene Fernsehsignal im Heimnetz bereitstellen. Dadurch können Nutzer TV-Sender beispielsweise auf Smartphones, Tablets oder Computern ansehen, ohne diese Geräte per Koaxialkabel mit der Kabeldose verbinden zu müssen.
Entsprechende Lösungen bietet vor allem Fritz, ehemals AVM, mit verschiedenen Fritzbox-Cable-Modellen an. Dazu zählen unter anderem die Fritzbox 6490 Cable, 6590 Cable, 6591 Cable, 6660 Cable, 6670 Cable und 6690 Cable. Auch der Fritz!WLAN Repeater DVB-C lässt sich für die Verteilung des Fernsehsignals im Heimnetz verwenden.
Daneben gibt es spezialisierte Netzwerk-Tuner anderer Hersteller. So bietet Digital Devices mit der Octopus-NET-Reihe Geräte an, die sich unter anderem für DVB-C konfigurieren lassen und Fernsehsignale über das Heimnetz bereitstellen. Anders als bei einer Fritzbox Cable handelt es sich dabei jedoch nicht gleichzeitig um einen Kabelrouter.
Wichtig: Ob die DVB-C-Funktion einer Fritzbox zur Verfügung steht, hängt auch vom Kabelanbieter ab. Einige Kabelanbieter unterstützen die Funktion nicht. In diesem Fall ist der Menüpunkt „DVB-C“ in der Benutzeroberfläche der Fritzbox nicht vorhanden.
So funktioniert die Verteilung des TV-Signals
Die Geräte empfangen das DVB-C-Signal des Kabelanschlusses und stellen die Fernsehsender anschließend als Streams im Heimnetz zur Verfügung. Die Wiedergabe kann je nach Endgerät über WLAN oder eine Netzwerkverbindung erfolgen.
Bei einer Fritzbox mit Quad-Tuner lassen sich bis zu vier unterschiedliche Fernsehsender gleichzeitig übertragen. Maximal sechs Geräte können gleichzeitig TV wiedergeben, solange dabei höchstens vier unterschiedliche Sender genutzt werden. Auf einem einzelnen Gerät kann jeweils maximal ein TV-Sender wiedergegeben werden.
Schritt 1: Router mit dem Kabelanschluss verbinden
Voraussetzung ist zunächst, dass die Fritzbox beziehungsweise das DVB-C-fähige Gerät das Fernsehsignal des Kabelanschlusses empfangen kann.
Bei einer Fritzbox Cable übernimmt der integrierte DVB-C-Tuner den Empfang des Kabel-TV-Signals. Anschließend kann die Fritzbox die empfangenen Programme als TV-Streams im Heimnetz bereitstellen. Dabei sollte vorab geprüft werden, ob der jeweilige Kabelanbieter die DVB-C-Funktion der Fritzbox unterstützt. Fehlt der Menüpunkt „DVB-C“ trotz eines grundsätzlich geeigneten Geräts, kann die Ursache beim Anbieter liegen.
Schritt 2: Empfangsgerät einrichten
Für den Empfang der über die Fritzbox gestreamten Programme stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung:
Auf Smartphones und Tablets lässt sich die Fritz!App TV verwenden. Auf Computern kann ein kompatibler Mediaplayer wie der VLC Media Player die TV-Streams wiedergeben. Auch geeignete Fernseher können das Signal direkt nutzen. Geräte mit SAT>IP-Unterstützung können auf die Tuner der Fritzbox zugreifen.
Damit lässt sich das Fernsehsignal auf verschiedenen Geräten im Heimnetz nutzen, ohne jedes dieser Geräte separat mit einem Antennenkabel an die Kabeldose anschließen zu müssen.
Schritt 3: Sendersuchlauf starten
Damit die TV-Programme zur Verfügung stehen, muss die Live-TV-Funktion der Fritzbox aktiviert werden.
Dazu wird die Benutzeroberfläche der Fritzbox über fritz.box aufgerufen. Anschließend sind folgende Schritte erforderlich:
- Im Menü den Bereich „DVB-C“ auswählen.
- Unter „Live TV“ die TV-Funktion aktivieren.
- Den Sendersuchlauf starten.
- Nach Abschluss des Suchlaufs stehen die gefundenen Programme im Heimnetz zur Verfügung.
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Welche Sender verfügbar sind
Welche Programme tatsächlich zur Verfügung stehen, hängt vom jeweiligen Kabelanschluss und Kabelanbieter ab. Besonders unkompliziert ist die Wiedergabe unverschlüsselter Programme. Einschränkungen gibt es dagegen bei verschlüsselten Fernsehsendern.
Verschlüsselte TV-Sender können bei der DVB-C-Lösung von Fritz ausschließlich über SAT>IP wiedergegeben werden. Zusätzlich muss der verwendete Fernseher über einen CI/CI+-Slot verfügen.
Damit eignet sich das DVB-C-Streaming über die Fritzbox insbesondere für den Empfang unverschlüsselter Kabelprogramme auf verschiedenen Geräten im Haushalt.
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Fazit
Die Möglichkeit, Kabelfernsehen über das Heimnetz zu verteilen, gibt es auch weiterhin. Geeignete Fritzbox-Cable-Modelle können das DVB-C-Signal empfangen und als TV-Streams im Netzwerk bereitstellen. Dadurch lassen sich Fernsehsender unter anderem auf Smartphones, Tablets und Computern ansehen. Fernseher mit SAT>IP können ebenfalls direkt auf die Tuner der Fritzbox zugreifen.
Allerdings sollten Nutzer vorab prüfen, ob ihr konkretes Fritzbox-Modell und vor allem ihr Kabelanbieter die DVB-C-Funktion unterstützen. Bei verschlüsselten Sendern gelten zudem zusätzliche Einschränkungen.