11. September 2025, 7:16 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Am 11. September ist es wieder so weit, der bundesweite Warntag steht dann an. Doch welche Voraussetzungen müssen Smartphones erfüllen, um die wichtigen Warnungen zu erhalten? TECHBOOK klärt auf.
Radio und Fernsehen, Internetseiten, Anzeigetafeln, Sirenen – wenn Bund und Länder auf Krisen, Katastrophen oder Gefahren aufmerksam machen wollen, gibt es ganz verschiedene Wege. Hauptsache, am Ende werden im Ernstfall alle informiert. Besonders wichtig dafür ist das sogenannte Cell Broadcast. Doch was ist das? Und wie kann man sicherstellen, dass zum bundesweiten Warntag am 11. September und im Katastrophenfall alles funktioniert und das Handy klingelt?
Cell Broadcast erklärt
Grob gesagt handelt es sich dabei um eine Technik, mit der Behörden Warnnachrichten direkt auf Mobiltelefone senden können, ohne dass dafür eine App nötig ist. Dabei erhalten alle Handys in einem bestimmten Gebiet eine entsprechende Nachricht, ähnlich wie bei einer Rundfunkübertragung.
Ein Vorteil von Cell-Broadcast-Warnungen ist, dass die Übertragung auch bei überlasteten Mobilfunknetzen funktioniert, anders als etwa SMS. Für den bundesweiten Warntag in Deutschland ist es deshalb eine wichtige Technologie. So können schnell und zuverlässig möglichst viele Menschen erreicht werden. „Mit keinem anderen Warnkanal können wir mehr Menschen direkt erreichen“, heißt es vom zuständigen Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
Voraussetzungen, damit das Handy am Warntag klingelt
Damit das Handy am Warntag tatsächlich klingelt, müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein: Das Gerät muss eingeschaltet und mit dem Mobilfunknetz verbunden sein, darf sich also nicht im Flugmodus befinden. Zudem ist ein aktuelles Betriebssystem erforderlich – bei Android mindestens Version 11, bei iPhones ab iOS 16.1.
Auch interessant: Welche Apps warnen mich vor Hochwasser und Starkregen?
Darüber hinaus müssen Nutzer in den Geräteeinstellungen die entsprechenden Funktionen in den Einstellungen aktivieren. Sie findet man bei Android unter „Cell Broadcast“ beziehungsweise „Notfallbenachrichtigungen“, bei Apple unter „Offizielle Warnmeldungen“. Wichtig ist außerdem, dass das Smartphone die Technik überhaupt unterstützt; ältere oder sehr einfache Modelle bleiben trotz aktueller Software stumm.
Als zusätzliche Absicherung empfehlen Behörden daher die Installation von Warn-Apps wie NINA oder Katwarn, die ebenfalls über das Modulare Warnsystem (MoWaS) Meldungen erhalten.
Mit Material der dpa