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Auf dem Abstellgleis

Fritzboxen, die keine Updates mehr bekommen

AVM Fritzbox
Die Fritzbox von AVM steht in vielen HaushaltenFoto: AVM

Ob Handy, Tablets, PCs, Router oder andere Geräte – sie alle benötigen regelmäßige Updates, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Doch nach einer gewissen Zeit, endet der Support seitens der Hersteller oftmals. So auch bei AVM.

Der Berliner Hersteller hat eine Vielzahl an Routern im Sortiment, von denen einige schon etwas betagt sind. Dennoch werden viele von ihnen auch nach Jahren noch mit neuen Funktionen versorgt. Mindestens einmal im Jahr veröffentlicht AVM eine neue Version seines Fritz!OS, der Firmware für die Fritzboxen. Zwischendurch gibt es aber auch immer mal wieder kleinere Aktualisierungen, die zuvor meist im Fritz!Labor per Beta getestet werden. Mit diesen Updates hält AVM seine Fritzboxen und anderen Geräte auf dem neuesten Stand – nicht nur in Sachen Sicherheit und Stabilität, sondern auch in Bezug auf neue Features.

Doch solche Updates gibt es nicht endlos. Denn irgendwann trennt sich auch AVM von Modellen, die bereits einige Jahre alt sind. Manchmal verwundert es dabei etwas, welche Fritzboxen das sind. Bekannte Modelle sind nämlich häufig schon länger auf dem Markt, als wir es auf dem Schirm haben.

EOM und EOS – das steckt dahinter

AVM unterscheidet nicht nur zwischen Produktkategorien wie Fritzboxen, Fritz!Fons oder Adapter, sondern auch zwischen den Begriffen EOM (End of Maintenance – Ende der Updates) und EOS (End of Support – Ende des Supports). Und das sagen die Abkürzungen aus:

  • EOM: Hier gibt AVM an, wann das Unternehmen die Weiterentwicklung eines Routers stoppt. Zum genannten Termin wird es dann also keine Updates und Patches mehr geben.
  • EOS: Diese Abkürzung verrät Besitzern einer Fritzbox wiederum, wann der Support für ihr Modell endet. Sie erhalten dann keinen telefonischen Support oder Hilfe über die Webseite mehr.

Auch interessant: Welche Fritzbox-Modelle jetzt ein Update erhalten

Die freiwillige Produktgarantie, die AVM in der Regel fünf Jahre ab dem Erstverkauf einer Fritzbox verspricht, bleibt aber auch nach dem End of Maintenance oder End of Support bestehen. Geht eine Fritzbox in dieser Zeit kaputt, muss AVM somit nachbessern oder einen Austausch zur Verfügung stellen. Möchten Endkunden von der Herstellergarantie Gebrauch machen, benötigen sie allerdings den Kaufbeleg bzw. Auslieferungsbeleg ihres Providers für den jeweiligen Router.

Für diese Geräte von AVM enden demnächst Updates und der Support

Wurde das Ende des Supports für eine Fritzbox verkündet oder steht es kurz bevor, sollten Interessenten überlegen, ob sich ein Kauf des entsprechenden Gerätes noch lohnt. In den meisten Fällen hat AVM es nämlich durch einen Nachfolger abgelöst, der nicht nur länger Unterstützung des Herstellers bietet, sondern häufig auch mit einer aktuelleren Ausstattung kommt.

Fritzboxen

  • Fritzbox 7580 – EOM: 02. Januar 2021 / EOS: 30. November 2022

Im Frühjahr 2016 vorgestellt, kam die Fritzbox 7580 im September des gleichen Jahres in den Handel. Sie bietet viele Funktionen der später vorgestellten Fritzbox 7590, kommt aber abgespeckter daher. So unterstützt die Fritzbox 7580 beispielsweise kein VDSL Supervectoring und verfügt auch nur über IP-Telefonanschlüsse, nicht aber über Anschlüsse für analoges Festnetz und ISDN. Aus diesem Grund rückte die Fritzbox 7590 schnell in den Fokus und machte der 7580 den Platz streitig. Mit dem Start des neuen Jahres beendet AVM die Updates für das Gerät. Support gewährt der Hersteller aber auch weiterhin.

Fritz!WLAN

  • Fritz!Repeater 310 – EOM: 01. Februar 2020 / EOS: 30. Dezember 2021

Der Repeater 310 von AVM ist schon lange verfügbar. Er wurde bereits im Herbst 2012 vorgestellt und mittlerweile von technisch besseren Modellen abgelöst. Updates erhält das Gerät mittlerweile zwar nicht mehr, AVM gewährt allerdings weiterhin Support bei Problemen.

Ihr Gerät ist nicht dabei? Hier geht es zu allen Übersichten zum Support-Ende von AVM

Alternativen auch bei anderen Herstellern

Oftmals bietet AVM Alternativen für in die Jahre gekommene Fritzboxen und Adapter an. Das Unternehmen ist bei den Nutzern vor allem wegen seiner Gerätevielfalt und der gut zu organisierenden Routeroberfläche beliebt. Doch es gibt auch andere Hersteller von Routern und Heimnetzwerkgeräten, die durchaus einen Blick wert sind und einige lohnenswerte Alternativen zu den Fritzboxen anbieten.

Hersteller wie Netgear, Asus, Cisco aber auch TP-Link gehören zu den prominentesten Namen in diesem Bereich. Asus tut sich beispielsweise mit speziellen Gaming-Routern hervor, Cisco ist wiederum in der Business-Sparte stark. Netgear hat wie Asus einige der schnellsten Router im Angebot und TP-Link punktet bei der Antennenvielfalt und somit einer hohen Reichweite.