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Große Labor-Runde

Fritz! aktualisiert zahlreiche Router! Diese Modelle sind jetzt dran

Fritz! bietet diverse Fritzboxen zur Wahl. Ältere Modelle sind aber womöglich nicht mehr sicher
Fritz! bietet diverse Fritzboxen zur Wahl. Ältere Modelle sind aber womöglich nicht mehr sicher Foto: TECHBOOK
Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

30. Oktober 2026, 12:11 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Die Fritzboxen von Fritz! (ehemals AVM) gehören zu den bekanntesten Router-Modellen. Regelmäßig gibt es Aktualisierungen für die Router und übrigen Fritz-Geräte. TECHBOOK hat die Infos zu den neuesten Updates.

Der Berliner Router-Hersteller Fritz! hat eine ganze Reihe unterschiedlicher Geräte im Angebot, die meist über Jahre mit immer neuen Firmware-Updates versorgt werden. Dazu zählen nicht nur die genannten Fritzboxen, sondern auch Repeater, Powerline-Adapter, Festnetztelefone und Smart-Home-Produkte.

Die Aktualisierungen lösen oftmals kleinere Probleme und beheben Fehler. Es gibt aber auch große Firmware-Updates, die auf einen Schlag zahlreiche neue Funktionen bringen. Im Vorfeld bereitet das Unternehmen neue Versionen und Funktionen zumeist über das sogenannte Fritz!Labor vor. Dort können Nutzer die Neuerungen bereits testen, bevor sie in die reguläre Firmware einfließen.

Beachte bitte: In der Liste führen wir sowohl Updates auf das offizielle Fritz!OS als auch die neuesten Labor-Versionen auf. Da Fritz! im Labor neue Funktionen erst testet, kann die Software unter Umständen zu kleineren Problemen im Betrieb führen. Beachte daher unsere Anmerkungen, die wir zur Installation eines Fritz!Labors geben.

Aktuelle Fritzbox-Updates im Überblick

Fritz!OS 8.50 ist da! Diese Fritzboxen haben das Update bereits

Mit Fritz!OS 8.50 verteilt Fritz! derzeit das nächste große Betriebssystem-Update für seine Router. Der Rollout startete Ende September 2026 zunächst für die Fritzbox 7690. Anschließend kamen weitere Modelle hinzu.

Inzwischen steht Fritz!OS 8.50 für folgende Fritzboxen als fertiges Update bereit:

  • Fritzbox 7690
  • Fritzbox 5630
  • Fritzbox 5690
  • Fritzbox 7530 AX

Dabei erfolgt die Verteilung von Fritz!OS 8.50 schrittweise. Besitzer anderer Fritzbox-Modelle müssen sich daher zum Teil noch gedulden. Gleichzeitig bereitet Fritz! eine ganze Reihe weiterer Geräte bereits im Fritz!Labor auf die neue Softwaregeneration vor.

Ganz aktuell: Neues Fritz!Labor für zahlreiche Fritz-Geräte

Für viele Fritzboxen befindet sich Fritz!OS 8.50 noch in der Testphase. Erst Ende Oktober hat der Hersteller eine neue Labor-Runde für zahlreiche Geräte veröffentlicht.

Zu den Modellen mit einer neuen Labor-Version gehören unter anderem:

  • Fritzbox 7590 AX
  • Fritzbox 7590
  • Fritzbox 7630
  • Fritzbox 6690 Pro
  • Fritzbox 6690 Cable
  • Fritzbox 6670 Cable
  • Fritzbox 6660 Cable
  • FritzRepeater 6000
  • FritzRepeater 3000 AX
  • FritzRepeater 1200 AX

Bei der Fritzbox 7590 und 7590 AX steht unter anderem eine Verbesserung der Systemstabilität im Mittelpunkt. Bei der Fritzbox 7630 behebt Fritz! zusätzlich Probleme mit PPPoE-Passthrough am DSL-Anschluss sowie Verbindungsprobleme im Zusammenspiel mit dem Apple HomePod Mini. Auch bei mehreren Kabelmodellen wurden Fehler im Zusammenhang mit dem HomePod Mini korrigiert.

Bei den Repeatern kümmert sich der Hersteller ebenfalls um Fehler und Stabilitätsprobleme. Unter anderem wurden Probleme beim Wechsel von einer LAN- auf eine WLAN-Verbindung angegangen.

Darüber hinaus stehen Labor-Versionen auf 8.40 für zahlreiche weitere Geräte zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem die Fritzbox 5690 Pro, Fritzbox 5690 XGS, Fritzbox 5590 Fiber, Fritzbox 7620, Fritzbox 7510, Fritzbox 4690, Fritzbox 4630 und Fritzbox 4050 sowie verschiedene Mobilfunkmodelle.

Wichtig ist die Unterscheidung: Eine Labor-Version von Fritz!OS 8.50 bedeutet nicht, dass das fertige Update für die entsprechende Fritzbox bereits veröffentlicht wurde. Beim Fritz!Labor handelt es sich um Testsoftware, bei der Fehler und Einschränkungen auftreten können.

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Die Neuerungen im Fritz!OS 8.50

Fritz!OS 8.50 ist weit mehr als ein reines Wartungsupdate. Die neue Firmware bringt Funktionen für Sicherheit, Internetnutzung, Smart Home und Fritz!Fon. Gleichzeitig hat Fritz! an zahlreichen bestehenden Funktionen gearbeitet.

DNS-Filter für mehr Schutz im Heimnetz

Eine wichtige Neuerung sind DNS-Filter. Damit kann die Fritzbox Internetadressen anhand hinterlegter Filterlisten blockieren. Auf diesem Weg können beispielsweise unerwünschte Domains zentral im Heimnetz gesperrt werden.

Die Funktion kann unter anderem genutzt werden, um den Zugriff auf Werbung, Tracker oder bekannte Schadsoftware-Domains zu unterbinden. Der Vorteil: Die Filterung erfolgt bereits über die Fritzbox und muss daher nicht zwingend auf jedem einzelnen Gerät eingerichtet werden.

Automatische Priorisierung der Internetverbindung

Fritz!OS 8.50 bringt zudem Neuerungen bei der Priorisierung von Internetanwendungen. Bestimmte Datenströme können automatisch bevorzugt behandelt werden.

Das ist beispielsweise dann relevant, wenn im Heimnetz mehrere Geräte gleichzeitig größere Datenmengen übertragen und parallel Anwendungen genutzt werden, die besonders empfindlich auf Verzögerungen reagieren.

Smart Check für die MyFritz!App

Neu ist außerdem der sogenannte Smart Check in der MyFritz!App. Die Funktion soll Nutzern einen besseren Überblick über den Zustand der Fritzbox geben und auf mögliche Probleme oder Optimierungsmöglichkeiten hinweisen.

Dabei werden verschiedene Bereiche der Fritzbox berücksichtigt. Der Smart Check kann beispielsweise darauf aufmerksam machen, wenn es Verbesserungsmöglichkeiten bei der Einrichtung des Heimnetzes gibt.

Mehr Möglichkeiten für Smart Home

Auch der Smart-Home-Bereich bekommt mit Fritz!OS 8.50 zusätzliche Funktionen. Routinen lassen sich flexibler einsetzen und können mehrere Auslöser berücksichtigen.

Für die intelligenten Steckdosen Fritz!Smart Energy 200 und Fritz!Smart Energy 210 kommt außerdem eine Überlastschaltung hinzu.

Neuer Modus für Fritz!Fon

Besitzer eines Fritz!Fon erhalten ebenfalls Neuerungen. Fritz! führt einen „Einfachen Modus“ ein, mit dem sich die Bedienung des Telefons vereinfachen lässt.

Hinzu kommt eine SOS-Ruf-Funktion. Damit erweitert Fritz! die Einsatzmöglichkeiten seiner DECT-Telefone insbesondere für Nutzer, die Wert auf eine möglichst einfache Bedienung legen.

Auch interessant: AVM wird zu Fritz – neue Markenstrategie enthüllt

Fritz!Labor: Das gilt es zu beachten

Sofern ein Update aus dem Fritz!Labor stammt, gelten im Vergleich zu den offiziellen Aktualisierungen andere Bedingungen. Im Fritz!Labor testet Fritz! neue Funktionen und Fehlerkorrekturen, bevor sie in reguläre Firmware-Versionen einfließen. Die dort angebotene Software hat Beta-Charakter und kann daher noch Fehler enthalten.

Ausprobieren können Nutzer ein Fritz!Labor auf dafür unterstützten Modellen. Vor der Installation sollten die Daten und Einstellungen auf dem Router sicherheitshalber gesichert werden. Ist dies geschehen, können Nutzer die Labor-Firmware im Fritz!Labor auf der Website von Fritz! herunterladen und auf ihrem Computer als ZIP-Datei speichern. Zur Installation sind nach dem Entpacken der Datei dann folgende Schritte notwendig:

  1. Rufe im Browser die Fritzbox-Oberfläche mit https://fritz.box auf und gib gegebenenfalls das Passwort für Deine Fritzbox ein
  2. Unten im Menü findest Du die Fußzeile „Ansicht: Erweitert“, die Du aktivieren musst
  3. Nun findest Du unter „System / Update“ die Registerkarte „FritzOS-Datei“
  4. Wähle im Eingabefeld den Pfad zu der zuvor heruntergeladenen und entpackten ZIP-Datei aus und klicke auf „Update starten“

Wer bereits eine Labor-Firmware installiert hat, bekommt weitere Aktualisierungen in der Regel über die Update-Funktion der Fritzbox angeboten. Der Update-Vorgang kann einige Minuten dauern. Während der Installation sollte die Fritzbox nicht vom Strom getrennt werden. Anschließend startet das Gerät neu.

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