Messenger mit Tücken

Darum sollten Sie Fotos nicht mit WhatsApp aufnehmen

Eine junge Frau schießt im Sonnenschein ein Selfie
Schnelle Schnappschüsse mit der WhatsApp-Kamera haben einen entscheidenden Nachteil.
Foto: Getty Images

Wer nicht extra die Kamera-App öffnen will, kann Fotos auch direkt mit WhatsApp machen – was allerdings keine gute Idee ist, wie der Test von TECHBOOK zeigt.

Schnell mal ein Bild schießen und verschicken – dafür kann man eine direkt in WhatsApp integrierte Kamera-Software nutzen. Doch sind auf dem Foto wichtige Details, dann stellt sich der beliebte Messenger als Flop heraus.

Warum WhatsApp-Fotos schlechtere Qualität haben

Die Kamera-Software von WhatsApp unterscheidet sich stark von der App des jeweiligen Smartphone-Herstellers, die Sie sonst für Fotos nutzen. WhatsApp nimmt Fotos in einem anderen Format auf, das etwas langgestreckter ist als die, die mit der Kamera-App aufgenommen werden, um Gebrauch des länglichen Smartphone-Bildschirms zu machen. Ein „normales“ Foto, das per WhatsApp geschickt wird, hat eine Auflösung von 1200 x 1600 Pixeln. Ein WhatsApp-Foto hingegen löst mit 901 x 1600 Pixeln (16:9-Format) auf und ist dadurch oft fast 100 Kilobyte (KB) kleiner.

Es kommen also mehrere Faktoren zusammen, die dazu beitragen, dass die Qualität bei WhatsApp-Fotos schlechter ist. Außerdem kommt hinzu, dass die Fotos vor dem Verschicken per WhatsApp nochmal komprimiert werden, egal ob sie mit WhatsApp oder Kamera-App aufgenommen wurden. Wenn Sie also ein Foto in bestmöglicher Qualität verschicken wollen, sollten Sie das lieber per E-Mail oder mit einem Datendienst tun.

TECHBOOK macht den Foto-Vergleich

Das Ergebnis des TECHBOOK-Tests bestätigt die Qualitätsunterschiede.

Der Vergleich zeigt: Die WhatsApp-Kamera (rechts) büßt im Vergleich zur Android-Kamera (links) ordentlich Qualität ein. | Foto: TECHBOOK

WhatsApp-Kamera vs Kamera-App

Links gut zu erkennen, wie WhatsApp das Bild vergrößert und die Ränder abschneidet (16:9), rechts ein normales Bild im 4:3-Format | Foto: TECHBOOK

Auch ist uns im direkten Vergleich aufgefallen, dass WhatsApp schon beim Aufnehmen eines Fotos etwas heranzoomt. Da WhatsApp nur die Hauptkamera (und nicht etwa das Teleobjektiv) eines Smartphones benutzt, muss dafür digital gezoomt werden, wodurch bereits Qualität verloren geht.

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