Messenger-Apps

Die fünf besten Alternativen zu Whatsapp

Muss es immer Whatsapp sein? Diese Alternativen gibt es zum beliebten Messenger.
Foto: Getty Images

WhatsApp ist Datenschützern in Deutschland schon länger ein Dorn im Auge, auch bei den Nutzern steigt die Nachfrage nach sicheren Alternativen wie Threema oder Signal. TECHBOOK stellt die fünf besten WhatsApp-Alternativen vor.

Erst kürzlich wurde Facebook vom Verwaltungsgericht Hamburg weiterhin untersagt, Daten von seiner Tochterfirma WhatsApp auszuwerten. Viele Nutzer trauen den Braten aber trotzdem nicht – und glauben, das soziale Netzwerk wildert in den WhatsApp-Chats. Da drängt sich schnell die Frage nach einer Alternative auf. TECHBOOK zeigt die fünf interessantesten Messenger.

Threema

Threema zählt zu den bekanntesten Whatsapp-Alternativen und steht regelmäßig an der Spitze der Download-Charts der App-Stores. Nicht zu unrecht, denn die App mit Unternehmenssitz in der Schweiz bietet von Haus aus eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, verlangt weder eine Telefonnummer noch E-Mail-Adresse bei der Anmeldung und bietet auch ein paar eigene Ideen, die ihn von der Konkurrenz absetzen.

Zum Beispiel kann man in Gruppenchats Umfragen starten und so unkompliziert entscheiden, wo es beispielsweise zum Essen hingehen soll oder welchen Film man im Kino schaut.

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Allerdings kostet Threema als einzige unter den hier besprochenen Apps Geld: In der Regel schlägt die App sowohl für iOS als auch für Android mit 2,99 Euro zu Buche.

Das macht Threema besser als Whatsapp: Ein Funktionsumfang wie Whatsapp mit Schweizer Datenschutz – nur in Sachen aktive Nutzer kann Threema Whatsapp noch nicht das Wasser reichen.

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Signal

Die App, mit der Edward Snowden Nachrichten schreibt:

Signal brüstet sich mit besonders guter Datensicherheit, bietet allerdings auch wenig mehr. Sowohl die Text-Chats als auch die Telefonate mit der App sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt und die gesamte App ist Open Source. Bedeutet: Der Code liegt offen und kann von jedem auf die Sicherheit überprüft werden.

Wem ein schlichter Messenger mit hoher Sicherheit reicht, der ist mit Signal gut bedient, denn die App bietet ansonsten nicht viel: Dinge, wie das Verschicken des eigenen Standortes oder Sprachnachrichten sind nicht möglich.

Ein weiterer Nachteil: Für die Anmeldung bei Signal muss man seine Telefonnummer angeben.

Das macht Signal besser als Whatsapp: Ein Messenger, den selbst Edward Snowden benutzt – mehr Datenschutz geht wohl kaum.

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Telegram

Ebenso wie Signal ist Telegram ein Open-Source-Messenger und setzt großes Augenmerk auf den Datenschutz und die Sicherheit der Nutzer. Dazu liefert die App aber noch Features wie Sticker, wie sie Apple nun auch in iMessage eingeführt hat, und Bots – kleine Helfer, die von der Community entwickelt werden, und die App um nützliche Funktionen wie zum Beispiel das Setzen einer Erinnerung oder Umfragen in Gruppenchats erweitern können. Selbst Spiele sollen bald möglich sein.

Was der App allerdings fehlt, ist die Möglichkeit, über das Internet zu telefonieren oder per Video zu chatten. Auch die Notwendigkeit einer Telefonnummer bei der Anmeldung ist ein Minus-Punkt.

Das macht Telegram besser als Whatsapp: Die Bots lassen einen Telegram je nach Bedarf um nützliche Funktionen erweitern.

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Facebook Messenger

Die Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Die Stärke des Facebook Messengers ist seine Integration in das soziale Netzwerk – entsprechend unkompliziert kann man ihn auch auf dem Desktop benutzen. Auch die Nutzerzahl ist ein klarer Vorteil.

Allerdings macht man Abstriche in Sachen Sicherheit und Datenschutz, denn man bleibt damit beim selben Unternehmen, das es auch schon bei Whatsapp mit dem Datenschutz nicht so genau genommen hat.

Das macht Facebook-Messenger besser als Whatsapp: Wenn schon ein Messenger von Facebook, dann richtig. Außerdem bietet Facebook als einziger eine sogenannte Lite-Version seines Messengers für Android an – eine verschlankte App, die Datenvolumen und Akku sparen soll , sich aber in erster Linie an Entwicklungsländer richtet.

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Allo

Googles Allo-Messenger ist der jüngste Konkurrent auf dem Markt der Messaging-Apps. Die Chat-App von Google bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie die Konkurrenz, hat aber ein Ass im Ärmel: Die Integration des „Google Assistant“. Ein Chat-Bot, der als virtueller Assistent den Nutzern unter die Arme greift.

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Der virtuelle Assistent von Google kann einem bei vielen Dingen behilflich sein – zum Beispiel bei der Suche nach Katzenbildern.

Überlegt man zum Beispiel mit Freunden, wo man zusammen Essen gehen könnte, fragt man einfach den „Google Assistant“ und bekommt direkt im Chat und für alle sichtbar Ergebnisse angezeigt.

Im Moment noch ein großer Nachteil: Bisher ist dieses Feature nur auf Englisch verfügbar.

Das macht Allo besser als Whatsapp: Allo ist der einzige Messenger mit einem virtuellem Assistenten.

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