Regenschirm oder Sonnenbrille?

Die 5 besten Wetter-Apps für Android und iOS

Dunkle Gewitterwolken ziehen über einem Feld auf
Zieht da nur ein Gewitter auf oder rollt ein Unwetter an? Warn-Apps sollen im Notfall rechtzeitig informieren.
Foto: Getty Images

Wer einen zuverlässigen Wetterdienst fürs Handy sucht, muss nicht viel Geld ausgeben. Viel eher geht es darum, den richtigen für sich zu finden. TECHBOOK stellt Ihnen fünf gute Wetter-Apps vor, damit Sie nicht unerwartet im Regen stehen.

Oft reicht ein Blick aus dem Fenster nicht aus, um abzuschätzen, wie das Wetter heute wird. Für den Fall, dass Sie keine Zeit haben, ins Internet zu gehen oder den Fernseher einzuschalten, gibt es auch Wetter-Apps fürs Handy. Das Angebot an solchen Apps ist vielseitig. Ebenso unterschiedlich fällt die Verlässlichkeit der Vorhersagen aus, da die Anbieter oftmals auf verschiedene Wetterprognose-Systeme zurückgreifen. Eine App mit verlässlichen Vorhersagen zu finden ist daher nicht immer einfach. 

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Wie Wetter-Apps allgemein funktionieren

Ob eine Wetter-App zuverlässige Vorhersagen bieten kann, hängt zunächst davon ab, welches Wettermodell sie verwendet. Die meisten vorinstallierten Anwendungen auf dem iPhone oder auf einigen Android-Geräten werten die eingegangenen Daten nach dem amerikanischen Wettermodell GFS aus, dem Global Forecast System. In Nordamerika arbeitet das System sehr zuverlässig, auf Europa lassen sich die Daten jedoch nicht so einfach übertragen. Denn hierzulande herrschen geografische Unterschiede in der Landesbeschaffenheit, weshalb die Vorhersagen weniger zuverlässig sind.

Um zuverlässigere Prognosen zu erzielen, sind regionalere Systeme daher besser geeignet. Das europäische Wettermodell ECMWF und das deutsche ICON können dank der höheren Auflösung beispielsweise die regionalen Unterschiede berücksichtigen und auch präzisere Angaben für bestimmte Gebiete machen. Zudem weist Frank Böttcher als Vorstandsmitglied der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft darauf hin, dass die Wettermodelle unterschiedliche Ziele verfolgen. „Während beim amerikanischen Wettermodell ein Schwerpunkt auf die Vorhersage von Hurrikans gelegt wird, gibt das Modell des Deutschen Wetterdienstes mehr Klarheit über die Entwicklung von Nebel und Bodennebel“, sagt Böttcher.

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Seitdem viele Wetter-Apps ihre Daten von mehreren Quellen beziehen und mit eigenen Systemen auswerten, sind mittlerweile zuverlässige Vorhersagen bis zu sechs Tagen möglich. Allerdings gilt hier die Regel, dass je weiter ein Tag in der Zukunft liegt, desto unpräziser auch die Vorhersage wird. Das Wetter wird schließlich von verschiedenen Faktoren beeinflusst, die sich auch schnell mal ändern können. Vorhersagen für weiter in der Zukunft liegende Tage geben daher häufig nur einen ungefähren Trend wider.

Zuletzt missverstehen Benutzer die App-Angaben der Niederschlagswahrscheinlichkeit oft, da sie laut Stiftung Warentest meistens nicht aussagekräftig genug dargestellt wird. Wichtig ist, dass die Prozentangabe keinen Hinweis auf die Niederschlagsmenge gibt. Selbst wenige Tropfen gelten hierbei als Regen. Wer Vorhersagen bezüglich der Regenintensität benötigt, sollte auf das Regenradar der App zurückgreifen, das darüber hinaus auch den Ausbreitungsverlauf von Regenwolken veranschaulicht.

Das sind die 5 besten Wetter-Apps für Android und iOS

Der Meteorologe Frank Böttcher kann Nutzern fünf gute Wetter-Apps nahelegen. Diese verfügen alle sowohl über eine kostenlose Version mit Basis-Funktionen als auch über kostenpflichtige Premium-Versionen mit Zusatzdienstleistungen.

WarnWetter vom Deutschen Wetter-Dienst (DWD)

WarnWetter informiert Sie beispielsweise in der kostenlosen Version ausschließlich über witterungsbedingte Gefahrenlangen. Für 1,99 Euro bietet die App für Android und iOS zusätzlich ortsbezogene Voraussagen, einen Niederschlagsradar und Angaben zur UV-Strahlung. Allerdings konzentriert sich WarnWetter nur auf den deutschen Raum.

WeatherPro der MetoeGroup

Für Reisende und Menschen weltweit ist dagegen WeatherPro zu empfehlen, da sie ortsbasierte Vorhersagen für 7 Tage mit 3 Stunden-Intervallen liefert und Nutzer außerdem über gefühlte Temperaturen, den UV-Index und die Sonnenscheindauer informiert. Die Premium-Version kostet 99 Cent pro Monat, wobei sich das Abo 24 Stunden vor Ablauf des Monats automatisch verlängert, sofern Kunden nicht kündigen. Mit der pro-Version haben Nutzer Zugriff auf Wetterkarten sowie Details zum Badewetter.

Wetter.net

Wetter.net kann Vorhersagen für eine Woche erstellen und Unwetterwarnungen aussenden. In der kostenpflichtigen Variante für 1,59 Euro kommt bei Android noch ein Regenradar hinzu, bei iOS ist er schon enthalten.

Wetter.com

Wetter.com besitzt neben denselben Funktionen wie Wetter.net auch ein Wolkenradar und ermöglicht mit bis zu 16 Tagen die längsten Prognosen von allen aufgeführten Anwendungen. Die kostenlose App steht für Android sowie iOS bereit.

WetterOnline

Als letztes informiert WetterOnline seine Nutzer über die Wetter-Trends der nächsten 14 Tage, warnt vor Unwetter und liefert Details über Pollenflüge und Wintersport. Für Nutzer, die sich ein präziseres Wetterradar wünschen, wäre die 6,99 Euro teure Bezahlversion einen Blick wert.

Lieber kostenpflichtig oder gratis?

Und welche Version soll ich jetzt nehmen? Das hängt von Ihren Bedürfnissen ab, davon, wie präzise die Wetterangaben sein sollen. Um eine App auszuprobieren, reicht die Gratis-Version vollkommen aus. Allerdings finanzieren die Anbieter diese Versionen oftmals durch Werbung. Wer keine Werbeeinblendungen wünscht oder auf den zusätzlichen Funktionsumfang nicht verzichten möchte, sollte daher auf die kostenpflichtigen Pro-Versionen zurückgreifen.