Regenschirm oder Sonnenbrille?

Auf diese Wetter-Apps können Sie sich verlassen!

Dunkle Gewitterwolken ziehen über einem Feld auf
Zieht da nur ein Gewitter auf oder rollt ein Unwetter an? Warn-Apps sollen im Notfall rechtzeitig informieren.
Foto: Getty Images

Wer einen zuverlässigen Wetterdienst fürs Handy sucht, muss nicht viel Geld ausgeben. Viel eher geht es darum, den richtigen für sich zu finden. TECHBOOK stellt Ihnen fünf gute Wetter-Apps vor, damit Sie nicht unerwartet im Regen stehen.

Oft reicht ein Blick aus dem Fenster nicht aus, um abzuschätzen, wie das Wetter heute wird. Für den Fall, dass Sie keine Zeit haben, ins Internet zu gehen oder den Fernseher einzuschalten, gibt es auch Wetter-Apps fürs Handy.

Nur sind die nicht alle gleich zuverlässig, so dass Sie trotz Sonnen-Vorhersage im Regen stehen können.

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Wie Wetter-Apps allgemein funktionieren

Ob eine Wetter-App zuverlässige Vorhersagen bieten kann, hängt zunächst davon ab, welches Wettermodell sie verwendet. Die meisten vorinstallierten Anwendungen auf dem iPhone oder auf einigen Android-Geräten werten die eingegangenen Daten nach dem amerikanischen Wettermodell GFS aus, dem Global Forecast System. Während laut „c’t“-Redakteur André Kramer das Modell für Nordamerika optimal ist, lässt es sich aufgrund der geografischen Unterschiede in der Landesbeschaffenheit nur schlecht auf Deutschland anwenden.

Das europäische Wettermodell ECMWF und das deutsche ICON können dank der höheren Auflösung die regionalen Unterschiede berücksichtigen und auch präzisere Angaben für bestimmte Gebiete machen. Zudem weist Frank Böttcher als Vorstandsmitglied der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft darauf hin, dass die Wettermodelle unterschiedliche Ziele verfolgen. „Während beim amerikanischen Wettermodell ein Schwerpunkt auf die Vorhersage von Hurrikans gelegt wird, gibt das Modell des Deutschen Wetterdienstes mehr Klarheit über die Entwicklung von Nebel und Bodennebel“, sagt Böttcher.

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Seitdem viele Wetter-Apps ihre Daten von mehreren Quellen beziehen und mit eigenen Systemen auswerten, sind mittlerweile zuverlässige Vorhersagen bis zu sechs Tagen möglich. „c’t“-Redakteur Kramer gibt aber zu bedenken, dass je weiter der betreffende Tag in der Zukunft liegt, desto unpräziser auch die Vorhersage wird. Bei diesen Vorhersagen sollten Sie also besser von Trends ausgehen, die sich noch ändern können, als von stundengenauen Prognosen.

Zuletzt missverstehen Benutzer die App-Angaben der Niederschlagswahrscheinlichkeit oft, da sie laut Stiftung Warentest meistens nicht aussagekräftig genug dargestellt wird. Wichtig ist, dass die Prozentangabe keinen Hinweis auf die Niederschlagsmenge gibt. Selbst wenige Tropfen gelten hierbei als Regen. Wer Vorhersagen bezüglich der Regenintensität benötigt, sollte auf das Regenradar der App zurückgreifen, das darüber hinaus auch den Ausbreitungsverlauf von Regenwolken veranschaulicht.

Das sind die 5 besten Wetter-Apps

Der Meteorologe Frank Böttcher kann Nutzern fünf gute Wetter-Apps nahelegen. Diese verfügen alle sowohl über eine kostenlose Version mit Basis-Funktionen als auch über kostenpflichtige Premium-Versionen mit Zusatzdienstleistungen. Warnwetter informiert Sie beispielsweise in der kostenlosen Version ausschließlich über witterungsbedingte Gefahrenlangen. Für 1,99 Euro bietet die App zusätzlich ortsbezogene Voraussagen, einen Niederschlagsradar und Angaben zur UV-Strahlung. Allerdings konzentriert sich Warnwetter nur auf den deutschen Raum.

Für Reisende und Menschen weltweit ist dagegen Weatherpro zu empfehlen, da sie ortsbasierte Vorhersagen für 7 Tage mit 3 Stunden-Intervallen liefert und Nutzer außerdem über gefühlte Temperaturen, den UV-Index und die Sonnenscheindauer informiert. Die Premium-Version kostet 2,99 Euro und gewährt Zugriff auf Wetterkarten sowie Details zum Badewetter.

Große Datenschutz-Mängel bei Dating-Apps!

Wetter.net kann Vorhersagen für eine Woche erstellen und Unwetterwarnungen aussenden. In der kostenpflichtigen Variante für 1,59 Euro kommt bei Android noch ein Regenradar hinzu, bei iOS ist er schon enthalten. Wetter.com besitzt neben denselben Funktionen auch ein Wolkenradar und ermöglicht mit bis zu 16 Tagen die längsten Prognosen von allen aufgeführten Apps.

Als letztes informiert Wetter Online seine Nutzer über die Wetter-Trends der nächsten 14 Tage, warnt vor Unwetter und liefert Details über Pollenflüge und Wintersport. Für Nutzer, die sich ein präziseres Wetterradar wünschen, wäre die 2,99 Euro teure Bezahlversion einen Blick wert.

Lieber kostenpflichtig oder gratis?

Und welche Version soll ich jetzt nehmen? Das hängt von Ihren Bedürfnissen ab, davon, wie präzise die Wetterangaben sein sollen. „Eine gute App muss nicht kostenpflichtig sein“, meint zudem „c’t“-Experte André Kramer. „Allerdings sollten Nutzer hinterfragen, womit die Betreiber kostenloser Apps Geld verdienen.“

Dabei treffen Sie entweder vermehrt auf Werbungsanzeigen oder müssen damit rechnen, dass die App Ihren Standort und andere sensible Daten an Unternehmen weitergeben könnte. Ähnlich wie bei Suchmaschinen ermöglicht die Datenerfassung hier bessere Ergebnisse, stellt aber auch immer eine Schwachstelle für den Datenschutz dar.

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