Messenger-Apps

Die besten Alternativen zu WhatsApp

WhatsApp ist der beliebteste Messenger. Doch es gibt lohnende Alternativen
Foto: Getty Image

WhatsApp gehört zu den beliebtesten Messengern auf dem Smartphone. Viele Nutzer kennen vielleicht auch ähnliche Anwendungen wie den Facebook Messenger. Doch es gibt noch weitere Apps, über die sich Nachrichten versenden lassen. TECHBOOK stellt die besten Alternativen zu WhatsApp vor.

Inhaltsverzeichnis

  1. Threema
  2. Signal
  3. Telegram
  4. Viber
  5. Hoccer

WhatsApp zählt laut Statista mittlerweile mehr als 1,5 Milliarden Nutzer weltweit. Damit ist der zu Facebook gehörende Dienst der bekannteste und am meisten genutzte Messenger – dicht gefolgt vom Facebook Messenger mit rund 1,3 Milliarden Nutzern. Doch eben die Nähe zu Facebook und die daraus resultierende Unsicherheit, wie persönliche Daten verarbeitet werden, lässt viele Smartphone-Nutzer vor WhatsApp zurückschrecken. Zwar sind Chat-Übertragungen bei WhatsApp Ende-zu-Ende verschlüsselt, dennoch sammelt der Dienst Daten, und zwar nicht gerade wenig.

Doch es gibt Alternativen, die mit Datensicherheit und Privatsphäre werben. TECHBOOK zeigt die interessantesten und sichersten Messenger, die auf jeden Fall mit WhatsApp mithalten können.

ANZEIGE

Handytaschen, Handyhüllen, Handyschalen


✔︎ Schützen die Kanten, die Rückseite und das empfindliche Display
✔︎ Geben Sie Ihrem Smartphone ein neues Design mit einem neuen Case

Threema

Threema zählt zu den bekanntesten WhatsApp-Alternativen und steht regelmäßig an der Spitze der Download-Charts der App-Stores. Der Messenger ist gleichermaßen für Privatnutzer wie für Firmen interessant. Nicht zu unrecht, denn die App mit Unternehmenssitz in der Schweiz bietet von Haus aus eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, verlangt weder eine Telefonnummer noch E-Mail-Adresse bei der Anmeldung und lässt sich somit auch vollkommen anonym verwenden. Da Nutzerdaten nur auf den jeweiligen Geräten, nicht aber auf Servern verwaltet werden und Nachrichten direkt nach dem Versand gelöscht werden, verhindert der Dienst das Sammeln privater Daten. Zudem bietet Threema auch ein paar eigene Ideen, die den Messenger von der Konkurrenz absetzen.

Threema auf dem Handy und dem Desktop

Threema wirbt mit besonders hohem Datenschutz, ist aber nicht kostenfrei
Foto: Threema

Zum Beispiel kann man in Gruppenchats Umfragen starten und so unkompliziert entscheiden, wo es beispielsweise zum Essen hingehen soll oder welchen Film man sich im Kino anschauen möchte. Allerdings kostet Threema als einzige unter den hier besprochenen WhatsApp-Alternativen Geld: In der Regel schlägt die App sowohl für Android mit 2,99 Euro zu Buche, iOS-User bezahlen derzeit sogar 3,49 Euro. Auch eine Web-Version wird angeboten.

Das macht Threema besser als WhatsApp: Ein Funktionsumfang wie WhatsApp mit Schweizer Datenschutz – nur in Sachen aktive Nutzer kann Threema WhatsApp noch nicht das Wasser reichen.

Download: iPhone/Android

Signal

Signal Messenger auf dem Smartphone

Der Signal-Messenger bietet verschiedene Funktionen
Foto: Signal

Signal brüstet sich mit besonders guter Datensicherheit, bietet allerdings auch wenig mehr. Sowohl die Text-Chats als auch die Telefonate mit der App sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt und die gesamte App ist Open Source. Bedeutet: Der Code liegt offen und kann von jedem auf die Sicherheit überprüft werden. Gleichzeitig ist die Nutzung der App vollkommen kostenfrei.

Signal ist schlicht aufgebaut, bietet aber dennoch einige Funktionen, die es auch bei WhatsApp gibt. So lassen sich nicht nur verschlüsselte Nachrichten versenden, sondern auch Dokumente, Bilder und Videos verschicken. Auf Wunsch verschwinden die Nachrichten nach einer gewissen, frei wählbaren Zeit, was für mehr Datensicherheit sorgt. Signal ermöglicht zudem Gruppenchats, Telefonate und Video-Chats, die ebenfalls Ende-zu-Ende verschlüsselt sind.

Ein Nachteil der App: Für die Anmeldung bei Signal müssen Nutzer ihre Telefonnummer angeben.

Das macht Signal besser als WhatsApp: Ein Messenger, den selbst Edward Snowden benutzt – mehr Datenschutz geht wohl kaum.

Download: iPhone/Android

ANZEIGE

Smartphones unter 200 Euro


✔︎ Große Auswahl
✔︎ Zahlreiche Marken
✔︎ Top Preis-Leistungsverhältnis

Telegram

Ebenso wie Signal ist Telegram ein Open-Source-Messenger und setzt großes Augenmerk auf den Datenschutz ebenso wie die Sicherheit der Nutzer. Dazu liefert die App aber noch Features wie Sticker, wie sie Apple auch in iMessage eingeführt hat. Bots, kleine Helfer, die von der Community entwickelt werden und die App um nützliche Funktionen erweitern können, zum Beispiel das Setzen einer Erinnerung oder Umfragen in Gruppenchats. Selbst Spiele können innerhalb der App gespielt werden.

Das macht Telegram besser als WhatsApp: Die Bots erweitern je nach Bedarf die App um nützliche Funktionen.

Download: iPhone/Android

Viber

Mehr als eine Milliarde Nutzer sollen Viber weltweit schon verwenden. Ursprünglich wurde die App für Anrufe via Internet geschaffen, inzwischen steht sie anderen Messengern aber in nichts nach. Nutzer finden alle gängigen Funktionen von WhatsApp auch bei Viber, wie das Senden von Nachrichten, Bildern, Dokumenten und Videos. Auch Audio- und Videoanrufe sind möglich sowie große Gruppenchats, die Communities genannt werden.

Mit der eigenen Sicherheit wirbt Viber„Dank einer End-to-End-Verschlüsselung werden sämtliche Daten, die du teilst, immer zwischen dir und der Person, mit der du sprichst, verbleiben. Das bedeutet, dass du nicht zweimal darüber nachdenken musst, was du auf Viber teilen kannst und was nicht.“ 

Das macht Viber besser als WhatsApp: Nutzer haben die Möglichkeit, selbstzerstörende Chats zu verwenden. Dabei löschen sich ausgewählte Nachrichten nach dem Lesen automatisch. Die Communities erlauben Chats mit unbegrenzt vielen Mitgliedern. All das macht Viber zu einem schöneren Messenger-Erlebnis.

Download: iPhone/Android

Hoccer

Hoccer wurde in Deutschland entwickelt und von Stiftung Warentest (Ausgabe 08/2015) zum Testsieger im Messenger-Vergleich gekürt. Der Grund ist laut dem Vergleichsportal der vorbildliche Umgang von Hoccer mit persönlichen Daten. Weder die Angabe einer E-Mail noch die einer Telefonnummer sind zur Anmeldung erforderlich. Die Daten der eigenen Kontakte werden nicht auf Servern gespeichert. Wie bei WhatsApp sind auch bei diesem Messenger alle Chats Ende-zu-Ende verschlüsselt, allerdings lässt sich Hoccer auf Wunsch auch per Fingerabdruck oder PIN sichern. Zudem verfügt der Dienst über einen besonderen Modus namens „Nearby“. Mit ihm können Nutzer im Umkreis von hundert Metern Nachrichten und Daten mit anderen Hoccer-Nutzern völlig anonym austauschen.

Screenshots des Messengers Hoccer

Der Messenger Hoccer stammt aus Deutschland
Foto: Screenshot: iTunes

Nachteil von Hoccer: Bei der App handelt es sich nicht um ein Open-Source-Programm und somit lässt sich die App nicht von Dritten überprüfen. Zudem gibt es keine Desktop-Version.

Das macht Hoccer besser als WhatsApp: Nutzer können den Messenger anonym nutzen und können sich auf starken Datenschutz verlassen. Nicht umsonst hat die Stiftung Warentest den Messenger zum Sieger gekürt.

Download: iPhone/Android