Besser als Tinder?

Das kann die App „Sqyle“ aus „Die Höhle der Löwen“

Die Münchenerin Wanda Egger präsentierte den Löwen ihre Dating-App „Sqyle“.
Die Münchenerin Wanda Egger präsentierte den Löwen ihre Dating-App „Sqyle“.
Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Ihr eigenes Liebesglück ließ auf sich warten, da entwickelte Wanda Egger eine neue Dating-App. Ob sie mit „Sqyle“ auch die Herzen der Löwen erobert?

In der Höhle der Löwe liegt dieses Mal Liebe in der Luft. Der Grund: Die Dating-App Sqyle für Apples iOS. In der aktuellen Folge der „Höhle der Löwen“ versucht Gründerin Wanda Egger, die selbst mehr als 100 Dating-Apps getestet hat, für ihre Idee ein Match zu bekommen.

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Investorensuche ist auch ein bisschen wie die Partnerschaftssuche”, sagt die gebürtige Französin. Deshalb entwickelte sie eine edle und exklusive Dating-App. Mitglieder könnten sich wie in einem „exklusiven Segelclub” fühlen, wenn sie von der Sqyle-Gemeinschaft aufgenommen werden. Das ist nämlich eine Besonderheit der App: Der Zugang ist mit dem Download im App Store nicht getan, denn in die Community kommen nur Menschen, die von den anderen Nutzer akzeptiert werden.

Damit will die 43-Jährige vor allem Ängste vor Fake-Profilen oder Lügnern nehmen. Dating-Apps sind von Grund auf keine neue Idee, viele davon tummeln sich bereits auf die Markt. Zu einer der bekanntesten Apps in diesem Bereich zählt wohl Tinder. Doch mit dieser habe ihre App wenig gemeinsam meint Egger, aufgrund verschiedener speziellen Funktionen. „Wir bieten zusätzliche Services über das reine Kennenlernen hinaus, damit die Menschen schönere Dates miteinander erleben”, sagt sie gegenüber TECHBOOK.

Das kann die App mit Anti-Fake-Funktion

Die App kann kostenlos heruntergeladen werden. Dies könne sich aber wohl ab 5000 regelmäßigen Nutzern ändern, denn dann soll ein Abo-Modell die Exklusivität der User sichern. Anders als bei Tinder gibt es auch die Option, ein „Vielleicht” an ein potentielles Date zu vergeben. Fake-Profile und Lügner sollen ausgeschlossen werden, da Nutzer nach einem Date das Profil der anderen Person bewerten können.

Die App sei allerdings nur die Tür zu einer Welt voller Dienstleistungen rund um das Thema Dating. So gibt es in der App die Option, einen Termin-Planer zu nutzen oder Orte für Treffen vorgeschlagen zu bekommen.

Das Besondere an der App: Nutzer werden von realen Nutzern verifiziert. Das bewahrt Nutzer vor Fake-Profilen und Enttäuschungen.

Das Besondere an der App: Nutzer werden von realen Nutzern verifiziert. Das soll Nutzer vor Fake-Profilen und Enttäuschungen bewahren.
Foto: Sqyle GmbH

Maschmeyer: „Das ist nicht mehr romantisch

Vor zehn Jahren hat Apple es mit dem iPhone geschafft, einen besetzten Markt zu revolutionieren – und Sqype ist das iPhone unter den mobilen Dating-Apps, erklärte die Französin in ihrem Pitch noch selbstbewusst. Doch so richtig schien der Funke auf die Investoren nicht überspringen zu wollen. „Ihre mentale Stärke bewundere ich“, sagte Carsten Maschmeyer. Und weiter: „Aber Sie haben bisher außer einer nachvollziehbaren und liebenswerten Idee nichts bewiesen. Und dann zu sagen, diese Firma ist schon 1,2 Millionen wert – das ist nicht mehr romantisch. Das ist schon ein brutales Investorendating.“ Er stieg aus.

Die Gründerin wollte ein Investment von 120.00 Euro für 10 Prozent ihres Unternehmens.

Die Gründerin wollte ein Investment von 120.00 Euro für 10 Prozent ihres Unternehmens.
Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Die Gründerin versuchte anschließend die Löwen mit ihren Download-Zahlen und 620 aktiven Nutzern zu beeindrucken. „Das ist eine tolle Rate für 6000 Downloads“, lobte Frank Thelen. Ein Alleinstellungsmerkmal hätte er aber nicht erkannt, weshalb er auch nicht investieren wollte. „Die anderen sind Dating-Apps, wir sind eine Dating-Welt“, erklärte Egger daraufhin. Geholfen hat es ihr nicht, kein Löwe wollte über einen Flirt mit Sqyle hinaus. 

Wanda Egger sieht ihre Teilnahme in der Sendung trotzdem positiv: „Das war für mich eine unglaubliche, sehr lehrreiche Erfahrung.“ Die App habe sich in den vergangenen Monaten seit der Aufzeichnung der Folge weiterentwickelt. In München sei die Dating-App bereits bekannt. „Ich bin mittlerweile besser auf spontane Auftritte vorbereitet und schlafe davor deutlich besser“, scherzt Egger.