Dieses Wearable hat soziale Fähigkeiten. Es kann Emotionen während eines Gespräches verstehen und so auch Lügen enttarnen. Foto: Jason Dorfman/MIT CSAIL
Eine Erfindung vom MIT kann Gefühle mit einem Wearable und einer App während eines Gesprächs analysieren – und so sogar Lügner enttarnen.
Was denkt Ihr Gesprächspartner gerade? Das könnten Sie bald herausfinden. Denn zwei Forscher von der amerikanischen Universität MIT haben eine App für Wearables entwickelt, die Emotionen von Menschen während einer Unterhaltung analysieren und erkennen soll. Lügner könnten so bald enttarnt werden.
„Stellen Sie sich vor, Sie könnten am Ende eines Gesprächs zurückspulen und die Momente sehen, in denen sich die Menschen um Sie herum am meisten ängstlich fühlten“, sagt Tuka Alhanai. Die MIT-Absolventin hat gemeinsam mit ihrem Kollegen Mohammad Ghassemi an der App gearbeitet. Das tragbare System soll anhand von Sprachmustern feststellen, ob ein Gespräch glücklich, traurig oder neutral ist – und macht so künstliche emotionale Intelligenz möglich.
Top-Artikel zum Thema
Lügendetektor erkennt Mimik
Bei einer Unterhaltung kann die App allerdings nicht nur den Ton erkennen – auch den gesprochenen Text und die Mimik soll das System analysieren, und das laut den Forschern mit einer Genauigkeit von 83 Prozent. In spezifischen Fünf-Sekunden-Intervallen soll die App die Gefühle während einer Konversation klassifizieren. Ängste und Unsicherheiten könnten so enttarnt werden und Hinweise auf Lügen geben. Das System soll stetig verbessert werden und später auch bei Gesprächen mit mehreren Menschen verwendet werden. So wollen die Forscher noch mehr Daten sammeln und den Algorithmus verbessern.
Als Forschungsgerät benutzt das Team das Fitness-ArmbandSamsung Simband, welches hochauflösende physiologische Wellenformen erfassen und den Blutdruck, Bewegungen oder Temperaturen messen kann.
Dieses Video zeigt, wie das genau geht:
An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
Die App wurde laut den Forschern allerdings nicht für den alltäglichen Gebrauch entwickelt. Sie soll Menschen mit sozialen Ängsten oder dem Asperger-Syndrom – einer autistischen Entwicklungsstörung – helfen, Emotionen besser zu verstehen. Betroffene hätten dann eine Art sozialen Assistenten jederzeit an ihrem Handgelenk.
Die Forscher Mohammad Ghassemi (links) und Tuka Alhanai haben die App, die Emotionen erkennt, entwickelt.Foto: Jason Dorfman/MIT CSAIL Foto: Jason Dorfman/MIT CSAIL
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.