Bluetooth-Kopfhörer

Diese In-Ears wollen Konzert-Feeling erzeugen

Das ziemlich lange Gehäuse der In-Ears, scheint nicht ganz ergonomisch zu sein und gleitet dadurch relativ einfach aus dem Ohr.
Foto: Martin Lewicki

Klein, leicht und ausdauernd sollten Bluetooth-In-Ears sein. Die NuForce BE6i erfüllen diese Wünsche. Und für rund 100 Euro sind sie günstiger als viele Konkurrenten – wären da nicht zwei kleine Eigenheiten.

Der erste Eindruck

Schickes Design! Klar, die Optik ist immer Geschmacksache, aber uns gefällt das schnörkellose, komplett in dunkelgrau gehaltene Design der NuForce BE6i. Zudem fassen sich die Hörer toll an, da sie komplett aus Aluminium gefertigt sind. Vielleicht gerade deswegen wirkt die ins Kabel integrierte Kunststoff-Fernbedienung nicht besonders wertig. Auch nicht besonders schön: Die drei Bedienknöpfe haben unterschiedliche Druckpunkte, funktionieren aber dennoch gut.

Die NuForce BE6i überzeugen mit schlichtem Design sowohl bei der Verpackung als auch beim Inhalt.

Die NuForce BE6i überzeugen mit schlichtem Design sowohl bei der Verpackung als auch beim Inhalt.
Foto: Martin Lewicki

Die Bluetooth-Verbindung

Tadellos funktionierte hingegen die Bluetooth-Verbindung. Einfach den mittleren Bedienknopf ein paar Sekunden gedrückt halten, schon sind die Hörer an und zum Koppeln mit einem Smartphone oder anderen Bluetooth-Geräten bereit. Die Verbindung war absolut zuverlässig und klappte selbst durch eine Wand und Glastür auf einer Distanz von über 10 Metern. Der Hersteller verspricht eine eindrucksvolle Reichweite von 30 Metern ohne Hindernisse.

Der Klang

Einen ambivalenten Eindruck hinterlassen die In-Ears beim Sound. Sie klingen insgesamt sehr sauber und in allen Tonlagen ausgewogen – wäre da nicht der leichte Hall-Effekt. Scheinbar wurde hier ein wenig künstlich nachgeholfen, um einen Eindruck von Räumlichkeit wie in einer Konzerthalle zu erzeugen. Das klingt nicht unbedingt schlecht und man gewöhnt sich daran, je länger man Musik hört. Aber es wirkt nicht besonders natürlich. Der Klang wird einen Tick zu sehr verfärbt.

Die In-Ears aus Aluminium machen in Dunkelgrau einen schicken Eindruck. Nur die Plastikfernbedienung fällt qualitativ etwas ab.

Die In-Ears aus Aluminium machen in Dunkelgrau einen schicken Eindruck. Nur die Plastikfernbedienung fällt qualitativ etwas ab.
Foto: Martin Lewicki

Der Sitz im Ohr

Wie bei allen In-Ears ist der Sitz im Ohr ein heikles Thema. Hier kommt es auf ein ergonomisches Design und hochwertige Ohrpassstücke an, die gut im Hörkanal haften. Leider gelang es uns nicht, mit den NuForce BE6i einen optimalen Sitz zu erreichen. Sie glitten ähnlich wie die von uns getesteten Beyerdynamic Byron peu à peu aus dem Ohr heraus und dichteten ungenügend ab.

Am ehesten gelang ein befriedigender Sitz mit den mitgelieferten Memoryschaum-Ohrpassstücken und den beiliegenden Ear-Hooks, die sich in der Ohrmuschel verankern sollen. Der Hersteller liefert acht Paar unterschiedlicher Ohrpassstücke mit. Damit dürften viele Nutzerohren zufrieden zu stellen sein.

Die beiliegenden Ear-Hooks helfen ein wenig, die Kopfhörer in der Ohrmuschel zu verankern. Auch die Memoryschaum-Aufsätze sorgen für einen besseren Sitz im Ohr.

Die beiliegenden Ear-Hooks helfen ein wenig, die Kopfhörer in der Ohrmuschel zu verankern. Auch die Memoryschaum-Aufsätze sorgen für einen besseren Sitz im Ohr.
Foto: Martin Lewicki

Der Akku

Der Hersteller verspricht bis zu acht Stunden Musikgenuss, bevor man die Hörer aufladen muss. Das ist sehr ordentlich. Es stört allerdings, dass es keine exakte Ladestandsangabe gibt. Wenn der Akkustand niedrig ist, gibt es lediglich die Ansage „Battery low“, die übrigens alle paar Minuten ertönt. Leider kann man nicht einschätzten, wie lange man dann noch Musik hören kann. Auch die Anzeige im Smartphone-Display ist da zu ungenau.

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Fazit

Der NuForce BE6i ist insgesamt ein schöner In-Ear mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Alu-Gehäuse gefällt ebenso wie die zuverlässige Verbindung und die lange Batterieausdauer (bis zu acht Stunden). Zudem bieten sie einen Wasserschutz nach IPX5-Standard. Der Klang mit seinem leichten Hall-Effekt ist sicherlich Geschmacksache. Bei der Akkustands-Angabe sollte der Kopfhörer exaktere Angaben machen. Und ob die In-Ears gut im Ohr sitzen, muss wohl jeder selbst ausprobieren.