13. August 2025, 15:33 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Seit Jahren treibt Fans die Frage um, ob Johnny Depp für „Fluch der Karibik 6“ als Captain Jack Sparrow zurückkehren könnte. Viel wurde bereits spekuliert und die Gerüchteküche brodelt munter vor sich hin. Doch nun gibt es ein neues Update in dieser Geschichte, das vielversprechend klingt.
Und dieses Mal handelt es sich auch nicht um einen vermeintlichen Leak einer dubiosen Quelle. Ganz im Gegenteil: Kein Geringeres als Hollywood-Superproduzent Jerry Bruckheimer habe in einem Interview mit „Entertainment Weekly“ verraten, mit Johnny Depp über „Fluch der Karibik 6“ gesprochen zu haben.
Johnny Depp offen für „Fluch der Karibik 6“-Rückkehr
Bruckheimer hat als Produzent etliche massive Blockbuster auf den Weg gebracht, darunter auch alle bisherigen „Pirates of the Caribbean“-Filme. Wenn also jemand über die Prozesse im Hintergrund Bescheid weiß, dann er. Seinen Ausführungen zufolge soll Johnny Depp für eine „Fluch der Karibik 6“-Rückkehr als Captain Jack Sparrow in der Tat offen sein.
Es käme vor allem auf das Drehbuch an und wie man darin mit der ikonischen Rolle umgeht. „Wenn er mag, wie der Part geschrieben sein wird, denke ich, dass er es tun würde“, erklärte Bruckheimer. Es gehe einzig um das, was auf dem Papier stehe, wie man wisse. Zum aktuellen Status des Skriptes sagte, dass man immer noch daran arbeite, aber „nahe dran“ sei, es fertigzustellen.
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„Fluch der Karibik 6“ soll Reboot werden
Der Weg zu einem weiteren Teil der beliebten Piraten-Saga ist lang und wird noch Jahre in Anspruch nehmen. Bereits seit 2020 kursieren Pläne, wonach man sogar gleich zwei neue Filme in Angriff nehmen möchte: einen Ableger mit weiblicher Hauptrolle und ein Reboot. Für ersteres Projekt zwar zwischenzeitlich „Barbie“-Star Margot Robbie vorgesehen, doch zuletzt sah es nicht danach aus, als würde es voranschreiten.
Hier gibt es „Fluch der Karibik“ zu streamen:
Für die Neuauflage wünscht sich Bruckheimer aber Depp nach wie vor zurück. „Ich liebe ihn, er ist ein enger Freund.“ Er habe schließlich Jack Sparrow selbst erschaffen. Denn so, wie ihn viele Fans kennen und lieben, stand er gar nicht im Drehbuch.
Depp war lange nicht in Hollywood aktiv
Ob Johnny Depp für „Fluch der Karibik 6“ wirklich wieder vor der Kamera stehen wird, bleibt abzuwarten. Sein letzter großer Hollywood-Film war „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ von 2018. Mitten während der Dreharbeiten zum Nachfolger bat ihn Warner Bros., das Projekt zu verlassen.
Zu der Zeit machten Schlagzeilen die Runde, wonach Depp angeblich seine damalige Ehefrau Amber Heard häuslicher Gewalt aussetzte. 2022 folgte ein Gerichtsprozess der beiden, der am Ende deutlich zu Depps Gunsten ausfiel. Seitdem versucht er, wieder mit neuen Filmen Fuß zu fassen.
Es wird Zeit für Depps Rehabilitation in Hollywood
„Ich bin vielleicht kein ausgewiesener ‚Fluch der Karibik‘-Fan. Aber man muss schon tief unter der Erde in einem Atombunker gelebt haben, um nicht Anfang der Nullerjahre die immense Wucht mitbekommen zu haben, mit der Depp als Jack Sparrow die Herzen der Kinogänger und damit die damalige Popkultur eroberte. Seine Darbietung als ikonisch zu bezeichnen, ist mindestens akkurat, wenn nicht sogar eine Untertreibung.
Eine Rückkehr Depps in der berühmten Rolle würde nicht nur vielen Fans auf der Welt Freude bereiten. Es wäre auch ein Happy Ending für eine unrühmliche Geschichte, die den einstigen Megastar zu Fall gebracht und ihn im Zuge dessen zum Underdog gemacht hat. Und wo sonst feiert man Aufstiegs- und Erfolgsgeschichten mehr als in der Traumfabrik?
Hollywood selbst hat sich mit seinem damaligen Rausschmiss von ‚Phantastische Tierwesen‘ allerdings nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Ein wenig verständlich ist das schon, schließlich will man den Verdienst wertvoller Dollars nicht durch schlechte Presse riskieren. Zugleich legte man nicht nur einmal die Tendenz zum voreiligen Kurzschluss an den Tag, nur um dann doch noch zurückzurudern.
Haltung und Rückgrat zu zeigen ist für Großkonzerne, wie es die Filmstudios sind, eher eine Fingerübung in publizistischer Markenarbeit und keine Sache des ehernen Prinzips. Am Ende zählt das Geld – und das zahlende Publikum. Und bei der Aussicht, dass dieses sein sauer Verdientes woanders ausgibt, gibt noch jeder Konzern klein bei.
Man erinnere sich etwa an den ‚Guardians of the Galaxy‘-Macher James Gunn. Als jahrealte, kontroverse Tweets auftauchten, feuerte Disney ihn kurzerhand, und eigentlich sollte er den dritten Teil nicht mehr drehen dürfen. Weniger als ein Jahr später brachte man ihn zurück. Gunn hatte einige prominente Befürworter, aber am lautesten waren eben die Fans.
Und die Fans wollen auch seit Jahren, dass Johnny Depp einmal mehr Jack Sparrow gibt. Die Zeit ist reif. Depp ist interessiert und Disney, die für ‚Fluch der Karibik‘ verantwortlich sind, können sich ja an der eigenen James-Gunn-Geschichte ein Beispiel nehmen und sich gnädig zeigen. Gewinnen werden am Ende vielleicht sogar alle – Depp, Disney und Filmfans.“