11. November 2025, 10:08 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Sky wagt ein Experiment auf YouTube: Erstmals bietet der Pay-TV-Sender einzelne Sportübertragungen im Pay-per-View-Format an. Den Auftakt macht das Tennis-Jahresfinale in Turin – die ATP-Finals 2025.
Streaming-Plattformen werden für Sportübertragungen immer wichtiger – nun wagt auch Sky einen Schritt in eine neue Richtung. Der Pay-TV-Anbieter experimentiert mit alternativen Bezahlmodellen und nutzt dafür erstmals YouTube als Testfeld. Ziel ist es, den Zuschauern mehr Flexibilität zu bieten und das eigene Angebot an moderne Sehgewohnheiten anzupassen.
Flexibles Streaming statt Abo-Zwang
Vom 9. bis 16. November können Fans die Matches der ATP-Finals 2025 über den YouTube-Kanal „Sky Sport Tennis“ live verfolgen – ganz ohne Abo oder Sky-Login. Alle Spiele sind dort per Livestream verfügbar, wobei Sport-Fans zwischen einem Single Match Access oder einem Day Pass Access wählen können. Damit ermöglicht Sky den Zuschauern, flexibel zu entscheiden, ob sie nur ein einzelnes Spiel oder den kompletten Tennistag sehen möchten.
Trotz der eigentlich positiven Erweiterung des Ausstrahlungsmodells, stößt ein Fakt bitter auf. Denn Sky hat kurz nach dem Start seines neuen Pay-per-View-Angebots auf YouTube überraschend die Preise angehoben. Statt wie angekündigt 1,99 Euro kostet der Einzelstream eines Matches nun 2,49 Euro. Der Sender spricht von einer „kurzfristigen Änderung der Preisgestaltung“. Die Tagespässe bleiben hingegen unverändert bei 3,49 Euro, ein Komplettpaket für die gesamte Turnierwoche gibt es nicht.
Sky testet neues Bezahlmodell
Mit dem YouTube-Angebot will Sky testen, wie groß das Interesse an flexiblen Einzelpässen ist. Kommentiert werden die Spiele unter anderem von Boris Becker, Andrea Petkovic und Philipp Kohlschreiber. Die Buchung erfolgt direkt über den offiziellen YouTube-Kanal von Sky Sport Tennis, die Bezahlung läuft direkt über Googles Plattform.
Das neue Modell könnte für Sky zum Testlauf für zukünftige Sportevents werden und eine mögliche Alternative zu klassischen Abos darstellen, die vor allem Gelegenheitszuschauern mehr Freiheit bieten. Ziel ist es, auch Gelegenheitszuschauer anzusprechen, die nur bestimmte Sportereignisse verfolgen wollen. Ob das Pay-per-View-Angebot nach den ATP Finals fortgesetzt oder ausgeweitet wird, ist noch offen – die Preiserhöhung zeigt aber, dass Sky bei seinem neuen Vertriebsweg noch an der richtigen Balance feilt.