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Es gibt einen Grund

Große Kündigungswelle bei Disney+!

Disney+-Logo auf einem Smartphone
Zahlreiche Disney+-Abonnenten haben jüngst gekündigt Foto: Getty Images
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Sandra Bültermann

21. Oktober 2025, 11:36 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Zwischen dem 17. und 23. September 2025 kam es bei Disney+, Hulu und ESPN+ zu einem ungewöhnlich hohen Anstieg an Kündigungen. Nach Angaben der Journalistin Marisa Kabas (via „Engadget“) verloren die Dienste in diesem Zeitraum mehr als 1,7 Millionen Abonnenten. Der Wert liegt rund 436 Prozent über den üblichen Zahlen.

Disney+-Kündigungen wegen Jimmy Kimmel

Auslöser der Kündigungswelle war die Suspendierung des US-Moderators Jimmy Kimmel. Der Sender ABC hatte seine Late-Night-Show am 17. September 2025 vorübergehend abgesetzt. Hintergrund war eine Aussage Kimmels vom 10. September, in der er den damaligen US-Präsidenten Donald Trump und die Republikanische Partei kritisierte.

Der Moderator sagte wörtlich: „Die MAGA-Gang versucht verzweifelt, den Jungen, der Charlie Kirk ermordet hat, als jemand anderen als einen von ihnen darzustellen, und unternimmt alles, um daraus politisches Kapital zu schlagen.“ Nach Drohungen des FCC-Chefs Brendan Carr und der Absetzung der Show bei Partnern zog ABC die Suspendierung durch. Zwar kehrte die Sendung nach sechs Tagen zurück, doch zu diesem Zeitpunkt hatten zahlreiche Disney+Abonnenten bereits gekündigt.

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Auswirkungen auf Disney+-Abonnenten und Investoren

Die mehr als 1,7 Millionen Kündigungen entsprechen zwar weniger als einem Prozent der gesamten Disney+-Abonnenten, doch der Zeitpunkt gilt als problematisch. Erst wenige Wochen zuvor hatte Disney seinen Investoren zehn Millionen zusätzliche Abos bis Ende September 2025 zugesagt.

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Wie das US-Branchenmagazin „Variety“ ergänzend berichtet, stellt der Abo-Verlust eine Verdopplung der sonst üblichen Kündigungsraten dar – ganze acht Prozent statt der vier Prozent für die zwei Monate vorher. Allerdings seien die Zahlen der Forschungsfirma Antenna nicht sehr akkurat: So zeigen sie nicht an, ob es sich um echte Kündigungen handelt oder lediglich um Down- oder Upgrades der Tarife.

Disney verliert und gewinnt zugleich

Paradoxerweise hat Disney aber nicht nur etliche Abonnenten verloren, sondern im gleichen Zeitraum auch neue dazugewonnen. Allein bei Disney+ kamen im gleichen Zeitraum 2,18 Millionen neue Kunden dazu, was den Abgang der anderen mehr als kompensierte und sogar einen Gewinn darstellt. Auch Hulu verzeichnete einen gestiegenen Zulauf.

Insgesamt verfügen Disney+ und Hulu über rund 183 Millionen Abonnenten (Stand Juni 2025) und gehören damit weiterhin zu den größten Streaming-Plattformen weltweit. Doch der Einbruch könnte das Wachstum bremsen. Zudem veröffentlichte Disney seit dem Sommer keine separaten Zahlen mehr zu den einzelnen Diensten, was bei Investoren auf Kritik stößt.

Einige Kapitalgeber verlangen inzwischen Einblick in interne Unterlagen zur Suspendierung Kimmels, um die Entscheidung des Managements besser nachvollziehen zu können. Damit steht der Konzern erneut unter Druck, Transparenz zu schaffen und die Entwicklung der Disney+ Abonnenten klarer offenzulegen.

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