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Verbindungsprobleme

Neue Matter-Geräte von Ikea starten mit vielen Problemen

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Viele Nutzer berichten über Probleme mit IKEA Matter Geräten Foto: Getty Images
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Daniela Leistikow

11. Februar 2026, 15:46 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Ikea wollte mit seiner neuen Smart Home Reihe einen wichtigen Schritt gehen. Das Ziel war klar: günstige Produkte, die dank Matter over Thread einfach mit Geräten anderer Hersteller zusammenarbeiten. Doch jetzt gibt es reichlich Probleme.

Produkte wie der Bilresa Button oder die Kajplats Leuchtmittel sollten den Einstieg ins vernetzte Zuhause erleichtern. Doch viele Nutzer stoßen bereits bei der Einrichtung auf Schwierigkeiten. In zahlreichen Haushalten läuft die Technik zwar wie geplant. Ein erheblicher Teil der Community berichtet jedoch von großen Problemen beim Verbinden der Geräte.

Verbindungsabbrüche und gescheiterte Kopplungen

In Online-Foren wie dem Subreddit zu Tradfri schildern Anwender ihre Erfahrungen ausführlich. Besonders häufig geht es um Geräte, die sich nicht koppeln lassen oder ihre Verbindung wieder verlieren. Ein Nutzer berichtete, dass sich von 60 installierten Bilresa Buttons nur 31 dauerhaft ins System einbinden ließen. Damit lag die Erfolgsquote bei etwas über der Hälfte.

Langzeittests zeigten außerdem, dass einige Sensoren erst nach vielen Neustarts reagieren oder komplett ausfallen. Solche Berichte deuten auf ein tiefer liegendes Problem hin. Eigentlich soll Matter genau solche Hürden abbauen und die Zusammenarbeit verschiedener Geräte vereinfachen.

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Google Home bremst zusätzlich

Auch die Software großer Plattformen erschwerte den Alltag mancher Nutzer. Besonders Besitzer von Google-Home-Systemen stießen auf Einschränkungen. Google Home erkannte Matter-Schalter wie den Bilresa-Button lange Zeit nicht als Auslöser für Automationen. Automationen sind Abläufe, bei denen Geräte selbstständig bestimmte Aktionen ausführen, etwa das Einschalten einer Lampe.

Auch interessant: Das taugen die Smart-Home-Produkte von Ikea

Erst mit Version 4.8 vom 2. Februar 2026 reichte Google die direkte Unterstützung für Matter Buttons nach. Erste Tests der Nutzer zeigten jedoch, dass auch dieses Update nicht alle Probleme löst. Befehle kommen teilweise verspätet an oder lösen gar keine Aktion aus.

Das sagt Ikea selbst

Trotz der Kritik hält Ikea an seiner Strategie fest. David Granath, Manager bei Ikea, erklärte gegenüber „The Verge“, dass die Produkte „für die meisten Kunden nahtlos funktionieren“. Gleichzeitig räumte er ein, dass es in bestimmten Umgebungen zu Verbindungsproblemen kommt. Ikea habe diese Schwierigkeiten erkannt und untersuche sie genauer. Laut Granath arbeitet ein eigenes Team gemeinsam mit der Connectivity Standards Alliance, kurz CSA, an dem Thema. Diese Organisation entwickelt und betreut den Matter-Standard. Ziel ist es, die Ursachen der Fehler besser zu verstehen und Lösungen zu finden.

Im Februar 2026 bleibt die Lage für Kunden schwierig. Die Geräte überzeugen durch ihren niedrigen Preis und moderne Technik. Gleichzeitig zeigt sich, dass ein sofort funktionierendes Smart Home mit Matter noch nicht überall Realität ist. Wer Geduld mitbringt, bekommt bei Ikea viel Technik fürs Geld. Wer sofortige Zuverlässigkeit erwartet, muss aktuell mit Enttäuschungen rechnen.

Matter ist ein einheitlicher Standard für Smart Homes. Er soll dafür sorgen, dass Lampen, Schalter oder Sensoren verschiedener Marken miteinander kommunizieren können. Thread ist das Funknetz, das diese Geräte verbindet. Es arbeitet stromsparend und soll ohne zentrale Steuerzentrale auskommen.

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