Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
Amazon Amazon Fire TV News Alle Themen
Gerät ist nun Elektroschrott

Amazon hat Fire-TV-Produkt überraschend abgeschaltet

Amazon zieht heimlich den Stecker. Was hinter dem Aus des Fire TV Blaster steckt
Amazon zieht heimlich den Stecker. Was hinter dem Aus des Fire TV Blaster steckt Foto: TECHBOOK / Rita Deutschbein
Artikel teilen
Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

4. Februar 2026, 11:14 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Amazon hat ein eigenes Fire-TV-Zubehör komplett vom Netz genommen und es endgültig abgeschaltet. Für Nutzer bedeutet das, dass das Gerät nicht mehr funktioniert, obwohl es technisch noch intakt ist.

Die Rede ist vom Amazon Fire TV Blaster, der seit der Abstellung am 31. Januar 2026 unbrauchbar ist. Damit ist das einst als Ergänzung für Fire-TV-Sticks eingeführte Zubehör nun Elektroschrott. Kunden in Deutschland erhalten als Entschädigung einen Gutschein, in den USA hingegen gibt es Rabattaktionen, wie „AFTVnews“ berichtet.

Amazon hat Betrieb des Fire TV Blaster eingestellt

Amazon hat Besitzer des Fire TV Blaster in den USA und Deutschland vorab per E-Mail darüber informiert, dass alle Funktionen des Geräts deaktiviert werden. Damit lässt sich das Zubehör nicht mehr verwenden. Auch der Support wurde zeitgleich eingestellt.

Ein Amazon-Sprecher erklärte TECHBOOK, dass Kunden in Deutschland als Ausgleich eine Geschenkkarte im Wert des ursprünglich gezahlten Produktpreises erhalten. Diese soll automatisch im Amazon-Konto hinterlegt werden. Ein gesondertes Vorgehen der Kunden sei nicht erforderlich. Nutzer können den Status ihrer Gutschrift über einen bereitgestellten Link prüfen.

Amazon hatte den Fire TV Blaster im Dezember 2019 für 35 Euro auf den deutschen Markt gebracht. Seit etwa einem Jahr ist das Produkt nicht mehr erhältlich. In den USA wurde das Gerät über vier Jahre hinweg verkauft.

Mehr zum Thema

Geringe Nachfrage und technischer Wandel als Grund

Der Fire TV Blaster ermöglichte es Nutzern, Fernseher, Soundbars oder AV-Receiver per Sprachbefehl über Echo-Lautsprecher zu steuern. Das Zubehör diente als Verbindung zwischen einem Fire-TV-Produkt und einem Echo-Gerät, wobei die Steuerung per Infrarotsignal erfolgte. Eine direkte Sprachsteuerung war mit dem Blaster nicht möglich – diese erfolgte ausschließlich über das verbundene Echo-Gerät.

Inzwischen sei der Bedarf für solche Geräte laut Amazon gesunken. Als Begründung verweist das Unternehmen auf die zunehmende Verbreitung der HDMI-CEC-Technologie sowie auf eine Weiterentwicklung der eigenen Fire-TV-Produkte.

Unklar bleibt jedoch, warum Amazon bereits verkaufte Geräte vollständig deaktiviert, statt sie zumindest in ihrem bisherigen Funktionsumfang weiterlaufen zu lassen. Eine vergleichbare Maßnahme gab es bislang nicht – selbst bei älteren Fire-TV-Zubehörgeräten wie dem Recast DVR blieb die Nutzung nach dem Verkaufsstopp möglich.

Auch interessant: Amazon Fire TV Soundbar startet in Deutschland – lohnt sich das Gerät?

Rabattaktionen für US-Kunden

In den USA erhalten betroffene Nutzer statt eines Gutscheins einen Rabattcode. Mit dem Code „60FTV“ gibt es 60 US-Dollar Nachlass auf den regulären Preis des Fire TV Cube. Alternativ lässt sich mit dem Code „50FTV“ jeder Fire-TV-Stick zum halben Preis erwerben – auch bei bereits reduzierten Angeboten. Beide Aktionen gelten bis zum 31. März 2026.

Ob Amazon auch in Deutschland entsprechende Ersatzangebote unterbreitet, ist derzeit nicht bekannt.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.