30. April 2026, 9:10 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Heißluftfritteusen gehören inzwischen zur Standardausstattung vieler Küchen. Sie stehen für schnelle Zubereitung und knusprige Ergebnisse bei unterschiedlichsten Gerichten. Beim Kauf achten viele vor allem auf Größe, Programme und Leistung. Ein Aspekt im Inneren des Geräts rückt jetzt jedoch stärker in den Fokus. Die Beschichtung im Garraum spielt nicht nur bei der Reinigung eine Rolle, sondern wird auch politisch immer relevanter.
PFAS-Beschichtungen geraten zunehmend in die Kritik
In vielen Airfryern kommen klassische Antihaftbeschichtungen zum Einsatz, die auf PFAS basieren. Diese sorgen dafür, dass Lebensmittel nicht festkleben und sich Rückstände leicht entfernen lassen. Gleichzeitig stehen diese Stoffe in der Kritik. Sie bauen sich in der Umwelt kaum ab und können sich langfristig anreichern. Als Reaktion darauf setzen immer mehr Hersteller auf Alternativen ohne PFAS. Häufig kommen dabei keramische Beschichtungen zum Einsatz, die ähnliche Eigenschaften bieten sollen. Tests zeigen, dass diese Lösungen inzwischen zuverlässig funktionieren und keine deutlichen Nachteile mit sich bringen.
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Ein Blick auf aktuelle Geräte verdeutlicht diesen Wandel. Die Nutribullet-CrispLite-Vision-8L verwendet eine PFAS-freie Keramikbeschichtung und kombiniert sie mit einem Sichtfenster sowie Innenbeleuchtung. Im Test gelingen verschiedene Speisen gleichmäßig und knusprig. Auch die Reinigung gestaltet sich unkompliziert. Schwächen zeigen sich bei der Temperaturgenauigkeit und beim Signalton. Die Cosori-Iconic setzt ebenfalls auf eine PFAS-freie Beschichtung. Hier lassen sich Schublade und Einsatz leicht säubern, selbst angebrannte Rückstände lösen sich vergleichsweise gut. Diese Beispiele zeigen, dass die Technik inzwischen ausgereift ist.
Warum viele Hersteller noch zögern
Trotz der Fortschritte stellen nicht alle Hersteller sofort um. Klassische Beschichtungen sind seit Jahren etabliert und kostengünstig in der Produktion. PFAS-freie Varianten erfordern häufig andere Materialien und angepasste Herstellungsprozesse. Zudem müssen sie langfristig die gleiche Haltbarkeit bieten. Diese Faktoren verzögern die Umstellung bei einigen Anbietern.
Auch auf politischer Ebene gewinnt das Thema an Bedeutung. Laut Bundestag wird intensiv über eine mögliche Beschränkung oder ein Verbot von PFAS diskutiert. Dabei stehen sich unterschiedliche Interessen gegenüber. Umweltvertreter fordern ein umfassendes Verbot, während Teile der Industrie vor möglichen Folgen für Produktion und Technologie warnen. Klar ist jedoch, dass strengere Regeln erwartet werden und sich Hersteller darauf einstellen müssen.
Für Käufer wird die Beschichtung damit zu einem immer wichtigeren Kriterium. Modelle ohne PFAS liefern inzwischen vergleichbare Ergebnisse und gelten als zukunftssicherere Wahl. Wer beim Kauf genauer hinschaut, kann langfristig profitieren.