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Kunden müssen sich umstellen

Bekannter Supermarkt stellt beliebtes Service-Angebot ein!

Das Vergleichen von Angeboten gehört für viele Menschen zum Einkauf dazu
Das Vergleichen von Angeboten gehört für viele Menschen zum Einkauf dazu Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

8. Juli 2026, 7:58 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Rewe hat es getan, Obi ebenfalls, und nun folgt ein weiterer Supermarkt, der sich von dem gedruckten Prospekt verabschiedet. Wer bei Nahkauf die aktuellen Wochenangebote sucht, muss künftig vollständig auf digitale Kanäle wechseln. Eine eigene Nahkauf-App gibt es jedoch nicht. Stattdessen führt der Weg über die Rewe-App oder die Internetseite des Unternehmens.

Seit dem 1. Juli erscheinen die Wochenangebote von Nahkauf ausschließlich online. Der bisherige Papierprospekt wird nicht mehr verteilt. Die Rewe Group bündelt alle Angebote auf einem gemeinsamen Kanal, eine dedizierte Nahkauf-App gibt es daher nicht. Stattdessen lassen sich die Märkte als bevorzugte Filiale in der bekannten Rewe-App auswählen. Wer keine App installieren möchte, kann die Wochenangebote weiterhin über die Internetseite nahkauf.de im Browser aufrufen.

„Wir lösen unsere Angebotskommunikation vom einzelnen Kanal hin zu einer konsequenten digitalen Lösung“, erklärt Mathis Neth, Vertriebsleiter Nahkauf National. Durch die Einbindung in die Rewe-App sollen Angebote, Informationen und weitere Services künftig enger miteinander verknüpft werden.

Sortiment und Preise bleiben unverändert

Nach Angaben des Unternehmens hat die Umstellung keinen Einfluss auf das Einkaufserlebnis. Aktionspreise, Umfang der Angebote und Zahl der beworbenen Artikel bleiben ebenso unverändert wie der Aufbau der Märkte. Sonderangebote werden weiterhin direkt am Regal gekennzeichnet und sind damit auch ohne digitalen Prospekt leicht zu erkennen.

Nach eigenen Angaben bereitete Nahkauf die Umstellung über mehrere Monate vor. Hinweise auf das Ende des gedruckten Handzettels fanden sich im Prospekt selbst, auf digitalen Kanälen sowie in Form von Radiodurchsagen in den Märkten.

Über die Rewe-App stehen Kunden außerdem weitere Funktionen zur Verfügung. Dazu zählen digitale Einkaufszettel, Treuepunkte, der elektronische Kassenbon sowie seit Frühjahr 2026 die Bezahlfunktion Rewe Pay.

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Gedruckte Prospekte bleiben für viele Verbraucher relevant

Als Gründe für den Abschied vom Papierprospekt nennt Nahkauf die gestiegenen Kosten für Papier, Druck und Zustellung. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen eigene Nachhaltigkeitsziele. Weniger gedruckte Prospekte sollen den Verbrauch von Papier, Wasser und Energie senken sowie den CO₂‑Ausstoß beim Transport verringern. Darüber hinaus können digitale Angebote kurzfristig angepasst und aktualisiert werden.

Trotz all dieser Punkte spielen gedruckte Werbeprospekte für viele Verbraucher weiterhin eine wichtige Rolle. Ein Großteil der Menschen in Deutschland blättert zumindest gelegentlich in einem Papierprospekt. Für manche ist es gar ein wöchentliches Ritual, zumal nicht alle Verbraucher die Möglichkeit haben, die digitalen Alternativen zu nutzen.

Nahkauf folgt mit diesem Schritt dem Mutterkonzern Rewe, der seine gedruckten Prospekte bereits 2023 eingestellt hatte. Nach Unternehmensangaben fielen die Reaktionen der Kunden nach einer kurzen Umstellungsphase überwiegend positiv aus. Während Nahkauf und Rewe vollständig auf digitale Angebotswerbung setzen, halten andere große Handelsketten wie Aldi, Lidl und Kaufland weiterhin am gedruckten Prospekt fest. Bei Edeka entscheiden vielerorts die selbstständigen Kaufleute, ob sie Papierprospekte verteilen.

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