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Nach Preis-Wirbel

Joybuy reagiert auf Kritik! Neue Klarstellung zu JoyPlus-Preisen

Paket mit JoyBuy-Logo
Das Joybuy-Abo (JoyPlus) wird als günstige Alternative zu Amazon Prime beworben Foto: picture alliance / dpa-tmn | Till Simon Nagel
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Przemyslaw Szymanski

23. März 2026, 16:22 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Joybuy ist ein neuer Online-Marktplatz des chinesischen Konzerns JD.com, der sich in Europa als Alternative zu Amazon positionieren will. Teil des Angebots ist das kostenpflichtige Programm JoyPlus. Dieses verspricht unter anderem unbegrenzte kostenlose Lieferungen ohne Mindestbestellwert, exklusive Rabatte, Bonuspunkte sowie schnellere Versandoptionen mit dem Namen JoyExpress.

Update vom 23. März 2026: Mittlerweile hat Joybuy auf den Vorwurf der verwirrenden Preisgestaltung reagiert. In einer E-Mail versichert das Unternehmen, dass die aktuellen Aktionspreise „mindestens bis Ende Juni“ gültig sind – bis dahin seien keine Änderungen vorgesehen. Die Tarife sehen also wie folgt aus:

  • 3,99 € pro Monat (2,99 € für Studierende)
  • 19,99 € pro Jahr (14,99 € für Studierende)

Für Neukunden beginnt die Anmeldung mit einer 30-tägigen Testphase. Diese startet automatisch, ist standardmäßig enthalten und ist nicht optional. Zudem verspricht man, dass die aktuellen Gebühren im „Registrierungs- und Abonnementprozess klar und transparent“ sichtbar sind. Bei zukünftigen Preisänderungen wolle man 30 Tage im Voraus darüber informieren. Ab Mai 2026 sollen die Preise und weitere relevante Informationen auch für nicht eingeloggte Nutzer besser erkenntlich sein.

Es folgt die ursprüngliche Nachricht vom 22. März:

Laut einem Bericht des Online-Magazins „Golem“ kann das Angebot jedoch teurer werden als Amazon Prime. Der Grund liegt vor allem in der Preisgestaltung, die zunächst günstiger erscheint, als sie tatsächlich ist. Besonders problematisch: Viele Nutzer sehen den echten Preis erst während der Buchung.

Einführungspreis beim Joybuy-Abo – warum viele ihn nicht bekommen

Joybuy bewirbt JoyPlus aktuell mit einem Einstiegspreis von 3,99 Euro pro Monat. Dieser gilt allerdings nur für kurze Zeit und nicht für alle Nutzer. Die Aktion soll bis Mitte April laufen. Zusätzlich gibt es eine 30-tägige kostenlose Testphase. Dadurch kann es passieren, dass die Testphase erst endet, wenn der reduzierte Preis bereits nicht mehr gilt. Wer während der Aktion ein Abo abschließt, zahlt zunächst nichts, muss danach aber direkt den höheren regulären Preis bezahlen.

Nach Ablauf der Aktion wird automatisch der Standardpreis berechnet. Dieser liegt bei 9,99 Euro pro Monat und ist damit höher als Amazon Prime, das derzeit 8,99 Euro monatlich kostet. Amazon bietet zusätzlich Dienste wie Video- und Musik-Streaming. JoyPlus konzentriert sich dagegen vor allem auf Versandvorteile und Bonusaktionen im eigenen Shop. Dadurch kann der Leistungsumfang trotz höherem Preis geringer sein. Beim Jahresabo zeigt sich ein anderes Bild: JoyPlus kostet 59,99 Euro pro Jahr, während Amazon Prime aktuell 89,90 Euro jährlich kostet.

Auch interessant: Das steckt hinter dem Lieferdienst JoyExpress

Unklare Rabatte und Preise

Die Preisstruktur sorgt auch bei Sonderangeboten für Verwirrung. So wird etwa für Studierende ein Jahresabo für 14,99 Euro beworben. Tatsächlich werden bei der ersten Abbuchung aber bereits 19,99 Euro fällig. Der angezeigte Preis entspricht also nicht immer dem Betrag, der zuerst bezahlt werden muss. Außerdem wird der endgültige Preis teilweise erst während des Buchungsprozesses sichtbar. Wer sich vorab informieren möchte, muss häufig ein Konto erstellen und den Bestellvorgang starten.

Insgesamt zeigt sich, dass JoyPlus auf den ersten Blick günstig wirkt, bei genauerem Hinsehen aber teurer werden kann. Besonders die Kombination aus Testphase, Aktionspreis und regulärem Tarif kann zu unerwarteten Kosten führen. Wer das Abo nutzt, sollte deshalb genau prüfen, welcher Preis gilt und ab wann dieser berechnet wird. Nur so lässt sich vermeiden, am Ende mehr zu zahlen als geplant.

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