20. Dezember 2025, 9:27 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Die EU hat eine wichtige Änderung für den Online-Handel beschlossen. Paketlieferungen von Anbietern wie Temu, Shein oder AliExpress werden künftig teurer. Die Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, ab Juli 2026 eine zusätzliche Pauschalgebühr für günstige Warensendungen zu verlangen.
Konkret soll für jedes Paket mit einem Warenwert bis 150 Euro eine Abgabe von 3 Euro fällig werden. Das entschieden die EU-Finanzminister bei einem Treffen in Brüssel. Die neue Regel betrifft vor allem internationale Online-Händler, deren Pakete bislang oft ohne zusätzliche Kosten in die EU gelangt sind – beispielsweise aus China. Auch Bestellungen über Amazon können davon betroffen sein, wenn sie aus Nicht-EU-Ländern verschickt werden.
Zoll übernimmt die Abwicklung
Schon im November 2025 hatte die EU beschlossen, die Freigrenze für Pakete aus China vollständig zu streichen. Die komplette Reform soll jedoch erst 2028 greifen, sobald eine digitale Plattform zur Kontrolle und Abwicklung bereitsteht. Die Pauschale wird künftig direkt von den jeweiligen Zollbehörden eingezogen. Damit ändert sich ein zentraler Punkt: Bis jetzt konnten Pakete unter einem Wert von 150 Euro zollfrei eingeführt werden.
Fairere Bedingungen im Online-Handel
Durch die neue Gebühr will die EU vor allem gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen. Händler innerhalb der EU müssen bereits heute Abgaben und Mehrwertsteuer korrekt ausweisen – internationale Billigplattformen profitieren dagegen häufig von vereinfachten Importregeln.
Mit der Zusatzgebühr möchte die EU diese Unterschiede verringern und europäische Händler entlasten.