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„Haul“

Amazon bringt seinen Billig-Shop jetzt auch als Webversion

Amazon Haul soll Billig-Shops von anderen Händlern Konkurrenz machen
Amazon Haul soll Billig-Shops von anderen Händlern Konkurrenz machen Foto: picture alliance / NurPhoto | Jaque Silva
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Adrian Mühlroth
Redakteur

27. August 2025, 16:31 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

AliExpress, Temu und Shein haben ein Geschäftsmodell gefunden, das bei Verbrauchern Anklang findet: Billige Ware direkt aus China bestellen – ohne Mittelsmann und ohne Preisaufschlag. Auch Amazon möchte an dem wachsenden Markt teilhaben und hat deswegen „Haul“ eingeführt. Das neue Schnäppchenportal befindet sich noch in der Testphase, steht nun aber für Nutzer endlich auch als Webversion im Browser zur Verfügung.

Haul mit prominenter Platzierung auf Amazon-Seite

In den USA ist Haul bereits seit Ende 2024 verfügbar, erst seit ein paar Monaten auch in europäischen Ländern. In Deutschland stand das Portal zunächst nur in der Amazon-App und nicht für alle Nutzer zur Verfügung. Das ändert sich mit der Einführung der Webversion. Diese befindet sich zwar weiterhin in der Beta-Version, ist aber auch in der Testphase bereits für alle Amazon-Nutzer erreichbar.

Wer die Amazon-Seite öffnet, findet dort ab sofort einen neuen „Amazon Haul“-Tab, der prominent in der Navigationsleiste platziert ist. Nach Anklicken öffnet sich der neue Shop direkt in der Amazon-Seite und bietet Kategorien wie „Krass günstig“, „Damen“, „Elektronik“, „Heimwerken“ und „Sport“. Erste bietet eine Übersicht über die günstigsten Angebote über alle Kategorien hinweg. Laut FAQ kosten alle Haul-Artikel unter 20 Euro, der Versand ist pauschal auf 3,50 Euro festgelegt. Ab 20 Euro Bestellwert gibt es sogar kostenlosen Versand.

Besonderheiten beim Bestellen über Amazon Haul

Die Lieferzeiten bei Haul sind deutlich länger, als Amazon-Kunden es gewohnt sind. Eigenen Angaben zufolge werden „die meisten Einkäufe […] innerhalb von zwei Wochen geliefert“. Das hängt damit zusammen, dass die Ware nicht aus Deutschland, sondern direkt aus dem Herkunftsland stammt.

Das bedeutet aber auch, dass Kunden selbst als Importeur auftreten. Amazon gibt sie deshalb „zu Zollzwecken“ als solche an. Die Zollabfertigung findet im Namen des Kunden statt. Das hat allerdings keine Auswirkung auf den Preis. Denn Amazon übernimmt die Verantwortung für Verzollung und Abführung der Einfuhrumsatzsteuer.

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Abgesehen davon lassen sich Haul-Produkte nicht zusammen mit Artikeln des eigentlichen Amazon-Shops kombinieren, stattdessen gibt es separate Einkaufswagen. Auch lassen sich keine Prime-Versandvorteile (wie etwa kostenloser Versand) auf die Bestellungen anwenden. Ein Umtausch ist zudem ausgeschlossen. Immerhin können Kunden die Artikel innerhalb von 15 Tagen nach Erhalt zurückgeben. Die verlängerte 30-Tage-Frist, die Amazon für einige Artikel im Haupt-Shop anbietet, gilt hier jedoch nicht.

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