Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
Evergreener Online-Banking Smart Finance Alle Themen
Schon gewusst?

Darum sehen die Chips auf Bankkarten unterschiedlich aus

Der Chip auf Bankkarten unterscheidet sich oft
Der Chip auf Bankkarten unterscheidet sich oft Foto: Getty Images
Artikel teilen
Lars Lubienetzki
Freier Redakteur

26. Dezember 2025, 16:26 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Per Karte zahlen hat sich spätestens seit der Corona-Pandemie auch in Deutschland als Zahlungsmethode durchgesetzt. Die dahinterliegende Technologie feiert demnächst 30. Geburtstag. Wer sich die goldene oder silberne Chipfläche auf Bankkarten anschaut, stellt fest, dass die Linierung unterschiedlich ist. Warum das so ist, erklärt TECHBOOK in diesem Artikel.

Das bargeldlose Bezahlen per Karte steuert der sogenannte EMV-Chip. EMV steht als Abkürzung für Europay International, MasterCard und Visa. Diese drei Kreditkartengesellschaften haben die Chiptechnologie in den 1990er-Jahren vorangetrieben und im Jahr 1996 als Standard ins Leben gerufen.

Der zugrunde liegende Chip ist auf der Bankkarte allerdings gar nicht sichtbar. Die Gold- oder Silberfläche dient vielmehr als eine Art Schutzüberzug. Der EMV-Chip liegt darunter. Durch den Überzug bleibt der Chip geschützt, wenn die Karte im Portemonnaie steckt oder mit anderen Oberflächen in Berührung kommt.

Unterschiedliche Struktur, gleiche Norm

Die Linierung unterscheidet sich allerdings von Karte zu Karte, sogar bei Karten derselben Bank. Typisch sind die wabenartigen Zellen am Rand und der Mittelpunkt. Dieser ist mal rund, mal eckig und mal größer, mal kleiner.

Diese Flächen sind normiert, auch wenn sie an der Oberfläche durch die Linienführung unterschiedlich strukturiert sind. Das unterschiedliche Design ergibt sich, weil Bankkarten von verschiedenen Herstellern produziert werden.

Der sichtbare Chip auf Bankkarten
Der sichtbare Chip auf Bankkarten Foto: TECHBOOK

Der eigentliche EMV-Chip verfügt über acht Kontaktpunkte oder Pins. Nicht alle sind mit einer Funktion belegt.

Pin-Nr.NameBeschreibung
1VCC+5 V oder 3,3 V Gleichstrom (Versorgungsspannung)
2RSTKarten-Reset (optional)
3CLKKartentakt
4RFUAnwendungsspezifisch (nicht belegt)
5GNDMasse
6VPP+21 V Gleichstrom (frühere Programmierspannung) oder nicht belegt
7I/OEingang/Ausgang (Daten)
8RFUAnwendungsspezifisch (nicht belegt)

Auch interessant: Welche Daten sind auf Bank- und Kreditkarten gespeichert – und wo?

So funktioniert das Zahlen per EMV-Chip

Beim Einstecken der Bankkarte in einen Kartenleser passieren drei Dinge:

  • Die Karte wird aktiviert.
  • Transaktionsdaten werden ausgetauscht.
  • Die Karte wird deaktiviert und kann wieder herausgezogen werden.

Im Hinblick auf Datensicherheit bietet der EMV-Chip auf Bankkarten mehr Schutz als der früher auf Kreditkarten oft verwendete Magnetstreifen. Bei jeder Chip-Transaktion wird ein Einmalcode generiert. Dieser dient zur Überprüfung, ob man die Karte verwenden darf oder ob sie möglicherweise als gestohlen oder verloren gemeldet ist. Erst nach diesem Kontrollabgleich genehmigt die Bank die Transaktion.

Inzwischen verbreitet sich bereits die nächste Generation der EMV-Chips. Sie steckt in vielen neueren Smartphone-Modellen und nennt sich NFC. Das steht für Near Field Communication (Nahfeldkommunikation) und ermöglicht das kontaktlose Bezahlen per Smartphone über verschiedene Zahlungsdienstleister.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.