2. Oktober 2025, 17:24 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Der Bonitäts-Auskunftsdienst Bonify, eine Schufa-Tochter, ist Opfer eines Datenlecks geworden. Unbekannte Angreifer konnten auf sensible Kundendaten zugreifen.
Der Bonitätsdienst Bonify, eine Tochter der Schufa, ist von einem Datenleck betroffen. Unbekannte Angreifer erlangten Zugriff auf sensible Informationen wie Adressen und Ausweiskopien. Diese Daten könnten die Täter für Identitätsdiebstahl verwenden, was das Risiko für die Betroffenen erhöht.
Erpressungsversuch nach Bonify-Datenleck
Laut dem Betreiber Forteil wurden keine Passwörter oder Bankinformationen kompromittiert. Dennoch forderten die Täter Geld, wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt. Bonify verweist auf laufende Ermittlungen und untersucht den Vorfall gemeinsam mit Behörden und Experten.
Der Sicherheitsvorfall betrifft insbesondere den Identifikationsprozess, der über den Dienstleister ID Now abgewickelt wird. Aktuelle Berichte legen jedoch nahe, dass das Leck nicht bei ID Now entstanden ist.
Sensible Finanzdaten von Millionen Nutzern frei im Netz verfügbar gewesen
Mehr als 26 Milliarden Online-Datensätze gestohlen und zum Verkauf angeboten
Unterstützung für Betroffene
Betroffene Kunden hat Bonify bereits informiert und sie erhalten einen sechsmonatigen kostenlosen Identitätsschutzdienst. Dieser durchforstet das Internet nach möglichen Missbrauchsspuren der gestohlenen Daten.
Bonify arbeitet eng mit den Behörden zusammen, um die Ursachen des Lecks zu klären. Diese Maßnahmen sollen weiteren Schaden verhindern und die Sicherheit der Nutzer wiederherstellen.
Vergangene Sicherheitsprobleme
Bereits 2022 kam es bei Bonify zu einem Sicherheitsvorfall, bei dem Unbefugte auf Bonitätsauskünfte zugreifen konnten. IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann kritisierte damals das mangelnde Verständnis für IT-Sicherheit bei Bonify.
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Für Nutzer bedeutet der aktuelle Vorfall vor allem erhöhte Wachsamkeit. Verdächtige Kontakte sollte man genau prüfen und Missbrauchsfälle der Polizei sowie der Schufa melden. Gegebenenfalls kann es sinnvoll sein, einen neuen Personalausweis zu beantragen.