Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
News Sicherheit Smart Finance Alle Themen
Datenleck

Sensible Kundendaten von Schufa-Tochter Bonify gestohlen

Schufa-Fahne vor einem Gebäude
Bei der Schufa-Tochter Bonify kam es zum Datenleck Foto: picture alliance/dpa | Andreas Arnold
Artikel teilen
Przemyslaw Szymanski

2. Oktober 2025, 17:24 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Der Bonitäts-Auskunftsdienst Bonify, eine Schufa-Tochter, ist Opfer eines Datenlecks geworden. Unbekannte Angreifer konnten auf sensible Kundendaten zugreifen.

Der Bonitätsdienst Bonify, eine Tochter der Schufa, ist von einem Datenleck betroffen. Unbekannte Angreifer erlangten Zugriff auf sensible Informationen wie Adressen und Ausweiskopien. Diese Daten könnten die Täter für Identitätsdiebstahl verwenden, was das Risiko für die Betroffenen erhöht.

Erpressungsversuch nach Bonify-Datenleck

Laut dem Betreiber Forteil wurden keine Passwörter oder Bankinformationen kompromittiert. Dennoch forderten die Täter Geld, wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt. Bonify verweist auf laufende Ermittlungen und untersucht den Vorfall gemeinsam mit Behörden und Experten.

Der Sicherheitsvorfall betrifft insbesondere den Identifikationsprozess, der über den Dienstleister ID Now abgewickelt wird. Aktuelle Berichte legen jedoch nahe, dass das Leck nicht bei ID Now entstanden ist.

Mehr zum Thema

Unterstützung für Betroffene

Betroffene Kunden hat Bonify bereits informiert und sie erhalten einen sechsmonatigen kostenlosen Identitätsschutzdienst. Dieser durchforstet das Internet nach möglichen Missbrauchsspuren der gestohlenen Daten.

Bonify arbeitet eng mit den Behörden zusammen, um die Ursachen des Lecks zu klären. Diese Maßnahmen sollen weiteren Schaden verhindern und die Sicherheit der Nutzer wiederherstellen.

Vergangene Sicherheitsprobleme

Bereits 2022 kam es bei Bonify zu einem Sicherheitsvorfall, bei dem Unbefugte auf Bonitätsauskünfte zugreifen konnten. IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann kritisierte damals das mangelnde Verständnis für IT-Sicherheit bei Bonify.

Auch interessant: Was weiß die Schufa alles über mich?

Für Nutzer bedeutet der aktuelle Vorfall vor allem erhöhte Wachsamkeit. Verdächtige Kontakte sollte man genau prüfen und Missbrauchsfälle der Polizei sowie der Schufa melden. Gegebenenfalls kann es sinnvoll sein, einen neuen Personalausweis zu beantragen.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.