7. November 2025, 15:30 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wenn man an Aldi denkt, dann wahrscheinlich in erster Linie an die zahlreichen Filialen des Discounters. Es gab allerdings auch einen Online-Shop, bei dem viele Artikel oft günstig zu haben waren. Genau dieser wurde jetzt jedoch eingestellt. Was bedeutet das im Detail?
Den Aldi Online-Shop betrieben die ansonsten separaten Discounter Aldi Nord und Süd als gemeinsames Projekt seit 2021. Dort gab es nicht nur einen Überblick über aktuelle Angebote. Einige Aktionen galten tatsächlich nur dort, vor allem im Bereich der nicht verderblichen Produkte. Damit ist jetzt allerdings Schluss. Seit 30. September ist der Shop geschlossen. Das schränkt nicht nur das Angebot für Kunden ein, sondern trifft auch einige Mitarbeiter. TECHBOOK gibt einen Überblick über die Folgen.
Aus für gemeinsamen Online-Shop von Aldi
Bereits im März 2025 berichtete die „Lebensmittelzeitung“ erstmals von den Schließungsplänen der Discounter. Bis einschließlich 30. September konnten Kunden noch über die Plattform bestellen. Sie wurden über den Newsletter, aber auch über einen Hinweis auf der Seite informiert. Im Shop selbst hatte Aldi sogar einen Räumungsverkauf, der bis zur Schließung andauerte.
Der dpa liegt eine offizielle Erklärung seitens Aldi vor, warum der Online-Shop geschlossen wird. Dort ist von einer generellen Geschäftsstrategie die Rede. Man wolle sich auf sein Kerngeschäft und den stationären Handel fokussieren, heißt es im Detail. Laut dpa war der Shop zudem schlicht nicht profitabel.
Die Aldi E-Commerce GmbH läuft seit Jahren den gesteckten Zielen hinterher; beide Unternehmen sind dabei jeweils zur Hälfte beteiligt. Sparmaßnahmen führten zwar zu einer Verlustreduzierung auf 4,8 Millionen Euro von zuvor circa 9 Millionen Euro. Zur Fortführung des Aldi Online-Shops reicht das allerdings nicht.
Auch nach der Schließung des gemeinsamen Online-Angebots in Deutschland betreibt Aldi Süd weiterhin einen eigenen Shop in den USA. Dieser bietet anders als hierzulande hauptsächlich sofortige Lebensmittellieferungen direkt aus den Filialen nach Hause an.
Folgen für Kunden und Mitarbeiter
Kunden müssen sich also von einem durchaus praktischen Angebot verabschieden. Betroffen ist ausschließlich der Aldi Online-Shop und somit diverse Aktionen im Nonfood-Bereich – heißt: Küchenmesser, Heißluftfritteuse, E-Bikes, Multimedia und Rasenmäher.
Der für den Online-Shop zuständige Kundenservice ist weiterhin erreichbar. Auch nimmt der Shop auch nach der Schließung weiterhin Retouren „innerhalb von 30 Tagen nach Zustellung ohne Angabe von Gründen“ entgegen. Für die Produktgarantie verweist Aldi Kunden auf den jeweiligen Hersteller. Alternativ steht das Garantieportal von ALDI SÜD zur Verfügung.
Einen Teil der Produktauswahl bleibt weiterhin für bestimme Aktionszeiträume in den Filialen vor Ort bestehen, wie das auch jetzt bereits der Fall ist. Auch weiterführende Angebote wie die Mobilfunk-Tarife von Aldi Talk gibt es weiterhin. Die Apps sowie die weiteren Internetangebote der beiden Discounter existieren ebenfalls weiterhin.
Dennoch sind von diesem Schritt etwa 80 Mitarbeiter betroffen. Spätestens zum Jahresende werden die entsprechenden Jobs wohl komplett gestrichen.

