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Lehrer lassen KI über Schulnoten entscheiden

Volontär

29. Oktober 2026, 17:40 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Künstliche Intelligenz ist längst im Schulalltag angekommen. Eine Bitkom-Umfrage zeigt nun, dass einige Lehrer der Technik sogar die Bewertung von Schülerarbeiten überlassen.

Dass künstliche Intelligenz bei der Bewertung von Tests oder Aufsätzen mitwirkt und schlechte Noten verteilt, ist keine reine Zukunftsvorstellung mehr. Laut einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom nutzen 20 Prozent der Lehrer KI zur Kontrolle von Aufgaben und Prüfungen. Die Umfrage wurde unter 501 Lehrern der Sekundarstufen I und II in Deutschland durchgeführt.

Ein kleinerer Teil geht noch weiter. Sieben Prozent der befragten Lehrer gaben an, KI bereits zur Benotung eingesetzt zu haben, ohne das Ergebnis anschließend selbst zu überprüfen. Damit übernimmt die Technik bei ihnen nicht nur unterstützende Aufgaben, sondern kann unmittelbar Einfluss auf die Bewertung schulischer Leistungen nehmen.

Mehr als die Hälfte der Lehrer nutzt KI

Generell hat künstliche Intelligenz im Schulalltag bereits einen festen Platz. Insgesamt 58 Prozent der befragten Lehrer nutzen KI für schulische Zwecke. Die Hälfte der Befragten wünscht sich Anwendungen, die ihnen Routineaufgaben abnehmen. Fast jeder fünfte Lehrer geht davon aus, dass KI die Rolle von Schule und Lehrkräften grundlegend verändern wird.

Gleichzeitig bestehen offenbar noch Unsicherheiten beim Umgang mit der Technologie. Nur 57 Prozent der Lehrer berichten von klaren Regeln für die Nutzung von KI an ihrer Schule. 51 Prozent geben sogar an, sich von der Technologie überfordert zu fühlen. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst fordert deshalb klare und umsetzbare Regeln für Lehrer und Schüler.

Lehrer sehen KI-Nutzung der Schüler kritisch

Dabei schauen viele Lehrer durchaus kritisch darauf, wie Schüler künstliche Intelligenz einsetzen. 70 Prozent halten deren KI-Nutzung für kaum kontrollierbar. Zwölf Prozent erlauben den Einsatz der Technik allerdings bewusst auch in Prüfungssituationen.

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Beim Thema Transparenz fällt das Urteil deutlicher aus. 92 Prozent der befragten Lehrer finden, dass Schüler kennzeichnen sollten, wenn sie KI bei schulischen Aufgaben verwenden. Die Zahlen zeigen damit einen durchaus widersprüchlichen Umgang mit der Technologie. Während von Schülern Transparenz beim KI-Einsatz verlangt wird, schrecken einige Lehrer selbst nicht davor zurück, der Technik sogar die Benotung von Arbeiten zu überlassen, ohne das Ergebnis anschließend noch einmal zu prüfen.

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