Apple ändert ab Dezember 2026 die Regeln für öffentlich geteilte Inhalte in iCloud. Mit iOS 27.3 prüft das Unternehmen Dateien und Bilder, die über frei zugängliche Links geteilt werden. Die Änderung betrifft auch iPadOS 27.3, macOS 27.3 und visionOS 27.3. Erste Testversionen stehen Entwicklern bereits zur Verfügung. Bei Verstößen kann Apple Inhalte entfernen und den zugehörigen Account sperren.
Diese iCloud-Freigaben werden geprüft
Die Prüfung betrifft ausschließlich Inhalte, die in iCloud Fotos oder iCloud Drive mit der Einstellung „Jeder mit dem Link“ geteilt werden. Jeder, der die Internetadresse kennt, kann auf diese Dateien zugreifen.
Apple erhält bei dieser Art der Freigabe ebenfalls Zugriff und kann die Inhalte auf schädliches Material untersuchen. Welche technischen Verfahren das Unternehmen dafür einsetzt, geht aus der Ankündigung nicht hervor. Die Änderung kommt mit iOS und iPadOS 27.3 sowie macOS 27.3 Golden Gate und visionOS 27.3.
Nicht betroffen ist die Freigabeoption „Nur ausgewählte Personen“. Auch Dateien, die Nutzer direkt als Kopie verschicken, werden im Rahmen der neuen Regelung nicht geprüft.
Apple erklärt nicht genauer, welche Dateien als schädliche Inhalte gelten. Das Unternehmen behält sich jedoch vor, betroffene Bilder oder Dokumente zu verschieben, abzulehnen, zu verändern oder vollständig zu löschen.
Zusätzlich kann Apple den zugehörigen Apple-Account blockieren oder deaktivieren und verhindern, dass mit der hinterlegten E-Mail-Adresse oder Telefonnummer ein neuer Account angelegt wird.
Falls nötig, kann das Unternehmen außerdem Strafverfolgungsbehörden einschalten. Der Hinweis deutet darauf hin, dass die Prüfung unter anderem Kindesmissbrauchsmaterial und Schadsoftware erfassen könnte.
Anders als private iCloud-Links waren öffentlich geteilte Inhalte nie Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das gilt auch dann, wenn Nutzer die Funktion „Erweiterter Datenschutz“ eingeschaltet haben.
Für die Prüfung muss Apple auf die über öffentliche Links bereitgestellten Dateien zugreifen können. Damit unterscheidet sich diese Freigabe von Inhalten, die nur für bestimmte Personen zugänglich sind. Für sensible Bilder oder Dokumente eignen sich daher die Option „Nur ausgewählte Personen“ oder der direkte Versand einer Kopie.
Die Änderung reagiert auf Kritik am Missbrauch von iCloud für kriminelle Zwecke. Bislang prüfte Apple öffentlich geteilte Links nicht aktiv.
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