Google-Konten sind ins Visier einer bekannten Hackergruppe geraten. Durch täuschend echte Phishing-Angriffe versuchen Kriminelle aktuell, die vollständige Kontrolle über Gmail-Zugänge und verbundene Dienste zu erlangen. Nutzer sollten jetzt besonders vorsichtig sein und wichtige Sicherheitsmaßnahmen treffen.
Die Hackergruppe „ShinyHunters“ hat gezielt eine Datenbank von Google-Salesforce kompromittiert und richtet ihre Angriffe zunehmend gegen private Gmail-Nutzer. Dabei nutzen sie manipulierte Nachrichten oder geben sich am Telefon als Google-Mitarbeiter aus, um an sensible Zugangsdaten und Sicherheitscodes zu gelangen. Google bestätigt, dass Passwort-Angriffe zuletzt um über 84 Prozent zugenommen haben – ein Trend, der sich mit der aktuellen Angriffswelle auf Gmail fortzusetzen scheint, so „Forbes“.
Hohe Gefahr durch Angriffe auf Gmail
Die Angriffe auf Gmail wurden mit der Zeit so sehr perfektioniert, dass bereits zahlreiche Nutzer in die Falle getappt sind. Sie berichten unter anderem auf Reddit über ihre Erfahrungen. Oftmals geben die Betrüger am Telefon an, dass das Gmail-Konto in Gefahr und daher ein Passwort-Reset notwendig sei.
Gelingt es den Kriminellen durch diese oder ähnliche Maschen, ein Google-Konto zu übernehmen, öffnen sich ihnen weitreichende Möglichkeiten. Neben dem Zugriff auf E-Mails erhalten sie auch Zugang zu Google Pay, dem Passwort-Manager, dem Play Store und zahlreichen weiteren Diensten. Über Funktionen wie „Passwort vergessen“ lassen sich auf diese Weise auch weitere Online-Konten der Opfer kapern.
Diese Schutzmaßnahmen sollten Nutzer ergreifen
Um sich gegen die zunehmenden Gmail-Angriffe zu wappnen, sollten Nutzer mehrere Sicherheitsvorkehrungen treffen:
Passwörter nicht im Browser oder Google-Konto speichern, sondern einen unabhängigen Passwort-Manager nutzen.
Auf Passkeys umsteigen, wenn möglich.
Den Google-Sicherheitscheck regelmäßig durchführen.
Das erweiterte Sicherheitsprogramm von Google aktivieren.
Misstrauisch bei unerwarteten Nachrichten oder Anrufen sein und niemals Passwörter oder Sicherheitscodes weitergeben.
Ein aktuelles Antivirenprogramm verwenden.
Software ausschließlich aus vertrauenswürdigen Quellen beziehen und stets aktuell halten.
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