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Jetzt herausfinden

Wissen Sie eigentlich, wie gut Google Sie kennt?

Eine Hand tippt auf einer Tastatur etwas bei Google ein
Die Suchmaschine Google weiß Antworten auf (fast) alle FragenFoto: Getty Images

Sie wollen wissen, was Google über Sie gespeichert hat? TECHBOOK zeigt Ihnen, wo Sie das herausfinden – und wie Sie die Daten löschen können.

Google verdient Geld hauptsächlich mit Werbung. Damit Nutzern möglichst passende werbliche Inhalte angezeigt werden, erstellt die Suchmaschine aus den gesammelten Daten ein Profil. Welche Aspekte Google an Ihnen besondern interessant findet, können Sie hier sehen. Mit der Zeit und vor allem auf Drängen Dritter – wie etwa der Europäischen Union – ist Google transparenter geworden und zeigt nun zumindest relativ übersichtlich, welche Informationen über die Nutrzer auf den Unternehmensservern abgespeichert werden.

Was Sie alles getan und angeschaut haben

Egal, ob Sie den Chrome-Browser, ein Android Smartphone oder Gmail nutzen, Google sammelt fleißig Informationen über Sie in einer strukturieren Übersicht. Hier wird aufgelistet, wofür Sie die jeweiligen Dienste in der Vergangenheit genutzt haben. Es wird praktisch alles angezeigt, was Google über Sie erfährt: Welche Orte Sie besuchen, auf welchen Seiten Sie unterwegs sind, welche Videos Sie anschauen und wonach Sie auf Google suchen.

Google gibt Ihnen auch die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, welche Aktivitätsdaten gespeichert werden. Im Kontrollzentrum können Sie etwa ausschalten, dass die Suchmaschine Ihren Standort speichert oder dass Ihr Suchverhalten verfolgt wird. Wollen Sie in Zukunft verhindern, dass Google diese Daten speichert, deaktivieren Sie die jeweilige Option im Kontrollzentrum. Doch Achtung: In einigen Fällen können bestimmte Dienste dann nicht mehr richtig funktionieren. Deaktiviert man etwa die Sprach- und Audioaktivität, kann unter Umständen die „Ok, Google“-Phrase zur Aktivierung des Assistant nicht mehr richtig erkannt werden.

Google activity controls
So sieht das Kontrollzentrum aus, in dem das Tracking deaktiviert werden kann | Foto: TECHBOOK

Beachten Sie, dass durch das Deaktivieren des Aktivitätstrackings nicht die bereits vorhandenen Daten gelöscht werden. Das Tracking wird lediglich „pausiert“. Wie das Löschen von älteren Daten funktioniert, erfahren Sie weiter unten.

Auf welchen Geräten Google-Dienste genutzt werden

Auf welchen Geräten Sie mit dem Google-Account angemeldet sind und wann diese zuletzt genutzt wurden, können Sie hier sehen. Neben dem Gerätenamen erfahren Sie zum Beispiel, an welchen Standorten sich welches Gerät zuletzt befand und welche Browser darauf zuletzt genutzt wurden. Haben Sie eines der Android-Geräte aus der Liste verloren oder verkauft und vergessen, Ihren Google-Account vorher zu entfernen, kann das entsprechende Gerät direkt von der Liste aus entfernt werden. Dadurch werden Sie von allen Google-Apps auf dem jeweiligen Gerät ausgeloggt.

An welchen Orten Sie waren

Nutzen Sie Ihr Android-Gerät zum Navigieren, oder haben Sie generell die Ortungsfunktion eingeschaltet? Dann fasst Google diese Daten übersichtlich in einer sogenannten „Timeline“ zusammen, in der auf Googles Karten jeder einzelne besuchte Ort eingezeichnet wird. Google führt Buch darüber, an wie vielen Orten Sie bereits waren und zeichnet für jeden Tag das Bewegungsmuster auf. Klickt man auf einen bestimmten Tag, werden alle besuchten Orte und alle Strecken, die zurückgelegt wurden, in einem Zeitstrahl und als Karte dargestellt und in einigen Fällen als Reise zusammengefasst. Dabei unterscheidet Google sogar zwischen verschiedenen Fortbewegungsmitteln wie Nahverkehr, Gehen, Fliegen und Autofahren. Wenn Sie Google Photos zum Speichern Ihrer Bilder benutzen, werden diese passend am jeweiligen Ort angezeigt.

Nutzer haben die Möglichkeit, die Orte und die Strecken manuell anzupassen. Die Google Timeline finden Sie hier.

Google Maps Timeline
So sieht die Google Maps Timeline aus | Foto: TECHBOOK

Welche Videos angeschaut wurden

Da Youtube zu Google gehört, weiß der Konzern auch, wonach Nutzer auf der Video-Plattform gesucht (hier geht’s zum persönlichen Suchverlauf) und welche Videos sie angeschaut haben (hier ist der Wiedergabeverlauf).

Welche Apps auf Daten zugreifen

Viele Apps und Online-Dienste wollen mit dem Google-Account verknüpft werden. Solche Anwendungen, bei denen Sie der Verknüpfung bereits zugestimmt haben und auf welche Daten diese jeweiligen Dienste zugreifen können, sehen Sie hier.

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Der Friedhof der Google-Produkte zeigt gescheiterte Projekte

So löschen Sie alles, was Google über Sie gesammelt hat

Bereits jetzt können Sie in der Aktivitätsübersicht manuell die Löschung Ihrer Daten beantragen. Die Löschung ist recht einfach vorzunehmen und gibt Ihnen die Möglichkeit, den Zeitraum beliebig festzulegen. Entweder Sie wählen aus, dass alle Daten von heute, gestern, aus den letzten sieben oder 30 Tagen gelöscht werden, oder Sie geben die Daten für den Zeitraum ein, der aus dem Aktivitätsverlauf verschwinden soll. Sie können sogar auch nur einzelne Dienste wie etwa Youtube und Maps zur Löschung auswählen.

Neu ist die automatische Löschfunktion, die Google am 1. Mai 2019 angekündigt hat. Mit ihr bekommen Nutzer noch mehr Kontrolle über die eigenen Daten. Sie können nun festlegen, dass die Aktivitätsdaten nach drei oder 18 Monaten automatisch von den Google-Servern entfernt werden. Wie die automatische Löschung funktioniert, sehen Sie hier:

google activity auto delete
Google gibt seinen Nutzern mit der automatischen Löschung mehr Kontrolle über ihre Daten |

Hier können alle Daten heruntergeladen werden

Eine gesammelte Auflistung aller gespeicherten Daten von Google gibt es aber auch. Alle von Google hinterlegten Informationen, die in der Cloud gesicherten Bilder, mit Google-Docs geteilten Dokumente und viele weitere Daten von Google-Diensten können Nutzer unter google.com/takeout anfordern und herunterladen.