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Interaktive Karte zeigt, wo Dein Nachname herkommt

Wo kommt mein Nachname her? Das zeigt jetzt eine interaktive Karte
Mit Geogen lässt sich herausfinden, wo möglicherweise der Nachname herkommt Foto: picture alliance / ZB | Sascha Steinach
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Nele Wegner
Werkstudentin

12. Januar 2026, 15:48 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer sich schon einmal gefragt hat, woher ein Familienname stammt oder in welchen Regionen er besonders häufig vorkommt, findet mit Geogen ein ungewöhnliches, aber sehr anschauliches Werkzeug. Die Webanwendung visualisiert die Verbreitung von Nachnamen in Deutschland – direkt im Browser und kostenlos.

Laut dem Entwickler Christoph Stoepel steht der Name Geogen für „geografische Genealogie“, also ortsbezogene Namensforschung. Statt Stammbäumen oder historischen Dokumenten zeigt das Tool, wie sich Familiennamen räumlich verteilen. Auffällige Häufungen können Hinweise auf den Ursprung eines Namens oder auf historische Wanderungsbewegungen geben.

So nutzt man Geogen

Geogen lässt sich sofort im Browser verwenden. Nach dem Aufruf der Seite erscheint im Eingabefeld oben links zunächst beispielhaft der Name „Stoepel“. In dieses Feld kann jeder beliebige Familienname eingetragen werden.

Unmittelbar nach der Eingabe berechnet Geogen die Verteilung des Namens und stellt sie auf einer Deutschlandkarte dar. Die Darstellung erfolgt als dreidimensionales Säulendiagramm. Je höher eine Säule ist, desto mehr Menschen mit diesem Nachnamen leben in der jeweiligen Region. Die Karte lässt sich mit der Maus drehen und kippen, sodass regionale Schwerpunkte gut erkennbar werden.

Was die Anzeigen bedeuten

Neben der grafischen Darstellung liefert Geogen auch statistische Informationen. Dazu gehört unter anderem der bundesweite Rang eines Namens. So landet zum Beispiel ein verbreiteter Name wie Müller auf Rang eins und sorgt dafür, dass große Teile der Karte nahezu flächendeckend eingefärbt sind.

In der unteren rechten Ecke zeigt Geogen zudem ähnliche oder verwandte Namensvarianten an. Dazu zählen unterschiedliche Schreibweisen oder Varianten mit Umlauten. So wird sichtbar, wie sich Namen regional oder historisch unterscheiden können.

In der aktuellen Version gibt es außerdem eine alternative Kartenansicht. Über eine kleine Deutschlandkarte in der unteren linken Ecke lässt sich die Darstellung auf eine flache Übersicht nach Landkreisen umschalten. Dort können Nutzer wählen, ob sie absolute Werte sehen möchten – also die reine Anzahl von Personen mit diesem Nachnamen in einem Landkreis – oder relative Werte, bei denen die Häufigkeit ins Verhältnis zur Einwohnerzahl gesetzt wird. Zusätzlich lassen sich große Städtenamen einblenden. Diese Ansicht eignet sich besonders für den direkten Vergleich zwischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen.

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Was Geogen leisten kann

Geogen ersetzt keine klassische Ahnenforschung mit Archiven oder Personenregistern. Das Tool liefert keine Stammbäume und keine individuellen Verwandtschaftsnachweise. Stattdessen macht es geografische Muster sichtbar und hilft dabei, erste Hinweise auf Herkunft und Verbreitung eines Familiennamens zu bekommen.

Gerade als Einstieg oder als Ergänzung zu genealogischen Recherchen bietet Geogen damit einen spannenden Mehrwert. Die Stärke liegt vor allem in der visuellen Darstellung und der einfachen Bedienung.

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Der Entwickler hinter Geogen

Geogen wurde von Christoph Stoepel entwickelt, einem deutschen Softwareentwickler, der bereits im Jahr 2004 mit dem Projekt begann. Neben der deutschen Version betreibt Stoepel auch Geogen Austria, das die Verbreitung von Familiennamen in Österreich abbildet. Aktuell ist Geogen v4 die neueste Version.

Neben Geogen hat Stoepel noch weitere Programme und Projekte umgesetzt, die sich mit ganz unterschiedlichen Themen beschäftigen. Wer mehr über Geogen erfahren möchte, findet auf seinem persönlichen Blog weitere Informationen.

Geogen zeigt eindrucksvoll, wie sich vergleichsweise einfache Daten in ein interaktives Werkzeug verwandeln lassen, das Neugier weckt und komplexe Zusammenhänge verständlich macht.

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