25. November 2025, 13:33 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Die EU-Kommission plant eine Reform der Datenschutz-Grundverordnung, um Cookie-Abfragen zu reduzieren. Das soll die Bürokratie reduzieren und die Nutzung von Cookies für Verbraucher komfortabler gestalten.
Die EU-Kommission plant eine Reform der digitalen Regularien, um die Nutzung des Internets zu vereinfachen. Damit sollen auch langfristig lästige Cookie-Banner der Vergangenheit angehören. Ziel ist es, Datenschutz, Cybersicherheit und künstliche Intelligenz neu zu ordnen. Damit sollen Unternehmen und Mitgliedstaaten von der Komplexität der bisherigen Vorschriften entlastet werden. Trotz Kritik von Datenschützern soll auch das europäische KI-Gesetz angepasst werden, um Innovationen zu fördern.
Vereinfachte DSGVO geplant
Ein zentraler Punkt der Reform ist die Vereinfachung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die seit 2018 in Kraft ist. Zukünftig sollen Nutzer nicht mehr mittels aufploppenden Cookie-Bannern aktiv zustimmen müssen, wenn es um technisch notwendige Abläufe für den Betrieb von Websites geht.
Nur für kritische Technologien soll das weiterhin erforderlich sein, wie aus einem neuen Digital Package der EU hervorgeht. Zudem sollen Browser entsprechende Einstellungen dauerhaft speichern können, um wiederholte Anfragen zu vermeiden. Diese Änderungen sollen den Umgang mit Cookies erleichtern und das Surfen im Netz komfortabler machen.
Cookies sind kleine Dateien, die auf dem Gerät des Nutzers gespeichert werden, um Informationen wie Anmeldedaten oder Warenkörbe zu speichern und personalisierte Werbung zu ermöglichen. Datenschützer warnen jedoch vor den Risiken, da Cookies Einblicke in das Nutzerverhalten erlauben.
Kritik von Konzernen und Datenschützern
Internationale Unternehmen wie Meta, Apple, Google und Amazon kritisieren die EU-Vorgaben als zu streng und teilweise widersprüchlich. Auch der US-Präsident Donald Trump warf der EU vor, amerikanische Technologieunternehmen mit zu vielen Regulierungen zu belasten. Neben dem Widerstand aus den USA gibt es auch Bedenken von europäischen Verbraucherschützern.
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Über 120 Verbände, darunter Amnesty International, äußerten in einem offenen Brief ihre Bedenken. Sie warnen vor einem Rückschritt beim Schutz der Bürgerrechte, da die bestehenden Digitalgesetze als Schutzschild gegen digitale Ausbeutung und Überwachung dienen. Trotz der geplanten Vereinfachungen bleibt der Spagat zwischen Datenschutz und Nutzerfreundlichkeit eine Herausforderung für die EU-Kommission.