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Wegen Google

Aus Protest – diese Suchmaschine verzeichnet massiven Zulauf

Person am Laptop
Eine alternative Internet-Suchmaschine wird plötzlich immer beliebter Foto: Getty Images
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Woon-Mo Sung
Redakteur

28. Mai 2026, 14:41 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Bislang galt: Wer im Internet etwas sucht, geht den Weg über Google. Deren Suchmaschine etablierte sich schnell als dominierender Marktführer, um den sich eine umfassende Traffic-Ökonomie im Netz entwickelte. Mit der zunehmenden Verbreitung von künstlicher Intelligenz im Alltag vieler Menschen sieht sich das Unternehmen mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Die jüngst vorgestellten eigenen KI-Neuerungen stoßen allerdings auf reichlich Ablehnung. Davon profitiert aktuell DuckDuckGo.

DuckDuckGo mit vielen neuen Nutzern

Wie „TechCrunch“ berichtet, hat in den USA die Anzahl der App-Installationen für die alternative Suchmaschine innerhalb kurzer Zeit rapide zugenommen. Vom 20. bis 25. Mai stiegen sie insgesamt um 18,1 Prozent, wobei ein Höchstwert von 30,5 Prozent erreicht wurde.

Schaut man nur auf iOS, sind die Zahlen sogar beeindruckender: Im gleichen Zeitraum kam es zu 33 Prozent mehr Downloads, mit einem Höchstwert von 69,9 Prozent. Auch der Traffic auf der Website der Suchmaschine nahm merklich zu, mit einem durchschnittlichen Wachstum von 22,7 Prozent.

Aber warum kommt es ausgerechnet jetzt zu diesem erheblichen Zulauf an neuen Usern zu DuckDuckGo? Die Antwort liegt bei Google.

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Google-Neuerungen schlägt User in die Flucht

Denn erst vor Kurzem ging die Google I/O über die Bühne, die hauseigene Entwicklerkonferenz. Neben vielen Neuerungen stellte das Unternehmen auch KI-gestützte Updates für die Suche vor. Diese sollen unter anderem die Overviews stärker in den Vordergrund rücken und Suchanfragen schneller beantworten. Die klassische Suche mit einer Übersicht an Links steht damit vor dem Aus oder wird zumindest zurückgedrängt.

Viele sehen darin eine Gefahr für das offene Internet und befürchten unter anderem zahlreiche falsche oder ungenaue Antworten. Zudem entsteht der Eindruck, Google würde Nutzern KI-Produkte und -Ergebnisse regelrecht aufzwingen, wie auch DuckDuckGo-CEO Gabriel Weinberg anmerkte.

Bei DuckDuckGo ist es jedoch standardmäßig möglich „privat ohne KI“ zu suchen, wie es auf Suchmaschine direkt heißt. Auch sind von vornherein KI-gestützte Antworten und KI-generierte Bilder deaktiviert oder wurden entfernt.

DuckDuckGo ist keine Datenkrake

DuckDuckGo bietet zwar auch ein eigenes KI-Produkt namens Duck.ai an, das Zugriff auf verschiedene Modelle ermöglicht. Allerdings ist dafür kein Nutzerkonto notwendig. Auch sind alle Chats privat und Gespräche werden innerhalb von 30 Tagen gelöscht. Suchhistorien sammelt man ebenfalls nicht und keine Nutzungsdaten sollen ins KI-Training fließen.

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Fairerweise sei gesagt, dass es auch bei Google Möglichkeiten gibt, die KI-gestützte Suche zu deaktivieren. Ferner gibt es sogar eine regelrechte „Retro“-Version von Google. Laut einem Statement würde der KI-Modus außerdem in der Nutzung kontinuierlich steigen und somit ein Erfolg sein.

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