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Microsoft testet neues KI-Gedächtnis als Recall-Alternative

Microsoft hat die Idee des KI-Gedächtnisses wohl doch noch nicht aufgegeben
Microsoft hat die Idee des KI-Gedächtnisses wohl doch noch nicht aufgegeben Foto: Getty Images

1. November 2026, 12:08 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Mit Recall wollte Microsoft Windows ein Gedächtnis verpassen. Das Konzept sorgte jedoch für erhebliche Kritik. Nun arbeitet das Unternehmen offenbar an einer neuen Variante. „Project Pantheon“ soll ebenfalls persönliche Inhalte sammeln und per KI durchsuchbar machen. Dieses Mal behält der Nutzer aber wohl deutlich mehr Kontrolle.

So funktioniert Context Vault

Wie das Online-Magazin „WindowsLatest“ berichtet, trägt die derzeit getestete Anwendung den Namen „Context Vault“ und basiert auf der Plattform „Context IO“. Nutzer können Websites, Dateien, Texte, Screenshots sowie Audio- und Videoinhalte sichern. Microsoft spricht dabei von „Memories“. Diese Erinnerungen lassen sich in Sammlungen ordnen und anschließend über eine KI durchsuchen.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu Recall. Statt Inhalte automatisch zu erfassen, speichert Context Vault nur das, was Nutzer bewusst hinzufügen. Das dürfte beim Datenschutz für weniger Bedenken sorgen. Gleichzeitig muss man selbst daran denken, wichtige Inhalte abzulegen.

Das KI-Gedächtnis soll direkt in Windows stecken

Damit das möglichst einfach funktioniert, plant Microsoft offenbar eine Integration in den Datei-Explorer, die Zwischenablage, den Teilen-Dialog und „Click to Do“. Interessante Inhalte könnten so mit wenigen Klicks im persönlichen Gedächtnis landen.

Auch interessant: Forscher knackt Microsofts Recall-Funktion und warnt vor Datenleck

Später lassen sich Fragen zu den gespeicherten Informationen stellen oder ganze Sammlungen von der KI zusammenfassen. Spannend ist auch die technische Seite. Die getestete Version benötigte keine NPU. Context Vault könnte damit anders als Recall auch auf klassischen Windows-PCs funktionieren. Noch ist die Anwendung allerdings klar als Experiment erkennbar. Ob daraus tatsächlich eine reguläre Windows-Funktion wird, steht bislang nicht fest.

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