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„Festplattenvollzugriff“

Apple führte strengere Kontrollen für KI-Agenten in macOS ein

MacBook Pro 16 mit M2
Wer KI-Agenten auf dem Mac nutzt, kann ihnen Festplattenvollzugriff erteilen – sollte sich das aber gut überlegen Foto: Getty Images
Adrian Mühlroth
Redakteur

5. Oktober 2026, 15:15 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Immer mehr KI-Agenten können den Computer eigenständig bedienen. Unter macOS ist das durch den sogenannten Festplattenvollzugriff möglich, durch den Programme auf fast alle Daten wie E-Mails, Chats und Browserverlauf zugreifen können. Apple warnt nun davor, dass einige Entwickler diese Funktion in einer Weise verwenden, die ein Risiko für die Nutzer darstellt. Neue Regeln für den Vollzugriff sollen das verhindern.

Was ist Festplattenvollzugriff?

Die Zugriffsart wurde ursprünglich eingeführt, damit Backup-Programme reibungslos Sicherungskopien des gesamten Computers anlegen können. Die Funktion umgeht die üblichen Schutzmechanismen von macOS und erlaubt den Zugriff auf alle Dateien, Mails, Nachrichten, Safari-Daten und sogar Time-Machine-Backups aller Nutzer eines Macs.

Inzwischen nutzen auch Entwickler von KI-Software diese Berechtigung. KI-Agenten sollen autonom Aufgaben für ihre Nutzer erledigen. Sie benötigen dafür tiefen Zugang zu E-Mails, Chats, Kalendern und teils sogar Bankkonten. Darin sieht Apple jedoch ein Problem:

„Einige Entwickler nutzen den Festplattenvollzugriff auf eine Weise, die Nutzer einem Risiko aussetzen könnte, indem sie sämtliche Inhalte auf ihren Systemen offenlegen […], ohne dass die Nutzer das wissen oder verstehen. Für Kommunikations-Apps kann das auch die Privatsphäre der Personen gefährden, mit denen Nutzer kommunizieren.“

Um Nutzer zu schützen, hat Apple deshalb nun Änderungen für den Festplattvollzugriff angekündigt: „Wir möchten sicherstellen, dass Nutzer diese Risiken klar verstehen, bevor sie einen derart weitreichenden Zugriff gewähren.“

Das ändert sich für Mac-Nutzer

Durch die Neuregelung müssen Nutzer dem Festplattenvollzugriff für einzelne Apps explizit zustimmen: „Künftig werden wir zusätzliche Schutzmechanismen einführen, damit Nutzer, die einer App dieses außergewöhnlich weitreichende Zugriffsrecht wirklich erteilen möchten, das nur durch eine sehr eindeutige, bewusste Aktion machen können.“

Wie genau diese verschärften Kontrollen aussehen werden, hat der Konzern nicht beschrieben. Sowohl in macOS 27, das Mitte September erscheinen ist, als auch in der aktuellen Beta von macOS 27.2 sind die Änderungen bislang nicht vorhanden.

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Nutzer können unter dem Pfad „Systemeinstellungen“ > „Datenschutz & Sicherheit“ > „Festplattenvollzugriff“ prüfen, für welche Programme die Option aktiviert ist. Viele Programme mit agentischer KI dürften nach Deaktivierung erneut nach dem Zugriff fragen. Ist der Festplattenvollzugriff entzogen, geht sehr wahrscheinlich ein Großteil der agentischen Fähigkeiten verloren – vor allem, was die Interaktion mit Mails, Chats und Dateien betrifft.

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