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Smartphones reichen oft

Wer braucht heute eigentlich noch einen Laptop?

Braucht man noch einen Laptop, wenn man ein Smartphone hat?
Wenn man ein Smartphone hat – benötigt man dann überhaupt noch einen Laptop? TECHBOOK erörtert das Thema. Foto: Getty Images/MStudioImages
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Laura Pomer
Freie Redakteurin

7. Februar 2026, 16:45 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

„Ich muss nach Hause an den Laptop, eine E-Mail schreiben“ – ein Satz, den man heute wohl nur noch selten hört. Schließlich lassen sich organisatorische Aufgaben längst bequem unterwegs erledigen: E-Mails, Kalender und Online-Banking hat man auf dem Smartphone jederzeit griffbereit; von Messengern und Streaming-Diensten ganz zu schweigen. Umso naheliegender ist die Frage: Wer braucht heute überhaupt noch einen Laptop? TECHBOOK ist ihr nachgegangen.

Warum das Smartphone für viele zentrales Orga-Gerät ist

Für viele Alltagsaufgaben ist das Smartphone inzwischen zum zentralen Gerät geworden. Organisation, Kommunikation, Streaming und Social Media lassen sich damit nahezu vollständig abdecken. Für unzählige Dienste verweisen Anbieter längst auf Apps, die speziell für Smartphones (oder Tablets) verfügbar sind. Die Ergebnisse einer Umfrage* bestätigen diesen Trend: Demnach nutzen 66 Prozent der US-Erwachsenen ihr Smartphone vor allem für organisatorische Aufgaben wie Kalender-Updates, To-do-Listen oder Notizen – und damit häufiger als Laptops.

Dem Laptop hat das Smartphone in puncto Mobilität einiges voraus. Dank seiner kompakten Größe haben die meisten Nutzer es nahezu immer dabei, zudem ist es durch die Mobilfunkverbindung permanent online – ein klarer Vorteil gegenüber vielen Laptops. Moderne Smartphones bieten darüber hinaus eine hohe Leistungsfähigkeit, die für zahlreiche Alltagsaufgaben in der Regel völlig ausreichend ist. Und wenn es doch mehr Platz braucht, etwa einen größeren Bildschirm, gibt es dafür inzwischen technische Lösungen: Kompatible Smartphones lassen sich per Kabel oder Dock an Monitor, Tastatur und Maus anschließen. Auf dem Bildschirm erscheint dann eine PC-ähnliche Benutzeroberfläche mit Fenstern, Taskleiste und Multitasking-Funktionen.

Braucht man überhaupt noch einen Laptop?

Für einige Nutzer scheint der Laptop tatsächlich zu einem Spezialgerät geworden zu sein. So berichtet etwa ein Reddit-User, seinen Windows-Laptop eigentlich nur noch für die RAW-Bearbeitung von Fotos zu nutzen – also die Optimierung von Foto-„Rohmaterial“ direkt vom Kamerasensor. Doch selbst diese Tätigkeit wird seltener, da viele Bilder heutzutage direkt auf dem Smartphone entstehen.

Der Rest der Diskussion spricht allerdings zusammenfassend eine etwas andere Sprache. Die Mehrheit der Teilnehmenden erklärt, für produktive Aufgaben nach wie vor den Laptop zu bevorzugen. Zumal viele arbeitsbezogene Softwareprogramme entweder zu hardwareintensiv sind oder mit mobilen Geräten nicht kompatibel.

Es scheint also eine klare Verteilung zu geben – und diese spiegelt sich auch in Zahlen wider. Laut der oben erwähnten Umfrage nutzen die meisten Erwachsenen in den USA ihre Laptops vor allem für produktive Aufgaben wie das Erstellen und Lesen von Dokumenten (52 Prozent), für kreative Arbeiten (33 Prozent) sowie für Streaming (35 Prozent). Smartphones kommen hingegen vor allem für schnelle organisatorische Tätigkeiten wie Kalenderpflege, To-do-Listen und Messaging zum Einsatz. Zunehmend werden sie aber auch für längere Aktivitäten wie Gaming genutzt.

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Daten für Deutschland – wenn auch nicht ganz aktuell – zeigen laut Statista ein ähnliches Bild. Smartphones sind in den vergangenen Jahren allgegenwärtig geworden, während Laptops relevant bleiben. Desktop-PCs und Tablets verlieren dagegen an Bedeutung. Die Verkaufszahlen unterstreichen diesen Trend: 2020 wurden rund 4,9 Millionen Laptops verkauft, aber nur 1,1 Millionen Desktop-PCs. Mit rund 22 Millionen verkauften Geräten bleibt der Smartphone-Markt weiterhin deutlich größer.

Laura Pomer
Freie Redakteurin

Ich könnte niemals ohne meinen Laptop!

„Wer braucht heutzutage noch einen Laptop? Ich! Und zwar explizit auch für die simplen Dinge, für die die meisten Menschen heute ihr Smartphone nutzen. E-Mails auf dem Handy zu tippen – klar, das geht. Aber ich vermisse dabei die Übersicht. Für offizielle Korrespondenz oder generell Tätigkeiten, die meine volle Aufmerksamkeit erfordern, setze ich mich allemal vor meinen Laptop. Nicht zuletzt, weil ich es schlicht bequemer finde.

Es ist zudem wissenschaftlich erwiesen, dass übermäßige Smartphone-Nutzung zu schmerzhaften Beschwerden wie ‚Handydaumen‘ oder Sehnenscheidenentzündungen führen kann. Selbst Messenger nutze ich nach Möglichkeit lieber am Laptop. Wahrscheinlich hängt diese Vorliebe auch damit zusammen, dass ich beruflich viel schreibe und tippe. Tatsächlich würde ich mit meinem Smartphone am liebsten noch weniger erledigen als unbedingt nötig – viele Menschen schauen ohnehin permanent aufs Handy. Das dürfte meiner Meinung nach insgesamt weniger sein.“

Fazit

Smartphones können heute einen Großteil der alltäglichen Aufgaben abdecken. E-Mails checken, über Messenger kommunizieren, Termine verwalten, To-do-Listen erstellen, streamen oder in sozialen Medien aktiv sein – all das lässt sich bequem unterwegs erledigen.

Wirklich benötigt werden Laptops heutzutage vor allem von Schülern und Studenten sowie von Personen und Berufsgruppen, die regelmäßig längere Texte schreiben, Dokumente bearbeiten oder Online-Kurse absolvieren. Hier punkten größere Displays, komfortables Multitasking und oft auch längere Akkulaufzeiten. Ob Tabellen, Präsentationen, E-Mails, komplexe Projekte oder Videobearbeitung – dafür ist der Laptop die richtige Wahl. Smartphones stoßen bei professioneller Software hingegen an ihre Grenzen. Auch Power-User, die mehrere Programme parallel nutzen, externe Geräte anschließen oder leistungsintensive Anwendungen ausführen, sitzen im Zweifel weiterhin am Laptop.

* Die Technik‑Plattform CNET hatte diese Umfrage beim Markt‑ und Meinungsforschungsinstitut YouGov in Auftrag gegeben. Befragt wurden online 2601 Erwachsene in den USA, davon 2145 mit Laptop. Die Ergebnisse wurden repräsentativ für alle US‑Erwachsenen ab 18 Jahren gewichtet.

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