15. Dezember 2025, 8:23 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Der elektronische Streichelzoo im ZKM Karlsruhe bietet Kindern künstliche Tiere, sogenannte „Booboos“, die mit KI-Chatbots verwandt sind und Persönlichkeit simulieren. Die Ausstellung zielt darauf ab, die Interaktion von Kindern mit künstlichen Wesen zu erforschen und aufzuklären.
In Karlsruhe erwartet die Besucher ein ungewöhnlicher Streichelzoo, in dem die Tiere nicht lebendig sind, sondern ihre Lebendigkeit nur simulieren. Dieses Projekt des Zentrums für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM) richtet sich hauptsächlich an junge Gäste. Die sogenannten „Booboos“ sind kugelförmige Gebilde mit Kunstfell und Knopfaugen, die den Anschein von Lebewesen erwecken. Jedes der zehn „Booboos“ hat einen eigenen Namen und eine Hintergrundgeschichte, die ihm eine individuelle Persönlichkeit verleiht.
Künstliche Haustiere mit Persönlichkeit
Ein Beispiel ist Milli, die eine Mütze trägt, die an einen Pandabären erinnert. Sie ist die Expertin für das Innenleben der „Booboos“ und hilft bei technischen Problemen. Coco hingegen, mit einem Rentiergeweih ausgestattet, verteilt gerne Geschenke. Diese kreativen Details zeigen die Sorgfalt, mit der die Macher arbeiten. Der Streichelzoo dient nicht nur als Kinderattraktion, sondern untersucht auch, wie junge Menschen auf künstliche Wesen reagieren.
Die „Booboos“ sind so konzipiert, dass sie durch Bewegungen und Laute den Eindruck erwecken, lebendig zu sein. Sie reagieren auf Berührungen und schmiegen sich an die Besucher. Diese Illusion von Lebendigkeit wird durch den Einsatz von Technologien wie Servomotoren und Lautsprechern erreicht.
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Technik hinter den künstlichen Tieren
Im Inneren der „Booboos“ befindet sich ein Roboter aus chinesischer Produktion. Sie bestehen aus Kopf- und Körpersegmenten, die von einem Kunstfell bedeckt sind. Servomotoren sorgen für die Bewegungen, während Lautsprecher die typischen Laute erzeugen. Die Ausstellung zeigt den Kindern auch, was sich unter dem niedlichen Äußeren verbirgt.
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Ein Ziel der Ausstellung ist die Aufklärung. Die nächste Generation wird mit künstlicher Intelligenz aufwachsen, daher ist es wichtig, über die Grenzen zwischen Mensch und Maschine aufzuklären. Dies ist besonders relevant, da KI auch in der Spielzeugindustrie an Bedeutung gewinnt.
Besuchszeiten und Teilnahme
Die Ausstellung ist bis August 2026 geöffnet und kann kostenlos besucht werden. Die Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Freitag zwischen 14 und 18 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 18 Uhr. Besucher können jeweils eine halbe Stunde mit den „Booboos“ interagieren. Obwohl der Streichelzoo vor allem für Vorschulkinder gedacht ist, sind auch ältere Kinder und Erwachsene willkommen.