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Mehr Ruhe vom Smartphone

Was steckt hinter der neuen Urlaubsfunktion von WhatsApp?

Der neue Urlaubsmodus von WhatsApp verspricht mehr Ruhe vor eingehenden Nachrichten
Bei Whatsapp kann man nun Nachrichten verschwinden lassenFoto: dpa picture alliance

Besonders im Urlaub kann es nerven, wenn das Handy andauernd piept und vibriert, weil im Minutentakt neue WhatsApp-Nachrichten ankommen. Der Messenger arbeitet derzeit offenbar an einer Art „Ferienmodus“, der in der Freizeit für Ruhe sorgt.

WhatsApp entwickelt Urlaubsmodus weiter

Der gut informierte Blog „Wabetainfo“ hat herausgefunden, dass WhatsApp wieder an dem Urlaubsmodus arbeitet. Bereits vor zwei Jahren gab es erste Hinweise auf die praktische Funktion, die Chats stumm schaltet, damit sie im Urlaub nicht stören. Normalerweise zeigt WhatsApp neue Nachrichten auch dann an, wenn ein Chat archiviert wurde. Mit dem Urlaubsmodus, den WhatsApp nun in der Beta-Phase testet, passiert das nicht mehr automatisch. Stattdessen bleiben archivierte Chats auch dann verdeckt, wenn neue Nachrichten eintreffen. Im Gegensatz zur früheren Version des Urlaubsmodus, müssen Nutzer archivierte Chats nicht mehr stummschalten, um keine Nachrichten mehr zu bekommen.

WhatsApp testet Urlaubsfunktion
Über der Chat-Liste erscheint ein Banner mit dem Namen „Archived“ | Foto: Wabetainfo

Er soll es Nutzern ermöglichen, einzelne Chats oder Gruppen – etwa Arbeitsgruppen – während des Urlaubs zu archivieren. Was unterscheidet ihn damit konkret vom normalen Stummschalten? In der Chat-Übersicht für neue Nachrichten wird etwa ein Gruppenchat, bei dem der Urlaubsmodus eingeschaltet ist, gar nicht mehr nicht angezeigt. Der Nutzer wird also nicht mehr über neue Nachrichten informiert, auch nicht mit Push-Nachrichten im Sperrbildschirm.

WhatsApp testet Urlaubsfunktion
WhatsApp weist darauf hin, dass archivierte Chats im Urlaubsmodus automatisch stumm geschaltet sind | Foto: Wabetainfo

Immer mehr Möglichkeiten, auf Ruhe zu schalten

Das WhatsApp sich mehr um die Ruhe der Nutzer und um Auszeiten vom Smartphone kümmert, klingt zunächst befremdlich – der Messenger liegt damit aber voll im Trend! Googles aktuelles Betriebssystem Android 11 hat eine Funktion, die Nutzungszeit von Apps zu verfolgen und einzuschränken. Ist die eingestellte Zeit vorbei, kann man nur noch per Passwortsperre auf die App zugreifen. Außerdem gibt es mehr Möglichkeiten, auftauchende Nachrichten zu regulieren. Einige Hersteller wie OnePlus gehen sogar noch einen Schritt weiter. Nutzer können mit dem Zen-Modus das Smartphone für einen bestimmten Zeitraum komplett ausschalten. Auch Apple hat in iOS 12 eine Funktion namens „Bildschirmzeit“ integriert, die anzeigt, wie lange man das Smartphone und einzelne Apps genutzt hat. Nutzer können so leichter ihren Smartphone-Konsum steuern und etwa Auszeiten vom Smartphone einstellen.