Vergleich von Stiftung Warentest

Mit diesen Anbietern telefonieren Sie außerhalb der EU am günstigsten

Telefonieren im Urlaub
Teure Plauderei am Pool: In Ägypten etwa, hat «Finanztest» je nach Anbieter und Tarif, in der Spitze Minutenpreise von mehr als 4 Euro ermittelt
Foto: Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn

Extragebühren fürs mobile Telefonieren im EU-Ausland sind schon lange Geschichte. Ab sofort werden auch die Kosten für Gespräche von daheim in die Netze anderer EU-Länder gedeckelt. Außerhalb der EU bleibt das Smartphone aber oft ein Kostenrisiko.

Wer beispielsweise Urlaub in Indonesien macht, zahlt je nach Anbieter und Tarif bis zu 6,70 Euro (Vodafone) pro Gesprächsminute. Und das Verschicken eines ein Megabyte großen Fotos kann in den USA mehr als 26 Euro kosten, wie die Stiftung Warentest in einem Vergleich erhoben hat („Finanztest“ 6/19). Insgesamt wurden 22 Anbieter miteinander verglichen.

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Die günstigsten Anbieter wie Aldi Talk, Blau, Nettokom und 1&1 verlangen für dieses Gespräch und diese Datennutzung in den gleichen Ländern nur jeweils knapp 1 Euro. Kunden von Lidl Connect (Vodafone) zahlen für ein abgehendes Gespräch aus den USA pro Minute 2,29 Euro und damit das meiste Geld.

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Vor allem die mobile Datennutzung bezeichnet die Stiftung Warentest als teilweise haarsträubend. Denn bei einigen Anbietern werden in Ländern wie Ägypten oder Australien schnell über 30 Euro pro Megabyte Daten fällig – zum Vergleich: Wer ein Foto versendet benötigt bis zu drei Megabyte Datenvolumen.

Telefonieren und Datennutzung im Ausland nur im WLAN

Auch wenn die Preise für eingehende Anrufe international unter denen für ausgehende Gespräche liegt, raten die Experten davon ab, sich auf Reisen außerhalb der EU häufig anrufen zu lassen. Besser sucht man sich ein WLAN und telefoniert über eine Messenger-App. Das sei auch eine gute Lösung für Prepaid-Kunden, für die Roaming in bestimmten Ländern nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist.

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Wichtig ist es den Angaben nach zudem, unmittelbar vor der Reise die Mailbox abzuschalten, weil dort eingehende Anrufe Kosten verursachen. Im gleichen Zug gelte es, sich vor der Reise bei seinem Anbieter über die Bedingungen im Zielland zu informieren – insbesondere wenn man sein Smartphone stark nutzen möchte. Die Tarif-Info-SMS, die man nach der Landung oder beim Überqueren der Grenze erhält, reiche nicht.

Das Smartphone als Offline-Navi benutzen

Beim Thema mobile Datennutzung raten die Experten schon daheim im WLAN den Smartphone-Speicher mit allem zu füllen, was man unterwegs benötigt – also etwa Offlinekarten, Musik, Videos, Serien oder Filme. Wer für längere Zeit auf Reisen ist und nicht auf Daten, Telefonie und SMS verzichten möchte, sollte über eine Extrakarte fürs Ausland nachdenken. Diese lassen sich vorab bei Anbietern wie Travelsim oder Holidayphone erwerben.

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