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Kratzfestes Saphirglas

iPhone 13 soll durch spezielles Glas besonders robust sein

Apple iPhone 12
2021 bekommt das iPhone 12 einen Nachfolger – das iPhone 13Foto: Getty Image

Nach dem iPhone ist vor dem iPhone. Im September 2021 wird Apple wieder ein neues Modell auf den Markt bringen – vermutlich trägt das Gerät den Namen iPhone 13. Es gibt sogar schon erste Hinweise darauf, wie es ausgestattet sein könnte. TECHBOOK fasst die Gerüchte rund um das iPhone 13 zusammen.

Bei den vergangenen Generationen hat Apple auf ein S-Modell verzichtet und die Benennung der Modelle in nummerischer Reihenfolge fortgesetzt. Auf das iPhone 11 folgte so das iPhone 12. Es scheint also wahrscheinlich, dass uns 2021 kein iPhone 12s, sondern eher ein iPhone 13 erwartet. Möglicherweise benennt Apple sein neues iPhone auch vollkommen anders, gilt die Zahl 13 doch in vielen Kulturen als Unglückszahl.

Wie auch immer das kommende iPhone heißen wird, einige Details zur möglichen Ausstattung kennen wir bereits. Die folgenden Angaben sind zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht bestätigt, sollten daher mit etwas Vorsicht genossen werden.

2020 brachte Apple mit dem neuen iPhone SE (hier im Test) und den vier Modellen der iPhone-12-Reihe gleich fünf neue Smartphones auf den Markt. Ganz so viele werden es im kommenden Jahr wohl nicht sein. Wir rechnen aber damit, dass Apple die Aufteilung seiner großen Smartphone-Reihe weitestgehend beibehalten wird – sofern sie bei Käufern ankommt und entsprechenden Absatz findet. Das bedeutet, dass wir im September 2021 wohl ein iPhone 13, ein 13 Mini, 13 Pro und 13 Pro Max erwarten können.

Aktuelle Gerüchte

Noch ist es etwa ein Dreiviertel Jahr hin, bis wir die neue iPhone-13-Reihe live erleben können. Dementsprechend neugierig sind wir auch auf das, was jetzt schon über die neue Generation bekannt ist. Optisch wird Apple wohl der Linie des iPhone 12 treu bleiben. Auch die 2021er iPhone-Generation ist somit wohl wieder etwas kantiger. Doch eine optische Änderung soll es dennoch geben, und die dürfte vielen Nutzern gefallen. Apple verkleinert wohl endlich die doch sehr breite Notch im Display. Während Android-Hersteller mittlerweile mit sehr kleinen Notch-Formen arbeiten oder sogar ganz auf die Kerbe verzichten, ist sie bei den vergangenen iPhone-Generationen nahezu unverändert auffällig und groß geblieben. Möglich soll die kleinere Notch durch ein optimiertes Kamera-System der True-Depth-Frontkamera sein. Um wie viel die Notch beim iPhone 13 allerdings schrumpft, bleibt abzuwarten.

Eine weitere, wenn auch kaum sichtbare, bauliche Veränderung betrifft die Dicke und die Stabilität der kommenden iPhones. Die japanische Webseite „Mac Otakara“ schreibt beispielsweise, dass das iPhone 0,26 Millimeter dicker ist als das iPhone 12. Der Zuwachs könnte zum einen auf eine größere Batterie mit mehr Kapazität hindeuten. Womöglich ist aber auch zusätzliche Technik für neue Funktionen Schuld an der höheren Dicke.

Mac Otakara schreibt ebenfalls, dass Apple künftig nicht nur die Kameralinsen, sondern die gesamte Kameraabdeckung mit Saphirglas schützen möchte. Das soll sie deutlich robuster machen. Saphirglas gilt aufgrund seines hohen Härtegrades als deutlich resistenter als normales Glas. Apple verwendet es bereits im iPhone 6 und späteren Generationen sowie bei seiner Apple Watch. Einige Tester fanden allerdings heraus, dass das von Apple verarbeitete Saphirglas nicht ganz die angepriesenen Härteeigenschaften erfüllt, was offenbar auf Verunreinigungen im Glas zurückzuführen war. Bleibt zu hoffen, dass Apple im iPhone 13 Saphirglas aus Aluminium und Oxid in den entsprechenden Verhältnissen verwendet und auf Zusätze wie Kohlenstoff verzichtet.

Alle bisherigen Infos zum iPhone 13

Design

Apple verändert das Design seiner iPhones in der Regel selten. Da das iPhone 12 erst einen neuen Look eingeführt hat, ist es unwahrscheinlich, dass Apple das Design beim iPhone 13 erneut stark verändert. Einige kleine, gezielte Veränderungen im Aussehen – beispielsweise bei der Kamera-Anordnung – wären zwar möglich. Im Großen und Ganzen wird der Look der neuen Modelle dem der derzeitigen Generation aber wohl recht ähnlich sein.

Display

Anders aber wohl beim Display, wo wir mehr Neuerungen erwarten. Trotz einiger Vermutungen im Vorfeld mussten Apple-Nutzer beim iPhone 12 auf ein ProMotion-Display und 120 Hz verzichten. Es blieb bei einer Bildwiederholungsrate von maximal 60 Hz. Beim iPhone 13 soll sich das ändern. Apple bringt wohl endlich die vom iPad Pro bekannte Display-Technologie in seine Smartphone-Reihe. Somit wäre mit dem iPhone 13 dann eine variable Bildrate möglich – bei herkömmlichen Anwendungen würden Nutzer mit einer niedrigeren Bildwiederholung arbeiten, beim Gaming könnte das iPhone 13 auf bis zu 120 Hz hochschrauben, um Darstellungen besonders flüssig wiederzugeben.

Bei zwei Modellen der iPhone-13-Reihe setzt Apple einem Bericht von „The Elec“ zufolge (via 9to5Mac) auf LTPO-Displays vom Hersteller LG. Derartige Panels verwendet Apple bereits in seiner Watch Series 5 und 6. LTPO-Displays (kurz für Low-Temperature Polycrystalline Oxide) bieten viele Vorteile von OLED-Panels, sind aber günstiger in der Fertigung und lassen sich auch bei kleineren Formaten nutzen. Sie punkten mit einem stromsparenden Betrieb sowie einer hohen Pixeldichte und ermöglichen den Always-on-Betrieb – die ideale Voraussetzung für dauerhaft aktive Anzeigen und die ProMotion-Technologie.

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Sensoren

Ein anderer Aspekt des Displays ist die Notch. In den bisherigen Generationen ist sie ziemlich prominent – Apple liegt hier hinter der Android-Konkurrenz zurück, die mittlerweile sogar ganz ohne Notch auskommt. Viele Nutzer hoffen daher, dass Apple die Kerbe im oberen Displayrand beim iPhone 13 verkleinert. Möglich wäre dies durchaus, aktuelle Sensortechnik macht es möglich. Noch mehr Platz könnte Apple durch die Rückkehr auf Touch ID sparen. Die Android-Hersteller nutzen mittlerweile einen Fingerabdrucksensor unterm Display, eine diskrete wie auch praktische Lösung. Entscheidet sich womöglich auch Apple zu diesem Schritt? In einer jüngsten Umfrage zur Nutzerzufriedenheit erkundigte sich der Hersteller immerhin bei seinen Anwendern, wie zufrieden sie mit Face ID sind und ob sie womöglich Touch ID bevorzugen – dies könnte durchaus als Hinweis auf einen möglichen Umstieg verstanden werden.

Prozessor

Ein neues iPhone läutet auch immer eine neue Prozessor-Generation ein. Im iPhone 13 erwarten wir somit den Apple A15 Bionic. Er wird vermutlich in einer etwas fortschrittlicheren Version des 5-Nanometer-Verfahrens gefertigt und ist damit nicht nur stromsparend, er verspricht auch etwas mehr Leistung als der A14 Bionic. Einem Bericht zufolge handelt es sich dabei um das N5P-Verfahren bzw. 5nm+-Verfahren von TSMC.

Nachdem bereits die 2020er iPhone 5G unterstützen, funkt auch das iPhone 13 ziemlich sicher über den neuen Mobilfunkstandard. Einschränkungen in der Geschwindigkeit, wie sie aktuelle Kunden zum Teil haben, wird Apple hoffentlich nicht mehr machen.

Verbindungen

Neben 5G soll das neue iPhone auch eine neue WLAN-Technologie unterstützen. Laut einiger Analysten der bekannten Analysefirma Barclays (via MacRumors) funkt das iPhone 13 über Wifi 6E. Der Standard wurde Ende 2020 erst in den USA verabschiedet und kommt beispielsweise auch im Samsung Galaxy S21 Ultra zum Einsatz.

Wifi 6E ist eine Weiterentwicklung von Wifi 6, das erst allmählich in Deutschland Einzug hält – auch und vor allem wegen neuer Router, die den Standard unterstützen. Wifi 6E bietet die Funktionen und Fähigkeiten von Wifi 6, einschließlich höherer Leistung, geringerer Latenz und schnellerer Datenraten, erweitert auf das 6-GHz-Band. Das zusätzliche Spektrum bietet viel mehr Freiraum als das vorhandene 2,4-GHz- und 5-GHz-WLAN, was zu einer erhöhten Bandbreite und weniger Interferenzen für Geräte führt, die den Standard unterstützen.

Sowohl das iPhone 11 als auch das iPhone 12 und das iPhone SE (2020) unterstützen bereits die Standardversion von Wifi 6, allerdings ohne 6 GHz. Mit dem Wechsel auf das neue Frequenzband würden sich für das iPhone 13 vollkommen neue Möglichkeiten im Bereich des schnellen Internets ergeben. „Dieses Spektrum wird in Verbindung mit WLAN neue Kundenerlebnisse auf Smartphones, AR / VR-Geräten und Wearables ermöglichen, die wir noch nicht einmal erfunden haben,“ so Vijay Nagarajan, Executive bei Chiphersteller Broadcom, bereits im Januar.

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Kamera

Zur Kamera des iPhone 13 ist bislang nur wenig bekannt. Analyst Ming-Chi Kuo geht davon aus, dass Apple vor allem die Ultra-Weitwinkelkameras der beiden Top-Modelle weiter verbessert. Hier setzt Apple wohl auf eine lichtstarke f/1.8-Blende (statt f/2.4), sechs Linsenelementen sowie auf einen fixen Fokus.

Streicht Apple weiteres Zubehör?

Eine nicht ganz so erfreuliche Ankündigung dreht sich um das Zubehör. Beim iPhone 12 hat Apple bereits auf ein Netzteil verzichtet. Nun gibt es Hinweise darauf, nach denen das Unternehmen den Lieferumfang beim iPhone 13 noch weiter reduziert und auch das Lightning-Kabel streicht. Für Nutzer würde das bedeuten, dass sie sich nicht nur das Netzteil, sondern auch das Lightning-auf-USB-C-Kabel selbst kaufen müssten, sofern sie ihr altes Zubehör nicht mehr haben oder es zusammen mit ihrem alten iPhone womöglich verkaufen. Die Kosten dafür sind nicht ohne. Für das Original-Kabel verlangt Apple selbst 24,35 Euro (1 Meter) bzw. 38 Euro (2 Meter).

Verfügbarkeit und Preise

Das iPhone 12 kam 2020 nicht wie gewohnt im September auf den Markt, sondern – je nach Modell – aufgrund von Corona erst im Oktober bzw. November. Trotz dieser Verzögerung möchte Apple 2021 aber den gewohnten Rhythmus beibehalten und das iPhone 13 auf einer Keynote im September präsentieren. Somit verringert sich der Zyklus für das iPhone 12 um ein bis zwei Monate.

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