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Sieht es so aus?

Was uns das Apple-Event über das iPhone 12 verrät

Apple A14 Bionic
Im Vorfeld wurde bereits spekuliert, ob Apple seinen neuen iPhone-Chip bereits mit dem neuen iPad Air vorstellen könnteFoto: Apple / Screenshot

Als Apple im September 2019 das iPhone 11 vorgestellt hat, waren einige Nutzer vielleicht enttäuscht. Denn wirklich große Neuerungen fehlen den aktuellen Modellen. Umso mehr sind die Apple-Fans nun auf das kommende iPhone gespannt, das Apple in diesem Jahr zeigen wird. TECHBOOK verrät schon jetzt, was uns beim iPhone 12 erwartet.

Ein neues iPhone wird es diesen September wohl nicht mehr geben, beim Apple Event am 15. September wurden nur neue iPads und Apple Watches präsentiert. Doch das iPad Air kommt mit einer Neuerung, die uns bereits einiges über das iPhone 12 verrät.

Die Nachfolger der aktuellen iPhone-11-Familie sollen insgesamt vier Geräte umfassen – das iPhone 12 mit 5,4 Zoll großem Display, das jeweils 6,1 Zoll große iPhone 12 Max und iPhone 12 Pro sowie das 6,7 Zoll große iPhone 12 Pro Max. Welche Neuerungen Apple-Fans bei den Geräten noch erwartet, fassen wir hier zusammen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Aktuelle Informationen
  2. Display und Design
  3. Technische Ausstattung
  4. Kamera
  5. iOS 14
  6. Preise und Verfügbarkeit

Apple stellt den neuen iPhone-Prozessor vor

Ungewöhnlich für Apple, aber eine gute Vorschau auf das iPhone 12: Auf dem gestrigen September-Event hat das Unternehmen das neue iPad Air (4. Generation) vorgestellt – mit dem neuen A14-Bionic-Chipsatz. Der gleiche Prozessor also, den auch das iPhone 12 bekommen soll. Normalerweise stellt Apple neue Chip-Generationen mit neuen iPhones vor. So gibt uns das gestrige Event einen besonderen Einblick in die Leistung des iPhone 12.

Apple-A-Chips Fertigungsprozesse
Apple A14 ist der erste massenproduzierte Chip, der mit 5-Nanometer-Technologie gefertigt wird | Foto: Apple / ScreenshotFoto: Apple / Screenshot

Moderater Anstieg bei Prozessorleistung…

Der A14 Bionic ist der erste Chip, der mit dem 5-Nanometer-Prozess gefertigt wird. Je kleiner der Prozess, desto effizienter der Chip, so wird der A14 trotz höherer Leistung weniger Strom verbrauchen als der A13 aus dem iPhone 11. Da der A14 jedoch mit dem neuen iPad Air vorgestellt wurde, hat Apple die Leistung des Chips mit der vorherigen iPad-Generation verglichen. Dort kam jedoch der A12 Bionic und nicht der A13 Bionic aus dem iPhone 11 zum Einsatz. Der Leistungszuwachs von 40 Prozent, den Apple für den A14 angibt, gilt also im Vergleich mit dem A12. Die Chip-Experten noch Anandtech haben jedoch kurz nachgerechnet. Der A13 hat 20 Prozent mehr Leistung als der A12. Sofern Apples Angaben zur Berechnung der Leistung über die Chip-Generationen konsistent sind, ergibt das einen Zuwachs von knapp 16 Prozent vom A13 zum A14.

Der Aufbau des Prozessor bleibt mit 6 Kernen (Cores), die sich aus 2 Leistungs-Cores und 4 energiesparenden Cores zusammensetzen, gleich.

Apple A14 CPU
Die CPU (Prozessor) im A14 ist wieder in 2 Leistungs-Cores und 4 energieeffiziente Cores unterteilt | Foto: Apple / ScreenshotFoto: Apple / Screenshot

… und Grafik

Die gleiche Berechnung lässt sich für die Grafikleistung anstellen. Apple gibt 30 Prozent Zuwachs gegenüber dem A12 an. Daraus ergeben sich nur etwa 8,3 Prozent Zuwachs gegenüber dem A13. Auch bei der Grafikeinheit bleibt das Aufbau mit 4 Cores der gleiche wie im A12 und A13.

Neural Engine mit deutlich mehr Leistung

Die Neural Engine auf dem A14 Bionic ist ein separater Prozessor, der sehr viele kleinere Berechnungen gleichzeitig ausführen kann. Sie kommt zum Beispiel für Face ID und Machine Learning (Maschinenlernen) zum Einsatz und hilft dem Prozessor und der Grafikeinheit bei Dingen wie der Fotoverarbeitung. Im Zusammenspiel mit Prozessor und Grafikeinheit wird laut Apple auf dem iPhone „Bilderkennung, natürliches Sprachenlernen, Bewegungsanalysierung und mehr“ möglich.

Apple A14 Neural Engine
Die neue Neural Engine im A14 hat 16 Rechenkerne | Foto: Apple / ScreenshotFoto: Apple / Screenshot

Im A14 hat die Neural Engine einen großen Sprung gemacht und verfügt jetzt über 16 Rechenkerne mit bis zu 11 TOPs (Tera Operations per Second – entspricht einer Billion Berechnungen pro Sekunde). Das ist mehr als doppelt so viel wie die 5 TOPs im A12 und 83 Prozent mehr als die 6 TOPs im A13.

Ungewöhnlich kleiner Sprung nach vorne

Obwohl der A14 mit 5 Nanometern gefertigt wird und über erstaunliche 11,8 Milliarden Transistoren verfügt – 38 Prozent mehr als die 8,5 Milliarden im A13 – ist der Leistungszuwachs insgesamt relativ gering. Nur 16 Prozent beim Prozessor und 8,3 Prozent bei der Grafik klingen recht wenig, gemessen an den riesigen Sprüngen, die die 12. und die 13. Generation von Apples Chips erreicht haben.

Es ist möglich, dass Apple sich mehr auf Energieeffizienz und anhaltende Leistung konzentrieren will. In den letzten Generationen wurde kritisiert, dass die Chips eigentlich zu stark für das eingeschränkte Kühlvolumen in iPhone und iPad sind. So können sie zwar eine sehr hohe Leistung erreichen, aber nur für kurze Zeit – danach muss runtergekühlt werden, damit kein Schaden durch Überhitzung entsteht. Welchen Weg Apple mit dem A14 einschlagen will, hat uns das September Event letztlich nicht verraten. Dafür müssen wir bis zur Vorstellung des iPhone 12 warten.

Weitere Gerüchte zum iPhone 12

Display und Design

Auch wenn wir beim iPhone 12 mehr Neuerungen erwarten als wir sie beim iPhone 11 gesehen haben, optisch werden sich die Smartphones vermutlich nur unwesentlich verändern. Apple wird wohl wieder mit der klassischen, breiten Notch arbeiten. Denn in dieser muss der Hersteller immerhin einige Sensoren unterbringen. Neben der eigentlichen Frontkamera stecken hier unter anderem auch der Lichtsensor, der Näherungssensor und der Sensor für Face ID.

Die Anordnung der rückseitigen Kamera hat der Hersteller mit dem iPhone 11 verändert. Das quadratische Design der Kamera spaltet die Gemüter, nicht jeder kann sich mit ihr anfreunden. Üblicherweise behält Apple ein neues Design aber erst einmal eine Weile bei, sodass wir das dominante Kamera-Design mit Sicherheit auch beim iPhone 2020 sehen werden.

Wie das iPhone 12 am Ende aussehen könnte, zeigen Renderbilder, die auf Grundlage der derzeitigen Berichte entstanden sind. Geschaffen wurden sie vom Svetapple-Fanblog aus Schweden.

Renderbild des iPhone 12
Renderbild des iPhone 12 und die bislang vermutetet Ausstattung des Gerätes
Foto: svetapple.skFoto: svetapple.sk

Mehr Hertz und Zoll beim iPhone 12

Laut dem bekannten Analysten Ming-Chi Kuo gibt es bei Apple neuen iPhones Änderungen beim Display. Beim Generationenwechsel vom iPhone XR und iPhone XS (Max) hin zum iPhone 11 und iPhone 11 Pro (Max) hat Apple die Diagonale beibehalten. Die beiden günstigeren LCD-Modelle haben jeweils einen 6,1 Zoll großen Bildschirm, die OLED-Versionen sind 5,8 Zoll bzw. 6,5 Zoll groß. Bei den 2020er Modellen setzt Apple laut Kuo auf eine Displaydiagonale von 5,4 Zoll, 6,1 Zoll und 6,7 Zoll. Und nicht nur das: Von der LCD-Technologie hat sich Apple wohl verabschiedet. Stattdessen sollen alle vier neuen iPhone 12 ein OLED-Display besitzen.

Zudem wird Apple in den neuen iPhones offenbar ein ProMotion-Display mit einer Bildwiederholungsrate von 120 Hz einbauen. Erfahrungen mit solchen Screens hat der Hersteller bereits. Immerhin ist das 2017er iPad Pro mit der Funktion „ProMotion“ in der Lage, die Bildwiederholungsfrequenz von standardmäßig 60 Hz auf 120 Hz zu verdoppeln. Durch die höhere Bildwiederholfrequenz werden Bewegungen auf dem Bildschirm (etwa Scrollen, Animationen und Spiele) flüssiger dargestellt. Gegenüber dem bisherigen 60-Hertz-iPhone-Panel wirkt das Smartphone dadurch bei der Bedienung schneller. Mit der flüssigeren Wiedergabe könnte Apple aber auch Gamer ansprechen. Mit Apple Arcade hat der Hersteller 2019 bereits eine Gaming-Plattform vorgestellt, mit der Nutzer für 4,99 Euro im Monat eine Spiele-Flat erhalten.

Allerdings sollen nur das iPhone 12 Pro und das iPhone 12 Pro Max dieses 120-Hz-Display erhalten. Das iPhone 12 sowie das iPhone 12 Max stattet Apple hingegen mit einem 60-Hz-Display aus.

Die 120-Herzt-Funktion wird in einem Video des erfahrenen Leakers Jon Prosser bestätigt. Dort sind eine Hands-On-Aufnahme mit einem vermeintlichen PVT-Modell (Product Validation Testing) des iPhone 12 sowie eine Reihe von Screenshots zu sehen. Anscheinend kann in den Einstellungen zwischen „High Refresh Rate“ (120 Hz) und „Adaptive Refresh Rate“ gewechselt werden. Ersteres hält die Wiederholrate permanent auf 120 Hertz, während die adaptive Option in bestimmten Situationen, wie etwa bei einem Standbild, auf 60 Herzt wechselt, um Akku zu sparen.

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iPhone 12 in neuer Farbe?

Die Macher des Channels „ConceptsiPhone“ haben ein Rendervideo auf Basis der aktuellen Berichte erstellt, das durchaus als Werbevideo von Apple durchgehen könnte. Im Video zeigen sie ein iPhone 12 in einem neuen Navy-Blauton.

Auch beim iPhone 11 hat Apple eine neue Farbe eingeführt – das Pro-Modell bietet der Hersteller unter anderem in Nachtgrün an. Es ist daher durchaus denkbar und wahrscheinlich, dass es für die kommende iPhone-Generation wieder eine exklusive Farbe neben dem klassischen Schwarz, Grau und Silber geben könnte.

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Technische Ausstattung

Das Besondere am A14 Bionic ist die 5G-Kompatibilität. Lange Zeit mussten iPhone-Nutzer auf ein Modell mit 5G warten. Nachdem der neue Mobilfunkstandard bereits in vielen Android-Konkurrenten integriert ist, kommt in diesem Jahr nun auch endlich ein Apple-Handy mit 5G. Doch die so gelobten Gigabit-Geschwindigkeiten werden wohl nicht alle Besitzer des kommenden iPhone 12 erleben können. Berichten zufolge sind die so hohen Bandbreiten nur dem größten und teuersten Modell der Reihe vorbehalten.

Das berichtet zumindest das US-Wirtschaftsmagazin Fast Company. Dessen Informationen zufolge wird nur das iPhone 12 Pro Max das für die schnellen Funkfrequenzen notwendige Antennendesign für mmWave mitbringen. Womöglich liegt das am entsprechend großen Gehäuse – das iPhone 12 Pro Max ist mit einer Displaydiagonale von 6,7 Zoll das größte Modell der 12er Reihe von Apple. Ein weiterer Grund könnte aber auch der Akku sein. Denn das Funken über mmWave frisst sehr viel Energie, sodass ein besonders starker Akku notwendig ist. Die mit 5,4 bis 6,1 Zoll kleineren Varianten sollen zwar auch 5G unterstützen, jedoch nicht alle Frequenzen.

5G-Support dank Kooperation mit Qualcomm

Ausschlaggebend für das 5G-iPhone soll Qualcomm sein. Der Chip-Hersteller arbeitet offenbar mit Apple zusammen und gewährt dem iPhone-Hersteller Zugriff auf sein 5G-Modem X55. Dieses soll dem iPhone 2020 in Verbindung mit Apples hauseigenem A14-Chip das Funken über den LTE-Nachfolger ermöglichen. Und noch eine Besonderheit bietet der A14-Chip: Er ist den Berichten zufolge im 5-Nanometer-Verfahren gefertigt und somit kompakter als der aktuelle A13 Bionic im 7-Nanometer-Verfahren.

Zum weiterlesen: Diese Neuheiten plant Apple 2020

Das 5G-iPhone soll allerdings auch teurer werden als die Standard-Modelle mit LTE. „AppleInsider“ spricht von einem möglichen Preisanstieg von 400 Euro, was hinsichtlich der ohnehin teuren UVP nicht gerade wenig ist. Der Preis für das iPhone 2020 5G dürfte dann gut 1500 Euro betragen. Ob Nutzer den Aufpreis für 5G wirklich zahlen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die Netzbetreiber hierzulande gerade erst dabei sind, die Netze mit 5G aufzurüsten. Wirklich nutzen lässt sich der neue Mobilfunkstandard somit im Alltag derzeit nur in einigen Großstädten. Wer aber ein iPhone haben möchte, das er mehrere Jahre verwenden kann, für den könnte die Investition durchaus sinnvoll sein.

Vereinfacht Apple das kabellose Laden?

Das 5G-iPhone soll einen mit 4.000 mAh leistungsfähigeren Akku bekommen, um den zusätzlichen Energiebedarf kompensieren zu können. Gleichzeitig sollen die kommenden iPhones Reverse Wireless Charging unterstützen. Es würde somit als kabellose Powerbank fungieren und wäre in der Lage, Zubehör wie beispielsweise die AirPods zu laden. Auf diese Technologie setzen beispielsweise schon Hersteller wie Huawei und Samsung. Das kabellose Laden wird Apple beim iPhone 12 wohl optimieren.

Ein Ärgernis ist bislang, dass man das Smartphone sehr genau auf der Ladematte platzieren muss, damit kabellos Strom fließt. Von Smartwatches kennen wir aber eine Lösung, auf die nun offenbar auch Apple zurück greift – Magnete. Rund um die Ladespule verteilt können sie das iPhone zum Laden in die richtige Position ziehen und auch dort halten. Voraussetzung ist, dass auch die Ladematte magnetisch ist. Apple könnte somit durchaus auch ein neues Qi-Ladegerät in Arbeit haben, auf das Nutzer schon lange warten.

Unter anderem auf dem chinesischen Portal Weibo und auf Twitter finden sich Bilder, die die Magnete zeigen sollen, die Apple verwendet.

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Mittlerweile sind sich die Quellen auch sicher, dass Apple beim iPhone 12 weiterhin auf USB-C zugunsten des Lightning-Anschlusses verzichten wird. Aufgehorcht haben Marktbeobachter zudem, als bekannt wurde, dass die neuen Smartphones wohl keine Kopfhörer mehr mitbringen werden. Apple wird das Zubehör somit wohl reduzieren.

Bringt Apple den Fingerabdrucksensor zurück?

Auch die Berichte, nach denen Apple beim iPhone 2020 wieder zum Fingerabdrucksensor zurückkehren könnte, bekommen neues Feuer. Denn der Hersteller hat ein Patent für eine neue Art von Touch ID eingereicht.  Wie bei Android-Smartphones könnte der Sensor unters Display wandern – einen ähnlichen optischen Sensor hat Apple bereits bei seinem neuen MacBook Pro mit 16-Zoll-Display verbaut. Genaue Informationen, wie Apple den Fingerabdrucksensor unterm Display beim kommenden iPhone umsetzen könnte, können Sie hier nachlesen:

Das nächste iPhone könnte wieder Touch ID haben

Als relativ sicher gilt allerdings, dass der Hersteller Face ID aktualisiert. Und zwar so, dass die Entsperrung per Gesicht aus einem noch größeren Winkel möglich ist. Dank des neuen „Dynamic Zoning Algorithms“ soll Face ID auch sicherer werden, was genau dahinter steckt, bleibt aber noch abzuwarten.

Apple aktualisiert die Kamera

Bereits beim aktuellen iPhone 11 legt Apple den Fokus auf die Kamera. Statt einer Single- gibt es eine Dual-Kamera, statt der Dual-Kamera eine Triple-Kamera mit jeweils 12 Megapixel und einem neuen Weitwinkel-Objektiv. Auch den Nachtmodus für bessere Aufnahmen bei Dunkelheit bewirbt Apple. Beim iPhone 12 wird der Hersteller in diesem Jahr nochmals nachlegen. Offenbar plant Apple den Einsatz einer 64-Megapixel-Kamera und somit eine deutlich höhere Auflösung. In Zeiten von Kameras mit 108 Megapixel ist es immerhin notwendig, dass Apple hier etwas aufrückt.

Auch eine 3D-Kamera basierend auf der bekannten Time-of-Flight Technologie ist wieder im Gespräch. ToF-Sensoren messen die Zeit, die ein Lichtpuls zu einem Objekt und wieder zurück benötigt und ermitteln so die Distanz zwischen diesem Objekt und der Kamera. Maximal sind Entfernungen von 40 Meter möglich, weshalb sich ToF-Sensoren gut für Anwendungen wie Augmented Reality eignen. Im iPhone 12 könnte er in Form des neuen LiDAR-Sensors zum Einsatz kommen.

Unter anderem der Analyst Ming-Chi Kuo hatte einen solchen Sensor vorhergesagt. Doch statt erstmals in einem iPhone zu erscheinen, hat Apple den weiterentwickelten ToF-Sensor bereits in sein iPad Pro 2020 gebracht. LiDAR steht für Light Detection and Ranging. Denn der Sensor dient der Licht­er­ken­nung und Abstandsmessung. Laut dem schwedischen Blog Svetapple.sk könnte das Ganze so aussehen:

Konzept des iPhone 12 Pro
Konzept des iPhone 12 Pro mit LiDAR-Sensor
Foto: svetapple.skFoto: svetapple.sk

Doch nicht nur der LiDAR-Sensor soll das iPhone 12 Pro besonders machen. Kuo vermutete, dass das Gerät auch über eine Sensor-Verschiebungsstabilisierung verfügen wird. Die aktuelle iPhone-11-Generation besitzt zwar einen Ultra-Weitwinkel, dieser ist aber nicht optisch bildstabilisiert. Ein größerer Sensor und die sensorgestützte Stabilisierung sollen für bessere und schärfere Aufnahmen mit weniger Bildrauschen sorgen.

Im Hands-On-Leak von Jon Prosser tauchen experimentelle Einstellungen auf, die verraten, dass Apple an einer Slow-Motion-Funktion für Videoaufnahmen in 4K-Auflösung arbeiten könnte. Aus dem Video und Screenshots geht hervor, dass anscheinend Optionen mit 120 Bildern pro Sekunde (Frames per Second, kurz FPS) und mit 240 FPS für butterweiche Slow-Motion-Aufnahmen zur Auswahl stehen. Das wäre eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Maximum von 4K mit 60 FPS. Derart hohe Auflösungen mit 120 FPS oder gar 240 FPS stellen enorme Anforderungen an die Hardware. Allein, dass Apple diese Funktion Prosser zufolge überhaupt testet, wäre ein Indikator für die extrem hohe Leistung des nächsten iPhones.

iOS 14 als neueste Betriebssystem-Version

Neues iPhone, neue iOS-Version – bei iOS 14 plant Apple gleich mehrere Änderungen. Dazu gehören nach derzeitigem Stand nicht nur frei wählbare Standard-Apps, sondern auch neue Fitness-Funktionen, eine erweiterte Maus-Unterstützung und Anpassungen bei iMassage. Was das genau bedeutet, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

iOS 14 – Apple plant umfangreiche Neuerungen

Preise und Verfügbarkeit

Mittlerweile scheint es sicher, dass Apple die Modelle seiner iPhone-12-Reihe nicht mehr im September präsentieren mit. Stattdessen findet die Keynote in diesem Jahr wohl einen Monat später statt. Und noch etwas wird wohl anders ablaufen – der Verkauf der neuen iPhones.

Bislang war es in der Regel so, dass die neuen iPhones eine Woche nach deren Vorstellung in die Läden kamen. In diesem Jahr könnten Kaufwillige aber womöglich länger warten müssen. Vor allem dann, wenn sie ein bestimmtes Modell erwerben möchten. Denn die vier iPhone-12-Modelle kommen Berichten zufolge nicht gleichzeitig auf den Markt.

Nachdem vor Wochen bereits Leaker wie Jon Prosser von einem gestaffelten Marktstart der iPhone 12 berichtet haben, zieht nun auch das Branchenmagazin DigiTimes nach. Dessen Informationen aus Zulieferkreisen zufolge bringt Apple die iPhone-12-Modelle in zwei Stufen auf den Markt, beginnend mit dem jeweils 6,1 Zoll großen iPhone 12 Max und iPhone 12 Pro. Das 5,4 Zoll große iPhone 12 und das mit 6,7 Zoll größte Modell iPhone 12 Pro Max sollen hingegen erst später folgen. Was genau aber später bedeutet, verrät DigiTimes nicht.

Konkreter war hier im Vorfeld Jon Prosser. Auch er sprach bereits Mitte August von einer zweigeteilten Markteinführung, allerdings mit einer etwas anderen Aufteilung der Modelle. Ihm zufolge sollen erst die iPhone-12-Modelle, gefolgt von den Pro-Varianten erscheinen.

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Die Aufteilung in die Größen, von der DigiTimes berichtet, erscheint allerdings etwas naheliegender, da hier sehr ähnliche Komponenten verarbeitet werden. Die Bauteile für das kleinere und das größte iPhone 12 fallen aufgrund der Größenunterschiede hingegen leicht unterschiedlich aus, was die Verzögerung begründen würde.

Besonders interessant in Prossers Tweet sind aber die Daten für die Vorstellung und die  Markteinführung. Statt am 8. September wird Apple ihm zufolge die iPhone-Keynote am 12. Oktober veranstalten. Eine Woche später  – am 19. Oktober – könnten dann die ersten beiden iPhone 12  in den Läden liegen. Der Verkaufsstart des zweiten Duos soll laut ihm nicht vor November erfolgen. Einen genaueren konnte Prosser aber ebenfalls nicht nennen.

Die spätere Keynote wurde von Apple im Rahmen der Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen selbst indirekt bestätigt. Zwar nannte Luca Maestri (CFO von Apple) in einem Gespräch mit Investoren keine konkreten Daten zum Marktstart. Der Apple-CFO bestätigte aber offiziell, dass die neuen iPhones „ein paar Wochen später“ kommen werden.

Preisanstieg trotz weniger Zubehör?

Nicht nur die Starttermine sind dieses Jahr wohl anders als sonst. Auch der Lieferumfang zeigt sich abgespeckter, wenn man den Berichten Glauben schenkt. Es scheint nahezu sicher, dass das iPhone 12 weniger Zubehör mitbringen wird als seine Vorgänger. Genauer gesagt spart sich Apple diversen Berichten zufolge die Kopfhörer sowie das Netzteil. Der Gedanke dahinter ist zwar einleuchtend, dürfte bei Käufern aber dennoch für wenig Verständnis stoßen: Offenbar ist Apple überzeugt, dass mittlerweile viele Kunden selbst ein Netzteil zum Laden besitzen – sei es von älteren Smartphone-Modellen oder von anderen Geräten. Aus diesem Grund könne man sich die Produktion weiterer Adapter sparen, so die Meinung.

Doch denken einige jetzt, dass das iPhone 12 durch diese Einsparung auch etwas günstiger wird, so liegen sie wohl falsch. Analyst Jeff Pu erwartet „MacRumors“ zufolge einen Preisanstieg von 50 Euro beim 5,4 Zoll großen Einsteigermodell der iPhone-12-Reihe. Zum einen liege dieser am neuen OLED-Display, zum anderen wohl am Support von 5G. Das bestätigt auch Komiya mit einem Tweet.

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Die 6,1 Zoll große Variante des iPhone 12 soll seiner Meinung nach mit der niedrigsten Speicherausstattung 799 oder 849 US-Dollar kosten – das wären ebenfalls mehr als die zuvor spekulierten 749 US-Dollar.

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