Bis zu 400 Euro Aufpreis

iPhone 2020 mit 5G soll deutlich teurer werden

iPhone XS, XS Max und XR im Apple Store
Am 10. September bekommen das iPhone XS, XS Max und XR ihre iPhone-11-Nachfolger
Foto: Getty Images

Das iPhone 11 ist da und hat einige Nutzer vielleicht enttäuscht. Denn wirklich große Neuerungen fehlen den aktuellen Modellen. Umso mehr sind die Apple-Fans nun auf das kommende iPhone gespannt, das Apple 2020 vorstellen wird. TECHBOOK verrät schon jetzt, was uns beim iPhone 2020 erwartet. Wie wäre es beispielsweise mit einem interaktivem Apple-Logo?

Die erste Frage, die sich stellt, ist, wie das neue iPhone wohl heißen wird. Derzeit sprechen alle vom iPhone 2020, denn Apple wird das Smartphone im kommenden Jahr – vermutlich wieder im September – präsentieren. Logischer wäre allerdings der Name iPhone 11S oder iPhone 12 – als Nachfolger des aktuellen iPhone 11 (Pro).

Inhaltsverzeichnis

  1. Aktuelle Gerüchte
  2. Display und Design
  3. Kamera
  4. Technische Ausstattung
  5. Preise und Verfügbarkeit

Die aktuellsten Meldungen zum iPhone 2020

Bislang hat es kein iPhone mit 5G-Support gegeben. Im kommenden Jahr soll sich das mit Hilfe von Qualcomm ändern. Der Chip-Hersteller arbeitet mit Apple zusammen und gewährt dem iPhone-Hersteller Zugriff auf sein 5G-Modem X55. Dieses soll dem iPhone 2020 in Verbindung mit Apples hauseigenem A14-Chip das Funken über den LTE-Nachfolger ermöglichen. Und noch eine Besonderheit bietet der A14-Chip: Er ist den Berichten zufolge im 5-Nanometer-Verfahren gefertigt und somit kompakter als der aktuelle A13 Bionic im 7-Nanometer-Verfahren.

Das 5G-iPhone soll allerdings auch teurer werden als die Standard-Modelle mit LTE. „AppleInsider“ spricht von einem möglichen Preisanstieg von 400 Euro, was hinsichtlich der ohnehin teuren UVP nicht gerade wenig ist. Der Preis für das iPhone 2020 5G dürfte dann gut 1500 Euro betragen. Ob Nutzer den Aufpreis für 5G wirklich zahlen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die Netzbetreiber hierzulande gerade erst dabei sind, die Netze mit 5G aufzurüsten. Wirklich nutzen lässt sich der neue Mobilfunkstandard somit im Alltag noch nicht. Wer aber ein iPhone haben möchte, das er mehrere Jahre verwenden kann, für den könnte die Investition durchaus sinnvoll sein.

Display und Design des iPhone 2020

Auch wenn wir beim iPhone im Jahr 2020 mehr Neuerungen erwarten als wir sie beim iPhone 11 gesehen haben, optisch werden sich die Smartphones vermutlich nur unwesentlich verändern. Hier könnte Apple entweder mit der klassischen, breiten Notch arbeiten, oder aber mit einer neuen Loch-förmigen Notch.

Die Anordnung der rückseitigen Kamera hat der Hersteller mit dem iPhone 11 verändert. Das quadratische Design der Kamera spaltet die Gemüter, nicht jeder kann sich mit ihr anfreunden. Üblicherweise behält Apple ein neues Design aber erst einmal eine Weile bei, sodass wir das dominante Kamera-Design womöglich auch beim iPhone 2020 sehen werden.

Das iPhone 11 kommt in mehr Farben, mit mehr Kameras und mehr Leistung

Dafür könnte sich laut dem bekannten Analysten Ming-Chi Kuo aber die Displaygröße ändern. Beim Generationenwechsel vom iPhone XR und iPhone XS (Max) hin zum iPhone 11 und iPhone 11 Pro (Max) hat Apple die Diagonale beibehalten. Die beiden günstigeren LCD-Modelle haben jeweils einen 6,1 Zoll großen Bildschirm, die OLED-Versionen sind 5,8 Zoll bzw. 6,5 Zoll groß. Bei den 2020er Modellen setzt Apple laut Kuo auf eine Displaydiagonale von ebenfalls 6,1 Zoll beim günstigen Modell, jedoch auf 5,4 Zoll und 6,7 Zoll bei den beiden OLED-iPhones.

Denkbar wäre zudem eine Bildwiederholungsrate von 120 Hz für eine noch flüssigere Wiedergabe, um vor allem auch Gamer anzusprechen. Das mobile Gaming steht bei Apple hoch im Kurs, wie während der Keynote 2019 zu sehen war. Mit Apple Arcade hat der Hersteller eine Gaming-Plattform vorgestellt, mit der Nutzer für 4,99 Euro im Monat eine Spiele-Flat erhalten. Auch im Displaybereich hat der Hersteller hier bereits Erfahrung. Immerhin ist das 2017er iPad Pro mit der Funktion „ProMotion“ in der Lage, die Bildwiederholungsfrequenz von standardmäßig 60 Hz auf 120 Hz zu verdoppeln. Das gleiche Feature könnte Apple auch im iPhone 2020 integrieren.

Unklar ist, ob Apple die Bedienung mit dem Stift ebenfalls auf seine neuen iPhones bringt. Berichte darüber, dass sich kommende Generationen wie schon einige iPads mit dem Apple Pencil  bedienen lassen könnten, gibt es schon länger. Bislang sind sie aber nur das: Gerüchte. Im kommenden Jahr könnte der Support für den Stylus aber kommen. Apple hätte dann ein iPhone im Angebot, das ein starker Konkurrent für das Samsung Galaxy Note wäre und mit dem der Hersteller vor allem Business-Nutzer ansprechen könnte.

Das konfigurierbare Apfel-Logo

Was auf keinem iPhone fehlen darf, ist das Apple-Logo auf der Rückseite. Der Apfel ist für viele Status und gibt den Smartphones ihren bekannten Look. Bislang war das Logo aber nur ein Aufdruck ohne Funktion. Das könnte sich beim iPhone 2020 ändern. Apple hat einen Patentantrag eingereicht, mit dem sich der Hersteller eine Technologie sichern möchte, mit der sich dekorative Hardware-Elemente wie beispielsweise ein Logo konfigurieren lassen.

Beim iPhone 2020 erwarten viele Nutzer mehr Neuerungen als es sie bei der aktuellen iPhone-11-Reihe gegeben hat. Dementsprechend wäre es durchaus möglich, dass Apple die Logo-Funktion ausweitet. Neu ist die Idee schließlich nicht. Auch andere Hersteller nutzen das Design-Element auf der Rückseite ihrer Geräte bereits zur Umsetzung verschiedener Funktionen. Motorola hat in seinem Logo beispielsweise einen Fingerabdrucksensor integriert. Ob das programmierbare Apple-Logo in der kommenden iPhone-Generation wirklich zum Einsatz kommt oder sich erst in späteren Modellen findet, bleibt abzuwarten. Bis zur Vorstellung der neuen Geräte ist es immerhin noch knapp ein Jahr hin – Zeit, die Apple zum testen vieler neuer Features nutzen kann.

Apple aktualisiert die Kamera

Bereits beim aktuellen iPhone 11 legt Apple den Fokus auf die Kamera. Statt einer Single- gibt es eine Dual-Kamera, statt der Dual-Kamera eine Triple-Kamera mit jeweils 12 Megapixel und einem neuen Weitwinkel-Objektiv. Auch der Nachtmodus für bessere Aufnahmen bei Dunkelheit bewirbt Apple. Beim iPhone 11S oder iPhone 12 im kommenden Jahr wird der Hersteller nochmals nachlegen. Offenbar plant Apple den Einsatz einer 3D-Kamera basierend auf der bekannten Time-of-Flight Technologie. ToF-Sensoren messen die Zeit, die ein Lichtpuls zu einem Objekt und wieder zurück benötigt und ermitteln so die Distanz zwischen diesem Objekt und der Kamera. Maximal sind Entfernungen von 40 Meter möglich, weshalb sich ToF-Sensoren gut für Anwendungen wie Augmented Reality eignen.

Eventuell ergänzt Apple auch die vordere TrueDepth-Kamera um einen ToF-Sensor. Denn dank der 3D-Daten würde sich so nicht nur die Qualität von Selfies verbessern. Auch die Gesichtsentsperrung Face ID würde profitieren und sowohl sicherer, als auch schneller werden. Denkbar wäre diesbezüglich sogar das Comeback des Fingerabdrucksensors, also Touch ID, wie „Bloomberg“ berichtet. Allerdings nicht in einem Button unterm Display, sondern in Form eines In-Display-Sensors.

Technische Ausstattung

Wie bei jeder neuen iPhone-Generation wird auch das iPhone 11S bzw. iPhone 12 mit einem neuen Prozessor arbeiten. Bei ihm könnte es sich um den Apple A14 Bionic handeln, den Nachfolger des aktuellen A13 Bionic. Das Besondere an dem Chip ist offenbar nicht nur dessen gesteigerte Leistung, sondern seine 5G-Kompatibilität. In diesem Jahr haben Apple-Nutzer vergeblich auf ein iPhone gewartet, das den LTE-Nachfolger unterstützt. 2020 soll es laut „Forbes“ dann endlich soweit sein. Der Ausbau der 5G-Netze ist weltweit in vollem Gange. Möchte Apple hier eine Rolle spielen, braucht der Hersteller zwingend ein 5G-fähiges iPhone.

Das 5G-iPhone könnte gleichzeitig einen leistungsfähigeren Akku bekommen. Seit einiger Zeit wird zudem darüber spekuliert, dass der Hersteller vom Lightning-Anschluss zu einem USB-C-Port wechseln wird. Womöglich erfolgt diese Umstellung 2020. Gleichzeitig soll das kommende iPhone Reverse Wireless Charging unterstützen. Es würde somit als kabellose Powerbank fungieren und wäre in der Lage, Zubehör wie beispielsweise die AirPods zu laden. Auf diese Technologie setzen beispielsweise schon Hersteller wie Huawei und Samsung.

Preise und Verfügbarkeit

Als relativ sicher gilt der Vorstellungstermin des iPhone 2020. Apple stellt seine neuen Smartphones traditionel an einem Dienstag oder Mittwoch Mitte September vor. Mögliche Termine für die Keynote im kommenden Jahr wären also der 08. oder 09. bzw. der 15. oder 16. September 2020. An dem Freitag direkt nach der Vorstellung beginnt Apple mit der Vorverkaufsphase, der Marktstart beginnt genau eine Woche später.

Kommt auch 2020: Alle Infos zum Budget-Modell iPhone SE 2

Über die Preise lässt sich derzeit nur spekulieren. In der Vergangenheit wurden die neuen iPhones oftmals etwas teurer. Nur das iPhone 11 überraschte mit einem 50 Euro günstigeren Preis als das iPhone XR. Apple wird seine Preisgestaltung wie jeder Smartphone-Hersteller schlussendlich von der Ausstattung abhängig machen. Sollte dass iPhone 11S oder iPhone 12 wirklich die vielen Neuerungen bekommen, die Nutzer erwarten, könnten die neuen Modelle 2020 wieder im Preis steigen.

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