Toppt sogar das iPhone 11 Pro Max

iPhone 12 Pro Max soll neuartige Kamera bekommen

iPhone X Blick aufs Display
2020 erwarten wir die nächste iPhone-Generation von Apple
Foto: Getty Images

Als Apple im September 2019 das iPhone 11 vorgestellt hat, waren einige Nutzer vielleicht enttäuscht. Denn wirklich große Neuerungen fehlen den aktuellen Modellen. Umso mehr sind die Apple-Fans nun auf das kommende iPhone gespannt, das Apple in diesem Jahr zeigen wird. TECHBOOK verrät schon jetzt, was uns beim iPhone 2020 erwartet.

Die erste Frage, die sich stellt, ist, wie das neue iPhone wohl heißen wird. Viele sprechen vom iPhone 2020, nach der aktuellen Jahreszahl. Denn Apple wird das Smartphone in diesem Jahr – vermutlich wieder im September – präsentieren. Logischer wäre allerdings der Name iPhone 11S oder iPhone 12 – als Nachfolger des aktuellen iPhone 11 (Pro).

Inhaltsverzeichnis

  1. Aktuelle Gerüchte
  2. Display und Design
  3. Kamera
  4. Technische Ausstattung
  5. Preise und Verfügbarkeit

Die aktuellsten Meldungen zum iPhone 2020 alias iPhone 12

Zur kommenden iPhone-Generation kursieren bereits zahlreiche Berichte im Netz. Aktuell steht dabei mal wieder die Kamera im Fokus. Sie ist immerhin der Part eines Smartphones, bei dem sich Hersteller aktuell am meisten aus der Masse abheben können. Und so soll auch Apple besondere Kamera-Features planen.

Bereits seit Langem halten sich Gerüchte, nach denen das iPhone 12 über einen ToF-Sensor verfügen wird. Unter anderem der Analyst Ming-Chi Kuo hatte eine solche vorhergesagt. Doch statt erstmals in einem iPhone zu erscheinen, hat Apple den weiterentwickelten ToF-Sensor bereits in sein iPad Pro 2020 gebracht. Der Hersteller nennt ihn LiDAR-Sensor, was für Light Detection and Ranging steht. Denn er dient der Licht­er­ken­nung und Abstandsmessung. Auch das iPhone 12 soll den Sensor bekommen. Laut dem schwedischen Blog Svetapple.sk könnte das Ganze so aussehen:

Konzept des iPhone 12 Pro

Konzept des iPhone 12 Pro mit LiDAR-Sensor
Foto: svetapple.sk

Doch nicht nur der LiDAR-Sensor soll das iPhone 12 Pro besonders machen. Kuo vermutete, dass das Gerät auch über eine Sensor-Verschiebungsstabilisierung verfügen wird. Die aktuelle iPhone-11-Generation besitzt zwar einen Ultra-Weitwinkel, dieser ist aber nicht optisch bildstabilisiert. Ein größerer Sensor und die sensorgestützte Stabilisierung sollen für bessere und schärfere Aufnahmen mit weniger Bildrauschen sorgen.

Display und Design des iPhone 2020

Auch wenn wir beim iPhone 12 mehr Neuerungen erwarten als wir sie beim iPhone 11 gesehen haben, optisch werden sich die Smartphones vermutlich nur unwesentlich verändern. Hier könnte Apple entweder mit der klassischen, breiten Notch arbeiten, oder aber mit einer neuen Loch-förmigen Notch.

Die Anordnung der rückseitigen Kamera hat der Hersteller mit dem iPhone 11 verändert. Das quadratische Design der Kamera spaltet die Gemüter, nicht jeder kann sich mit ihr anfreunden. Üblicherweise behält Apple ein neues Design aber erst einmal eine Weile bei, sodass wir das dominante Kamera-Design womöglich auch beim iPhone 2020 sehen werden.

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Dafür könnte sich laut dem bekannten Analysten Ming-Chi Kuo aber die Displaygröße ändern. Beim Generationenwechsel vom iPhone XR und iPhone XS (Max) hin zum iPhone 11 und iPhone 11 Pro (Max) hat Apple die Diagonale beibehalten. Die beiden günstigeren LCD-Modelle haben jeweils einen 6,1 Zoll großen Bildschirm, die OLED-Versionen sind 5,8 Zoll bzw. 6,5 Zoll groß. Bei den 2020er Modellen setzt Apple laut Kuo auf eine Displaydiagonale von ebenfalls 6,1 Zoll beim günstigen Modell, jedoch auf 5,4 Zoll und 6,7 Zoll bei den beiden OLED-iPhones.

Denkbar wäre zudem eine Bildwiederholungsrate von 120 Hz für eine noch flüssigere Wiedergabe, um vor allem auch Gamer anzusprechen. Das mobile Gaming steht bei Apple hoch im Kurs, wie während der Keynote 2019 zu sehen war. Mit Apple Arcade hat der Hersteller eine Gaming-Plattform vorgestellt, mit der Nutzer für 4,99 Euro im Monat eine Spiele-Flat erhalten. Auch im Displaybereich hat der Hersteller hier bereits Erfahrung. Immerhin ist das 2017er iPad Pro mit der Funktion „ProMotion“ in der Lage, die Bildwiederholungsfrequenz von standardmäßig 60 Hz auf 120 Hz zu verdoppeln. Das gleiche Feature könnte Apple auch im iPhone 2020 integrieren.

Wie das iPhone 12 am Ende aussehen könnte, zeigen aktuelle Renderbilder, die auf Grundlage der derzeitigen Berichte entstanden sind. Geschaffen wurden sie vom Svetapple-Fanblog aus Schweden.

Renderbild des iPhone 12

Renderbild des iPhone 12 und die bislang vermutetet Ausstattung des Gerätes
Foto: svetapple.sk

Apple aktualisiert die Kamera

Bereits beim aktuellen iPhone 11 legt Apple den Fokus auf die Kamera. Statt einer Single- gibt es eine Dual-Kamera, statt der Dual-Kamera eine Triple-Kamera mit jeweils 12 Megapixel und einem neuen Weitwinkel-Objektiv. Auch der Nachtmodus für bessere Aufnahmen bei Dunkelheit bewirbt Apple. Beim iPhone 11S oder iPhone 12 wird der Hersteller in diesem Jahr nochmals nachlegen. Offenbar plant Apple den Einsatz einer 64-Megapixel-Kamera und somit eine deutlich höhere Auflösung. In Zeiten von Kameras mit 108 Megapixel ist es auch notwendig, dass Apple hier etwas aufrückt.

Auch eine 3D-Kamera basierend auf der bekannten Time-of-Flight Technologie ist wieder im Gespräch. ToF-Sensoren messen die Zeit, die ein Lichtpuls zu einem Objekt und wieder zurück benötigt und ermitteln so die Distanz zwischen diesem Objekt und der Kamera. Maximal sind Entfernungen von 40 Meter möglich, weshalb sich ToF-Sensoren gut für Anwendungen wie Augmented Reality eignen. Im iPhone 12 könnte er in Form des neuen LiDAR-Sensors zum Einsatz kommen.

Eventuell ergänzt Apple auch die vordere TrueDepth-Kamera um einen ToF-Sensor. Denn dank der 3D-Daten würde sich so nicht nur die Qualität von Selfies verbessern. Auch die Gesichtsentsperrung Face ID würde profitieren und sowohl sicherer, als auch schneller werden. Denkbar wäre diesbezüglich sogar das Comeback des Fingerabdrucksensors, also Touch ID, wie „Bloomberg“ berichtet. Allerdings nicht in einem Button unterm Display, sondern in Form eines In-Display-Sensors.

Technische Ausstattung

Wie bei jeder neuen iPhone-Generation wird auch das iPhone 11S bzw. iPhone 12 mit einem neuen Prozessor arbeiten. Bei ihm könnte es sich um den Apple A14 Bionic handeln, den Nachfolger des aktuellen A13 Bionic. Laut ersten Benchmarks soll der Chip nicht nur eine Taktrate von über 3 GHz erreichen können, er soll in Sachen Performance auch die aktuellen Spitzen-Chipsätze von Qualcomm schlagen.

Doch das Besondere an dem Chip ist offenbar nicht nur dessen gesteigerte Leistung, sondern seine 5G-Kompatibilität. Bei der 2019er iPhone-Generation haben Apple-Nutzer vergeblich auf ein iPhone gewartet, das den LTE-Nachfolger unterstützt. 2020 soll es laut „Forbes“ dann endlich soweit sein.

5G-Support dank Kooperation mit Qualcomm

Ausschlaggebend für das 5G-iPhone soll Qualcomm sein. Der Chip-Hersteller arbeitet offenbar mit Apple zusammen und gewährt dem iPhone-Hersteller Zugriff auf sein 5G-Modem X55. Dieses soll dem iPhone 2020 in Verbindung mit Apples hauseigenem A14-Chip das Funken über den LTE-Nachfolger ermöglichen. Und noch eine Besonderheit bietet der A14-Chip: Er ist den Berichten zufolge im 5-Nanometer-Verfahren gefertigt und somit kompakter als der aktuelle A13 Bionic im 7-Nanometer-Verfahren.

Zum weiterlesen: Diese Neuheiten plant Apple 2020

Das 5G-iPhone soll allerdings auch teurer werden als die Standard-Modelle mit LTE. „AppleInsider“ spricht von einem möglichen Preisanstieg von 400 Euro, was hinsichtlich der ohnehin teuren UVP nicht gerade wenig ist. Der Preis für das iPhone 2020 5G dürfte dann gut 1500 Euro betragen. Ob Nutzer den Aufpreis für 5G wirklich zahlen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die Netzbetreiber hierzulande gerade erst dabei sind, die Netze mit 5G aufzurüsten. Wirklich nutzen lässt sich der neue Mobilfunkstandard somit im Alltag noch nicht. Wer aber ein iPhone haben möchte, das er mehrere Jahre verwenden kann, für den könnte die Investition durchaus sinnvoll sein.

Das 5G-iPhone könnte gleichzeitig einen mit 4.000 mAh leistungsfähigeren Akku bekommen. Seit einiger Zeit wird zudem darüber spekuliert, dass der Hersteller vom Lightning-Anschluss zu einem USB-C-Port wechseln wird. Gleichzeitig soll das kommende iPhone Reverse Wireless Charging unterstützen. Es würde somit als kabellose Powerbank fungieren und wäre in der Lage, Zubehör wie beispielsweise die AirPods zu laden. Auf diese Technologie setzen beispielsweise schon Hersteller wie Huawei und Samsung.

Bringt Apple den Fingerabdrucksensor zurück?

Auch die Berichte, nach denen Apple beim iPhone 2020 wieder zum Fingerabdrucksensor zurückkehren könnte, bekommen neues Feuer. Denn der Hersteller hat ein Patent für eine neue Art von Touch ID eingereicht.  Wie bei Android-Smartphones könnte der Sensor unters Display wandern – einen ähnlichen optischen Sensor hat Apple bereits bei seinem neuen MacBook Pro mit 16-Zoll-Display verbaut. Genaue Informationen, wie Apple den Fingerabdrucksensor unterm Display beim kommenden iPhone umsetzen könnte, können Sie hier nachlesen:

Das nächste iPhone könnte wieder Touch ID haben

iOS 14 als neueste Betriebssystem-Version

Neues iPhone, neue iOS-Version – bei iOS 14 plant Apple gleich mehrere Änderungen. Dazu gehören nach derzeitigem Stand nicht nur frei wählbare Standard-Apps, sondern auch neue Fitness-Funktionen, eine erweiterte Maus-Unterstützung und Anpassungen bei iMassage. Was das genau bedeutet, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

iOS 14 – Apple plant umfangreiche Neuerungen

Preise und Verfügbarkeit

Als relativ sicher gilt der Vorstellungstermin des iPhone 2020. Apple stellt seine neuen Smartphones traditionel an einem Dienstag oder Mittwoch Mitte September vor. Mögliche Termine für die Keynote wären also der 08. oder 09. bzw. der 15. oder 16. September 2020. An dem Freitag direkt nach der Vorstellung beginnt Apple mit der Vorverkaufsphase, der Marktstart beginnt genau eine Woche später.

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Über die Preise lässt sich derzeit nur spekulieren. In der Vergangenheit wurden die neuen iPhones oftmals etwas teurer. Nur das iPhone 11 überraschte mit einem 50 Euro günstigeren Preis als das iPhone XR. Apple wird seine Preisgestaltung wie jeder Smartphone-Hersteller schlussendlich von der Ausstattung abhängig machen. Sollte dass iPhone 11S oder iPhone 12 wirklich die vielen Neuerungen bekommen, die Nutzer erwarten, könnten die neuen Modelle wieder im Preis steigen.

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