iOS und Android

Die Lieblings-Apps der TECHBOOK-Redaktion

Smartphone Apps
Die Vielzahl an Apps kann schnell verwirren
Foto: Getty Images

Auf der Suche nach neuen App-Inspirationen? Die TECHBOOK-Redakteurinnen und -Redakteure teilen ihre persönlichen Favoriten – von nützlich bis unterhaltend.

Es gibt wohl für jede Gelegenheit die passende App. Doch wer planlos durch die App Stores von Google und Apple streift wird über die vorgeschlagenen Apps und die immer gleichen Top-Apps kaum hinauskommen. Dabei gibt es so viele Programme und Dienste, teils schon älter, die einen Platz im Rampenlicht verdient hätten – zumindest nach Ansicht der TECHBOOK-Redaktion. Andreas Filbig, Adrian Mühlroth und Rita Deutschbein verraten jeweils ihre drei Lieblingsapps. Auf Alltags-Apps wie WhatsApp, Instagram & Co. wird natürlich verzichtet.

Andreas Filbig (33), Redaktionsleiter

Meine App-Favoriten habe ich vor Kurzem erst wiederentdeckt. Sie haben schon einige Jahre auf dem Buckel und sich in dieser Zeit bewährt. Teilweise nutzte ich diese bereits vor rund fünf Jahren und dann nach einem Gerätetausch lange nicht mehr.

MyPostcard (kostenlos)

MyPostcard steht stellvertretend für eine Vielzahl ähnlicher Apps zum Versenden von Postkarten. In Zeiten, in denen Urlaubsbilder schnell per WhatsApp verschickt werden können, kommen Postkarten immer mehr aus der Mode. Trotzdem haben sie einen besonderen Charme und kommen gerade in Verbindung mit ein paar persönlichen Urlaubsgrüßen bei Eltern und Großeltern sehr gut an. Apps wie MyPostcard sind dafür perfekt. Sie erlauben es, einfach, schnell und günstig eine Postkarte mit individuellem Motiv in die Heimat zu schicken. Einfach Wunschfoto auswählen, in die App laden, die Karte mit einem Text versehen und per Paypal oder Kreditkarte 2 bis 3 Euro bezahlen. Die Karten werden dann aus Deutschland verschickt und sind deshalb besonders schnell beim Empfänger.

Rauchfrei-App (kostenlos)

Die Rauchfrei-App hat mir erfolgreich dabei geholfen, den Glimmstengeln Goodbye zu sagen. Vor allem in der schwierigen Anfangszeit sind die Gesundheitsziele sehr motivierend. Einen ausführlichen Bericht über meine Erfahrungen lesen Sie hier.

Adobe Lightroom (kostenlos)

Kein absoluter Geheimtipp, aber für mich immer noch die beste App, um Fotos auf dem Smartphone zu bearbeiten. Wer sich ein bisschen reinfuchst, kann in der Gratisversion jedes Foto schöner machen. Wer sich mit Lightroom nicht anfreunden kann, findet hier weitere sehr gute Apps zur Fotobearbeitung.

Rita Deutschbein (36), Redakteurin

Öffi (kostenlos, nur Android)

Ich lebe in Berlin und nutze sehr häufig die öffentlichen Verkehrsmittel. Leider kann man sich auf die Abfahrtzeiten nicht immer verlassen – mal steht der Bus im Stau, mal gibt es bei der S-Bahn eine Stellwerksstörung. Mein täglicher Begleiter auf dem Smartphone ist daher die App „Öffi“. Mit ihr kann ich nicht nur die schnellste Route zu meinem Ziel berechnen, sie sagt mir auch genau, wie lange die Umsteigezeiten sind und ob Bus oder Bahn eventuell Verspätung hat. Ähnliche Funktionen bietet auch die BVG-App, doch ich finde „Öffi“ etwas besser zu bedienen. Was ich besonders mag, sind die Verbindungsanzeigen im Zeitstrahl, in denen jedes Verkehrsmittel und auch die Laufwege angezeigt werden. Hier kann ich auf einen Blick sehen, ob andere Verbindungen vielleicht schneller sind, oder ich weniger häufig umsteigen muss. Leider gibt es „Öffi“ nur für Android, dafür ist die App aber kostenfrei und zeigt keine störende Werbung an.

Amazon Music (kostenlos für Prime-Mitglieder)

Als Amazon-Prime-Kunde nutze ich die App „Amazon Music“ bereits länger. Mittlerweile abonniere ich sogar zusätzlich Amazon Music Unlimited, um auf die kompletten Musik-Listen zugreifen zu können. Über die Amazon-App manage ich nicht nur meine Favoriten und Playlists, die App schlägt mir auch regelmäßig neue Inhalte vor. Ich kann ausgewählten Künstlern folgen oder mir spezielle Genres ansehen und hören, was es dort Neues gibt. Auch der Download von Musik ist möglich. Die Tracks, die ich heruntergeladen habe, werden mir auf Wunsch in einer speziellen Übersicht angezeigt. Ehrlicherweise muss man sagen, dass diejenigen, die Amazon Music nutzen möchten, um die App nicht herumkommen. Und ebenso ehrlich muss ich selbst eingestehen, dass es sicherlich bessere Anwendungen gibt. So ist das größte Manko, dass ich bei „Amazon Music“ derzeit sehe, die andauernde Frage, ob ich Musik nicht auch über Mobilfunk herunterladen möchte. Das entsprechende Feld poppt immer mal wieder auf und stört mich schon. Doch abseits dessen habe ich mich gut in die Bedienung eingearbeitet und finde sie mittlerweile auch recht übersichtlich. „Amazon Music“ gibt es kostenlos sowohl für Android und iOS.

Travel Money (kostenlos, nur Android)

„Travel Money“ habe ich zum ersten Mal im Urlaub genutzt, um die Ausgaben von mir und meiner Reisebegleitung besser zu dokumentieren. In der App können Reisen angelegt und alle Teilnehmer eingetragen werden. Über vordefinierte Fenster lässt sich dann eintragen, welche Summe jemand in welcher Währung ausgegeben hat. Person A hat beispielsweise das Abendessen bezahlt, Person B am nächsten Tag den Eintritt ins Museum übernommen – statt direkt das Geld hin- und herzuschieben, sehen alle Teilnehmer die angefallenen Summen auf einen Blick und wissen, ob und wie viel sie jemandem aus der Gruppe schuldig sind. Besonders übersichtlich finde ich die Möglichkeit, die Ausgaben in Kategorien einzuteilen. Beispiele wie „Essen und Trinken“, „Transport“, „Shopping“, „Tanken“ und „Sehenswürdigkeiten“ stehen zur Wahl. Darüber hinaus wird bei jedem Eintrag automatisch hinterlegt, wann die Bezahlung erfolgt ist. Der Aufbau der App macht sie auch im Alltag nutzbar – beispielsweise für Verabredungen oder Eventplanungen. Wie „Öffi“ ist auch „Travel Money“ nur im Google Play Store zu bekommen. Sie ist kostenlos und kommt ohne störende Werbung aus. Ähnlich aufgebaute Apps gibt es aber auch fürs iPhone und iPad.

Adrian Mühlroth (29), Redakteur

Google Opinion Rewards (kostenlos)

Opinion Rewards ist eine Mini-App von Google, mit der sich Nutzer Guthaben für den Play Store oder Paypal holen können. Dafür muss man nichts weiter machen als kleine Umfragen zu beantworten, die von einstelligen Cent-Beträgen bis knapp an die Euro-Grenze reichen. Die Umfragen sind recht unterschiedlich: Oft werden Sie nur danach gefragt, wo Sie einkaufen waren und mit welcher Zahlungsart Sie bezahlt haben. Manchmal gibt es aber auch größere Meinungsumfragen, die auch entsprechend mehr Guthaben einbringen. Das gesammelte Guthaben verfällt erst nach etwa sechs Monaten wieder. In dieser Zeit haben Android-Nutzer die Möglichkeit, Apps und Spiele, Filme, Serien sowie Bücher und Audiobücher aus dem Play Store vollständig oder teilweise mit dem Guthaben zu bezahlen. iPhone-Nutzer bekommen das Guthaben auf Paypal gutgeschrieben und können es somit sogar als Bezahlungsmittel für beliebige Zwecke einsetzen. Die Auszahlung erfolgt, sobald die Zwei-Euro-Grenze überschritten ist.

Kostenloses Guthaben für iOS und Android – so einfach geht’s

VLC (kostenlos)

VLC werden die meisten schon vom PC oder Mac kennen. Der Videoplayer ist für seine fast unbegrenzte Kompatibilität bekannt: Fast jedes Video- (und Audio-) Format kann damit abgespielt werden. Mit VLC für Android oder iOS holt man sich den All-star auf das Smartphone und kann damit auch Videos in Formaten wiedergeben, die von den eingebauten Playern nicht unterstützt werden. Zudem kann VLC mit mehreren Tonspuren und Untertiteln in verschiedenen Sprachen umgehen. Während der Wiedergabe können Nutzer per Wischgesten auf dem Bildschirm Helligkeit und Lautstärke einstellen sowie vor- und zurückspulen. VLC kann zudem direkt auf Ordner auf dem Smartphone zugreifen und unterstützt sogar Netzwerk-Streaming.

Duolingo (kostenlos)

Ich liebe es, fremde Sprache zu lernen. Doch die meisten Online-Sprachkurse und Sprachlern-Apps sind mir zu teuer, da oft pro Sprache abgerechnet wird. Duolingo ist hingegen eine hervorragende Alternative, die komplett kostenfrei nutzbar ist. Zwar fragt sie öfter danach, ob man die Plus-Version haben möchte, das Pop-up kann aber immer weggeklickt werden. Sprachen sind bei Duolingo in verschiedene Kategorien und Schwierigkeitsstufen aufgeteilt. Man muss erst die Kategorien einer Stufe – zum Beispiel Sätze, Tiere und Präpositionen – absolvieren, um in die nächsthöhere Stufe zu gelangen. Je nachdem, wie gut die Wörter und Sätze in den Kategorien gemeistert werden, erhält man sogenannte „Lingots“, die im Shop gegen Power-ups, Outfits und Extra-Kategorien eintauschbar sind. Eine Lektion in Duolingo stellt die Lerner vor verschiedene Herausforderungen: Es wird getestet, wie gut man selbst Wörter oder ganze Sätze bauen kann, ob man Wortpaare erkennt und sogar, wie gut man einen Satz versteht, der gesprochen wird. Entweder muss der Satz selbst aufgeschrieben oder per Mikrofon eingesprochen werden. Duolingo merkt sich zudem, wie lange es her ist, dass man eine Lektion absolviert hat. Ist eine Lektion perfekt absolviert, hat sie einen goldfarbenen Ring. Dieser nimmt jedoch mit der Zeit ab, um anzuzeigen, dass sie irgendwann wiederholt werden sollte.

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