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Was Sie unbedingt beachten sollten

Vorsicht vor öffentlichen WLAN-Netzwerken

Frau im Park nutzt öffentliches WLAN
In Parks, Cafés oder Hotels freuen wir uns über kostenloses WLAN. Bevor Sie jedoch öffentliches WLAN nutzen, sollten Sie ein paar Dinge beachten.Foto: Getty Images

Unterwegs können wir der Versuchung meist nicht widerstehen: Wir wählen uns im öffentlichen WLAN ein, um mobile Daten zu sparen. Bevor Nutzer aber wild drauf lossurfen, sollten sie einige Dinge beachten. TECHBOOK erklärt, worauf es ankommt.

Kaum etwas macht uns wohl unterwegs und auf Reisen so glücklich, wie die Meldung auf unserem Smartphone, dass es an dem Ort, an dem wir uns gerade befinden, ein offenes WLAN gibt. In diesem Moment denken die wenigsten Menschen über die Konsequenzen nach, verbinden ihr Handy sofort damit. Meist darf jeder rein – ohne Sicherheit für die Nutzer! Dennoch lässt die Chance auf kostenlose Daten die Hemmschwelle der Menschen in Restaurants, Cafés oder am Flughafen sehr schnell sinken. Wie fahrlässig das aber ist, scheint kaum ein Frei-Surfer zu bedenken.

 

„Es besteht ein großer Unterschied zwischen dem, was die meisten Leute beim Surfen in öffentlichen WLAN-Netzen als sicher empfinden, und der Realität“, erklärt Fran Rosch, leitender Vizepräsident bei Norton Symantec, im Zusammenhang mit einem Bericht von 2017 zur WLAN-Nutzung in 15 verschiedenen Ländern. „Was jemand für geschützt und privat auf seinem persönlichen Gerät hält, ist über unsichere WLAN-Netzwerke oder mithilfe von Schwachstellen in Apps leicht für Hacker einseh- und abgreifbar“, so Rosch weiter.

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Das FBI warnt vor unsicherem, öffentlichen WLAN

Das Problem bei Wifi-Netzwerken im öffentlichen Raum, Cafés und Hotels ist der niedrige Sicherheitsstandard. Oft sind die Netzwerke der Einfachheit halber nur mit schwachen Passwörtern geschützt, die zudem nur selten oder nie geändert werden. Das ermöglicht Hackern ohne großen Aufwand eine sogenannte „Evil Twin“-Attacke. Dabei erstellen sie ein Netzwerk, das den gleichen oder einen ähnlichen Namen wie das öffentliche WLAN hat. Sie stellen das gleiche Passwort ein, das auch für das echte Netzwerke verwendet wird.

Nutzer können sich also mit diesen Hacker-Netzwerken verbinden, ohne etwas davon zu ahnen, dass sie im falschen WLAN sind. Besonders gefährlich ist es, wenn das Smartphone so eingestellt ist, dass es sich automatisch mit bekannten Netzwerken verbindet. Denn dann kann es sein, dass sich das Smartphone automatisch in das Hacker-WLAN einloggt. Das ist möglich, weil Hotspots oft keine Zertifikate benutzen, die davor schützen könnten.

Um sich zu schützen, können Nutzer die automatische Wiederverbindungsfunktion deaktivieren. Auf dem iPhone klappt das unter Einstellungen>WLAN>Netzwerkname>Automatisch verbinden und dort den Slider ausschalten. Auf einem Android-Smartphone ist der Pfad Einstellungen>WLAN&Netzwerk>Netzwerkname>Zahnrad-Symbol>Erweitert>Automatische Verbindung. Dort ebenfalls einfach den Slider umlegen, um die Funktion zu deaktivieren.

Weitere Tipps für das Surfen im öffentlichen WLAN

Aber wie genau sollen sich Nutzer den im öffentlichen WLAN verhalten? Eine erste Sicherheitsschranke bieten Internetverbindungen, die durch ein Netzwerkschlüssel/Passwort abgesichert sind. Trotzdem bietet leider auch das keine vollständige Sicherheit. Zwar sind Ihre Daten gegenüber Menschen, die nicht mit diesem Netzwerk verbunden sind, abgesichert, aber Menschen im Netzwerk könnten weiterhin ihr Unwesen damit treiben. Gerade an und in größeren Lokalitäten wie Hotspots an öffentlichen Plätzen können immer auch Kriminelle auf die Naivität der Nutzer warten.

Zudem kommt es auf die Verschlüsselung an. Bei einer SSL-Verschlüsselung steht vor der Internetadressen „https“ in der URL. Die Verschlüsselung steigert die Sicherheit beim Surfen im Internet.  

Noch eine Stufe weiter geht da VPN (Virtual Private Network). Ein VPN ermöglicht es dem Nutzer, seine kompletten Daten verschlüsselt zu übertragen. Die meisten Anbieter verlangen für den Service Geld, kostenlos gibt es ein VPN bei Opera.

Weniger ist mehr

Generell gilt in Bezug auf öffentliche Verbindungen: Weniger ist mehr! Überlegen Sie genau, welche Informationen Sie bereit sind, im nichtgeschützten Raum zu teilen. Da Sie niemals wissen können, wer zur gleichen Zeit auch mitliest. Deshalb sollten Sie bei sehr sensiblen Daten wie etwa Bankdaten vorsichtig sein und es lieber vermeiden, solche heiklen Angaben im offenen WLAN zu tätigen. Nur dann können Sie wirklich sicher sein, dass keiner Ihre Daten ausspioniert.