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WatchOS 6 und 7

Die 5 besten Apps für die Apple Watch

Apple Watch Apps: Apple Watch am Handgelenk neben einer Tasse Kaffee
Zahllose Apps erweitern die Apple Watch nach BeliebenFoto: Getty Images

Mit guten Apps lässt sich die Funktionalität der Apple Watch noch einmal deutlich erweitern. Seit watchOS 6 gibt es auf der smarten Uhr einen eigenen App Store, in dem sich tausende Apps ohne den Umweg übers iPhone laden lassen. Techbook hat besonders spannende Watch-Programme herausgefiltert, die auch mit watchOS 7 funktionieren.

Offiziell nennt Apple zwar keine Verkaufszahlen, aller großen Analystenfirmen zeigen aber: Die Apple Watch ist weltweit mit großem Abstand die beliebteste Smartwatch. Laut einer aktuellen Studie (Stand März 2021) von Statista hat Apple 2020 weltweit fast 34 Millionen US-Dollar Umsatz mit den smarte Uhren gemacht. Im Vergleich zu 2019 ist das sogar ein Plus von 19 Prozent. Nur, um das einmal in Relation zu setzen: Auf Platz zwei liegt Huawei mit einem deutlichen Rückstand. Der Umsatz belief sich 2020 „nur“ auf 11,1 Millionen. Der hauseigene Watch-App-Store begeistert Nutzer*innen, obwohl große Firmen wie Google, eBay oder Amazon inzwischen auf eigene Apple-Watch-Apps verzichten. Trotzdem stehen Tausende Apps Download bereit. TECHBOOK empfiehlt fünf Apple-Watch-Apps, die auf jede smarte Uhr von Apple gehören.

1. NapBot

Der Schlaf-Tracker NapBot für die Apple Watch kann den Schlaf ohne iPhone in der Nähe aufzeichnen. Sie können Ihr Smartphone also nachts aus dem Schlafzimmer verbannen, wenn Sie möchten. Die Aufzeichnung der Daten läuft dabei unauffällig im Hintergrund ab. Auch praktisch: das „Heute“-Widget zum schnellen Abruf der Schlaf-Statistik. Diese können Sie außerdem unkompliziert mit der Health-App verbinden, sodass die Daten auch einsehbar sind und in die Auswertung mit einfließen. Über NapBot können Sie außerdem persönliche Schlafziele festlegen und die Apple-Watch-App lernt zunehmend Ihre Schlafgewohnheiten kennen. Die App steht eingeschränkt kostenlos zur Verfügung. Um jedoch alle Funktionen nutzen zu können, müssen Sie 0,99 Euro zahlen. Im Jahresabonnement für 10,99 sparen Sie noch etwas.

Vorteile:

Minimalistisches Design; setzt auf Machine Learning; unterscheidet leichte und tiefe Schlafphasen; wertet während des Schlafs auch Herzgesundheit aus; zeigt Schlaf-Historie grafisch an

Nachteile:

Pro-Version schlägt mit 99 Cent/Monat oder wahlweise 10,99 Euro bei jährlicher Vorauszahlung zu Buche; iOS 13 und watchOS 6.0 erforderlich

2. Radioplayer

Der Zugriff auf die eigene Apple-Music-Bibliothek (eSIM mit LTE vorausgesetzt) ist eine praktische Sache. Doch häufig wünscht man sich unterwegs oder beim Sport einfach nur den Zugriff auf Radiosender mit wechselndem Musikprogramm und neuesten Nachrichten. Hier kommt die neue Standalone-Watch-App Radioplayer gerade recht. Als eine von wenigen Apps unterstützt der Radioplayer damit auch die Wiedergabe direkt auf der smarten Uhr. Der Schnellzugriff für die selbstmarkierten Favoriten und auf zuletzt gehörte Sender ist gewährleistet. Auch das StreamOn-Angebot der Telekom ist in die App Radioplayer integriert. Damit frisst das Anhören unterwegs kein Datenvolumen bei Telekom-Kunden, die StreamOn gratis dazugebucht haben.

Vorteile:

Intuitive Bedienung trotz kleinem Watch-Bildschirm; Sendersuche lässt sich diktieren oder scribbeln; Abruf nach Musik-Kategorien wie Pop, Rock, Lounge oder Nachrichten möglich; auch Podcasts werden angeboten; zeigt auch Titelinformationen der gespielten Radiomusik auf dem Display an; warnt sogar vor Geisterfahrern.

Nachteile:

Direkte Suche möglich, aber derzeit noch zu wenig Anzeige-Optionen, da zwar 2000 Sender „von A bis Z“ gelistet werden, vor allem aber ausländische Netzradios häufig fehlen; Lautstärke-Regelung läuft systembedingt über die Digital Crown – ein etwas hakeliges Verfahren, das Apple aber so wünscht.

3. Citymapper

Die Routen-App Citymapper bindet Informationen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln mit ein und lotst Sie durch fremde oder auch Ihre eigene Stadt. Dabei liefert die Apple-Watch-App auch verlässliche Informationen über eventuelle Verspätungen von Bus und Bahn. Die Zieleingabe funktioniert dabei verlässlich, egal ob Sie eine bestimmte Adresse oder eine Sehenswürdigkeit eingeben. Die App hat außerdem schon fünf Mal in Folge die Auszeichnung Apple App des Jahres erhalten – zurecht. Auch die Routennavigation für Fußgänger funktioniert verlässlich und intuitiv. Citymapper steht Nutzer*innen kostenlos zur Verfügung, In-App-Käufe sind allerdings möglich.

Vorteile:

Sehr verlässlich, intuitive Bedienung und übersichtliche Routeninformationen; Echtzeitinformationen, teilweise präziser als die App-Lösungen der Verkehrsbetriebe; kostenlos

Nachteile:

Ist in Deutschland nur für Großstädte nutzbar (Berlin, München, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Köln, Bremen), eignet sich deshalb nur für wachechte Städtetrips

4. MiniWiki

Wikipedia direkt am Handgelenk – eine wirklich praktische Anwendung ist MiniWiki des Entwicklers Will Bishop. Das Online-Lexikon lässt sich auf der smarten Uhr nicht nur durchsuchen, sondern Inhalte können auch heruntergeladen werden. Die passende Sprache für die Artikel-Anzeige ist einstellbar, zuvor war die App an die jeweils voreingestellte Systemsprache gebunden. Wer einfach nur zwischendurch ein bisschen Schmökern möchte, nutzt die Option „Zufälliger Artikel“. Zuletzt hat der Entwickler auch das Auffinden von Bildern optimiert und die App bietet ebenfalls die Möglichkeit, sich die meistgelesenen Artikel anzeigen zu lassen. Lesezeichen lassen sich ebenfalls setzen, um sich besonders spannende Wiki-Einträge zu merken.

Vorteile:

Komplett kostenlos (Entwickler hat aber einen Spenden-Button eingeführt); Direktzugriff auf über 40 Millionen Wikipedia-Artikel; sind gesuchte Artikel in einer anderen Sprache nicht verfügbar, zeigt MiniWiki automatisch den Artikel in englischer Sprache an; findet auch Infos über die Umgebungssuche

Nachteile:

Etwas anstrengend, auf dem kleinen Watch-Display längere Texte zu lesen

5. Carrot Weather

Die etwas andere (englischsprachige) Wetter-App setzt nicht nur auf eine außergewöhnlich bunte Optik, sondern auch auf künstliche Intelligenz. Random generiert die Apple-Watch-App witzige Sprüche rund um die aktuelle Wetterlage. Ein Beispiel: „Danke dem Herrgott, du brauchst ein heißes Bad“. So kann man vielleicht sogar darüber schmunzeln, wenn das Wetter mal wieder Wolken und Regen verspricht. Carrot Weather liefert außerdem sehr detaillierte Prognosen zu Wolkendichte, Niederschlagsneigung, Luftdruck, Luftqualität, Windstärke und gefühlter Temperatur. In-App lassen sich außerdem diverse weitere Pro-Funktionen freischalten. Stündliche Vorhersagen sind aber in der Basisversion enthalten (Anzeige aber auch hier nur auf Englisch).

Vorteile:

Dank diverser „Premium Tiers“ fast unbegrenzt erweiterbar; Entwickler liefert regelmäßig große Updates aus und pflegt die App im Detail mit schnellen Fehlerbehebungen; hervorragender Kundenservice, bei Nachricht an den Support wird nach unseren Tests schnell geantwortet

Nachteile:

Pro-Funktionen nur via In-App-Kauf; Basisversion kostet schon 5,49 Euro, kann aber auch parallel auf iPhone und iPad als Wetter-App genutzt werden; nur englischsprachige Ansagen