WatchOS 6

Die 5 besten Apps für die Apple Watch

Lächelnde frau schaut auf ihre Smartwatch
Die Apple Watch ist populär, funktioniert aber nur mit dem iPhone
Foto: Getty Images

Mit guten Apps lässt sich die Funktionalität der Apple Watch noch einmal deutlich erweitern. Seit watchOS 6 gibt es auf der smarten Uhr einen eigenen App Store, in dem sich tausende Apps ohne den Umweg übers iPhone laden lassen. Techbook hat besonders spannende Watch-Programme rausgefiltert.

Offiziell nennt Apple keine Verkaufszahlen. Doch Studien aller großen Analystenfirmen zeigen: Die Apple Watch ist weltweit mit großem Abstand die beliebteste Smartwatch. Laut einer aktuellen Studie von Strategy Analytics hat Apple 2019 weltweit 31 Millionen smarte Uhren verkauft – ein Plus von 36 Prozent im Vergleich zu 2018. Nur mal zum Vergleich: Alle Schweizer Uhrenhersteller gemeinsam setzten 2019 nur 21 Millionen Stück ab. Der hauseigene Watch-App-Store begeistert Nutzer – obwohl große Firmen wie Google, eBay oder Amazon inzwischen auf eigene Apple-Watch-Apps verzichten. Trotzdem stehen Tausende Apps auf der Uhr zum Download bereit.

TECHBOOK empfiehlt 5 Apple-Watch-Apps, die auf jede smarte Uhr von Apple gehören.

1. NapBot

Der beste Schlaf-Tracker für die Apple Watch ist kürzlich erst groß aktualisiert worden. Seit Version 1.3.2 kann NapBot jetzt auch den Schlaf mit der Uhr ohne iPhone in der Nähe aufzeichnen. Die Aufzeichnung der Daten läuft dabei im Hintergrund ab. Auch praktisch: das „Heute“-Widget zum schnellen Abruf der Schlaf-Statistik. NapBot unterstützt alle Arten von Komplikationen und informiert User per Push Notification. Wer sich für die Pro-Version, die sich kostenlos antesten lässt, entscheidet, sieht jetzt auch seine Wach-Minuten und „Trends“ für die Wach-Phasen.

Vorteile:

Minimalistisches Design; setzt auf Machine Learning; unterscheidet leichte und tiefe Schlafphasen; wertet während des Schlafs auch Herzgesundheit aus; zeigt Schlaf-Historie grafisch.

Nachteile:

Pro-Version schlägt mit 99 Cent/Monat oder wahlweise 10,99 Euro bei jährlicher Vorauszahlung zu Buche; iOS 13 und watchOS 6.0 erforderlich; Watch-App zeigt bisher nur Schlafdaten des jeweils letzten Tages.

2. Radioplayer

Der Zugriff auf die eigene Apple-Music-Bibliothek (eSIM mit LTE vorausgesetzt) ist eine praktische Sache. Doch häufig wünscht man sich unterwegs oder beim Sport einfach nur den Zugriff auf Radiosender mit wechselndem Musikprogramm und neuesten Nachrichten. Hier kommt die neue Standalone-Watch-App der Macher der App Radioplayer gerade recht. Als eine von wenigen Apps unterstützt der Radioplayer damit auch die Wiedergabe direkt auf der smarten Uhr. Der Schnellzugriff für die Favoriten, die zuvor mit einem Herz markiert worden sind, und auf zuletzt gehörte Sender ist gewährleistet. Auch das StreamOn-Angebot der Telekom ist in Radioplayer integriert. Damit frisst das Anhören unterwegs kein Datenvolumen bei Telekom-Kunden, die StreamOn gratis dazugebucht haben.

Vorteile:

Intuitive Bedienung trotz kleinem Watch-Bildschirm; Sendersuche lässt sich diktieren oder scribbeln; Abruf nach Musik-Kategorien wie Pop, Rock, Lounge oder Nachrichten möglich; auch Podcasts werden angeboten; zeigt auch Titelinformationen der gespielten Radiomusik auf dem Display an; warnt sogar vor Geisterfahrern.

Nachteile:

Direkte Suche möglich, aber derzeit noch zu wenig Anzeige-Optionen, da zwar 2000 Sender „von A bis Z“ gelistet werden, vor allem aber ausländische Netzradios häufig fehlen; Lautstärke-Regelung läuft systembedingt über die Digital Crown – ein etwas hakeliges Verfahren, das Apple aber so wünscht.

3. Yelp

Häufiger auf Tour in einer fremden Stadt oder mal wieder Lust auf ein neues Restaurant im Kiez? Dann gehört auch die Yelp-App auf die Apple Watch. Sie findet neben Restaurants auch Bars, Tankstellen und mehr am Handgelenk. Klasse: Die App unterstützt in der neuesten Version nun auch die Kompass-Funktion. So ist sofort klar, in welche Richtung man laufen muss, um sein Ziel schnell zu erreichen. Dabei aktualisiert sich die Kompassnadel in Echtzeit.

Vorteile:

Große Community mit vielen Bewertungen; Check-ins, um Freunde zu informieren, wo man sich gerade aufhält; Schnellzugriff auf Empfehlungen aus der Kategorie „Hot&News“ für eher noch unbekannte Locations; eigener Button für Coffee-Shops auf der Uhr.

Nachteile:

Yelp haftet immer noch der Beigeschmack an, dass manche Rezensionen womöglich gekauft worden sind, obwohl das Restaurant oder die Bar gar nicht als „Werbung“ gekennzeichnet ist – dennoch ist die Empfehlungsliste in der Regel sehr verlässlich; keine eigene „Komplikation“ für die Uhr.

4. MiniWiki

Wikipedia direkt am Handgelenk – es funktioniert wirklich, mit der cleveren Anwendung MiniWiki des umtriebigen Entwickler Will Bishop. Das Online-Lexikon lässt sich auf der smarten Uhr nicht nur durchsuchen, sondern Inhalte können auch runtergeladen werden. Auch die passende Sprache für die Artikel-Anzeige ist einstellbar, zuvor war die App an die jeweils voreingestellte Systemsprache gebunden. Wer einfach nur mal zwischendurch Weiterbildung betreiben will, klickt die Option „Zufälliger Artikel“. Zuletzt hat der Entwickler auch das Auffinden von Bildern optimiert. Die App bietet ebenfalls die Möglichkeit, „meistgelesene“ Artikel anzeigen zu lassen. Auch Lesezeichen lassen sich setzen, um sich Wiki-Einträge zu merken.

Vorteile:

Komplett kostenlos (Entwickler hat aber einen Spenden-Button eingeführt); Direktzugriff auf über 40 Millionen Wikipedia-Artikel; sind gesuchte Artikel in einer anderen Sprache nicht verfügbar, zeigt MiniWiki automatisch den Artikel in englischer Sprache an; findet auch Infos über die Umgebungssuche.

Nachteile:

Etwas anstrengend, auf dem kleinen Watch-Display längere Texte zu lesen.

5. Carrot Weather

Die etwas andere (englischsprachige) Wetter-App setzt nicht nur auf eine außergewöhnlich bunte Optik, sondern auch auf künstliche Intelligenz. Random generiert Carrot witzige Sprüche rund um die aktuelle Wetterlage. Beispiele: „Danke dem Herrgott, du brauchst ein heißes Bad“ oder „…..“ So kann man sogar darüber schmunzeln, wenn das Wetter mal wieder Wolken und Regen verspricht. Sehr detaillierte Prognosen zu Wolkendichte, Niederschlagsneigung, Luftdruck, Luftqualität, Windstärke und gefühlter Temperatur. In-App lassen sich diverse weitere Pro-Funktionen freischalten. Stündliche Vorhersagen sind in der Basisversion eingeschlossen (Anzeige aber auch hier nur auf Englisch).

Vorteile:

Dank diverser „Premium Tiers“ fast unbegrenzt erweiterbar; Entwickler liefert regelmäßige große Updates aus und pflegt die App auch im Detail mit schnellen Fehlerbehebungen; bietet große und kleine „Komplikationen“ für alle Watchfaces; hervorragender Kundenservice – bei Nachricht an den Support wird nach unseren Tests schnell geantwortet; der Entwickler bietet bei Gefallen auch weitere Apps der Carrot-Reihe an, darunter Carrot Fitness, Carrot To-Do-App und Carrot Alarm-Wecker: Alle diese Anwendungen setzen auf das gleiche originelle Konzept mit KI und Humor.

Nachteile:

Pro-Funktionen nur via In-App-Kauf; Basisversion kostet schon 5,49 Euro, kann aber auch parallel auf iPhone und iPad als Wetter-App genutzt werden; nur englischsprachige Ansagen.