2. August 2025, 8:44 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Für Waren in Deutschland und anderswo gelten vielerlei Regeln und Bestimmungen. Ab sofort greifen nun EU-weit neue Vorschriften für bestimmte Technikprodukte.
Für Hersteller gilt, dass ihre Artikel den neuen Vorgaben entsprechen müssen. Andernfalls dürfen sie sie nicht auf dem europäischen Binnenmarkt verkaufen. Das hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bereits Ende Januar angekündigt. Nun sind diese Vorschriften für Technikprodukte in Kraft getreten.
Vorschriften für Technikprodukte zu Cybersicherheit
Konkret gelten die Vorschriften für alle Technikprodukte, die mit dem Internet verbunden sein können und über eine Funkschnittstelle via Bluetooth oder Wi-Fi verfügen. Bei den Vorgaben handelt es sich um klare Regeln zur Cybersicherheit.
Seit dem 1. August soll ein CE-Kennzeichen darauf hinweisen, dass die entsprechenden Geräte Cybersicherheitsanforderungen grundlegend erfüllen. Das heißt, Netzwerke und Privatsphäre sollten ausreichend vor Betrug und anderen Angriffen geschützt sein. Das soll unter anderem durch die Sicherung vertraulicher Kommunikation geschehen. Aber auch die Möglichkeit zu Updates gehört dazu.
Neue Vorgaben verbindlich
Hersteller müssen diesen rechtlich verbindlichen Anforderungen gerecht werden. Andernfalls droht der Verkaufsstopp innerhalb der Europäischen Union. Immerhin soll der Konformitätsnachweis dank klarer Prüfkriterien und harmonisierter Normen vereinfacht sein. Ziel ist es, das Cybersicherheitsniveau in Deutschland und Europa zu erhöhen.
Zwar spezifiziert die Mitteilung des BSI vom Januar nicht die betreffenden Geräte. Da es aber um Bluetooth, Wi-Fi und Internetverbindungen geht, fallen eindeutig Smartphones, Smartwatches oder Smart-TVs unter diese neuen Vorschriften für Technikprodukte. Die Entwicklung ist zu begrüßen, da mit zunehmender Vernetzung die Sicherheit im virtuellen Raum immer wichtiger wird. Erst jüngst warnte etwa das BSI vor Schwachstellen in iOS. Auch machen Meldungen über Hacking-Angriffe und Internet-Betrugsfälle regelmäßig die Runde.