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Neuer Wettlauf im Weltraum

Amerika hat jetzt Waffen im Orbit

Silhouette von waffenfähigen Raketen vor einem durch den Sonnenuntergang getränkten rotem Himmel
Der Weltraum galt bis dato als friedlicher Raum Foto: Getty Images
Volontär

15. September 2026, 15:27 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Jahrzehntelang galt der Orbit offiziell als weitgehend waffenfreie Zone. Nun haben die USA erstmals bestätigt, dass sie tatsächlich Waffen im Weltraum stationiert haben.

Die Vereinigten Staaten haben erstmals öffentlich eingeräumt, Waffen im Erdorbit stationiert zu haben. Laut „BBC“ erfolgte die Bestätigung durch US-Luftwaffenstaatssekretär Troy Meink auf der Air, Space and Cyber Conference. Demnach befindet sich eine entsprechende Waffe bereits „im Orbit“ und soll amerikanische Streitkräfte vor feindlichen Aktionen schützen.

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Konkrete Angaben machte Meink allerdings nicht. Weder die Fähigkeiten des Systems noch der Zeitpunkt seiner Stationierung wurden offengelegt. Auch die US Space Force bestätigte die Existenz entsprechender Fähigkeiten. Demnach verfügen die USA über Mittel zur sogenannten Weltraumkontrolle, die sowohl offensiv als auch defensiv eingesetzt werden können.

Russland und China als zentrale Rivalen

Die Entwicklung kommt nicht überraschend. Bereits seit Jahren verweisen US-Militärvertreter auf Bedrohungen durch Russland und China. Beide Staaten arbeiten nach Einschätzung der USA an Technologien, die Satelliten angreifen, stören oder anderweitig beeinträchtigen könnten.

Satelliten sind für moderne Streitkräfte von großer Bedeutung. Sie werden unter anderem für Kommunikation, Aufklärung, Navigation und Überwachung eingesetzt. Die US Space Force erklärte, China baue seine Weltraum- und Weltraumabwehrfähigkeiten systematisch aus. Russland betrachte den Weltraum dagegen zunehmend als potenziellen Kriegsschauplatz, auf dem künftige Konflikte entschieden werden könnten.

Weltraumvertrag lässt Spielraum

Ein vollständiges Verbot von Waffen im All gibt es bisher nicht. Der Weltraumvertrag von 1967 untersagt lediglich die Stationierung von Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen im Orbit. Konventionelle Waffen werden von dem Abkommen dagegen nicht ausdrücklich erfasst.

Deshalb suchen die großen Raumfahrtnationen seit Jahren nach Möglichkeiten, ihre militärischen Fähigkeiten im Weltall auszubauen. Die von Donald Trump im Jahr 2019 gegründete US Space Force spielt dabei eine zentrale Rolle. Ihre Aufgabe besteht nicht nur darin, amerikanische Satelliten und andere Weltraumressourcen zu schützen. Nach einer späteren Anordnung Trumps soll sie auch offensive Fähigkeiten bereitstellen. Zudem sind Weltraumsysteme ein wichtiger Bestandteil des geplanten Raketenabwehrprojekts „Golden Dome“.

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