20. September 2025, 7:20 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Der Hersteller Nothing hat sich im Bereich der Smartphones und Kopfhörer etabliert. Mit den neuen Ear (3) hat das Unternehmen nun ein weiteres Produkt auf den Markt gebracht, das mit innovativen Funktionen aufwartet. Besonders das Ladecase der In-Ears birgt eine Überraschung, die den Alltag erleichtern könnte. Doch können die Ear (3) den etablierten Marken wie Apple oder Sony wirklich Konkurrenz machen?
Optik und Tragekomfort
Die Nothing Ear (3) zeigen eine starke Ähnlichkeit zu ihren Vorgängermodellen, bieten jedoch einige bemerkenswerte Neuerungen. Das transparente Gehäuse besteht nun aus wahlweise silbernem oder schwarzem Aluminium, was den In-Ears eine hochwertigere Optik verleiht. Im Lieferumfang sind vier verschiedene Aufsatzgrößen enthalten, die den Tragekomfort der leichten 5,2-Gramm-Stöpsel erhöhen. Eine App unterstützt bei der Auswahl der passenden Aufsätze durch einen kurzen Passform-Check.
Klang und Funktionen
Die Ear (3) punkten nicht nur mit einem verbesserten Klangbild, sondern auch mit einer Reihe praktischer Funktionen. Ein Equalizer in der App ermöglicht die Klanganpassung, und ein Modus für geringe Latenz verbessert das Audioerlebnis beim Spielen oder Filme schauen. Die Steuerung erfolgt direkt an den Stöpseln, wobei die Eingewöhnung etwas Zeit in Anspruch nimmt. Die App bietet zudem Unterstützung für Sprachassistenten wie Siri und Google Assistant. Die Integration von ChatGPT bleibt hingegen den Nothing-Smartphones vorbehalten.
Auch interessant: Das können die neuen AirPods Pro 3
Nothing Ear (3) – Features, Vor- und Nachteile, Bewertung
Noise Cancelling trifft Open-Ear – was die Shokz OpenFit Pro wirklich leisten
Verbesserte Telefonqualität
Eine der herausragenden Innovationen der Ear (3) ist das Ladecase, das nun mit zwei zusätzlichen Mikrofon ausgestattet ist. Durch Drücken des „Talk“-Buttons verbessert sich die Sprachqualität beim Telefonieren erheblich, da die Mikrofone Hintergrundgeräusche unterdrücken. Die Funktion lässt sich auch für Sprachnotizen für die Essential-App auf Nothing-Smartphones verwenden. Auch ein paar Drittanbieter-Apps unterstützten das Case als externes Mikrofon. Die Verwendung für Videoaufnahmen ist jedoch nicht möglich. Laut Nothing liegt das an Einschränkungen in den Betriebssystemen iOS und Android.
Die In-Ears selbst bieten eine beachtliche Akkulaufzeit von elf Stunden mit aktivem Noise Cancelling auf höchster Stufe. Nach einer kurzen Ladezeit von zehn Minuten in der Transportdose sind bereits über zwei Stunden Wiedergabezeit möglich.
Nothing Ear (3): Guter Klang, ANC verbesserungsfähig
Mit den Ear (3) hat Nothing einen weiteren Schritt in Richtung Oberklasse gemacht. Die Verbesserungen in Design, Klang und Funktionen heben das Modell von seinen Vorgängern ab. Besonders das innovative Mikrofon im Ladecase stellt einen echten Mehrwert dar. Dennoch gibt es Bereiche, in denen noch Optimierungspotential besteht, insbesondere beim Noise Cancelling.
Nothing ist schlecht mit Namen, aber gut mit Audio
„Als ich das Datenblatt der Nothing Ear (3) durchgegangen bin, musste ich erst mal stutzen. Statt den Keramik-Treibern der Vorgänger Nothing Ear kommt wieder Plastik und TPU zum Einsatz. Statt hochauflösendem Codec LHDC 5.0 kehren die Ear (3) zu LDAC zurück. Mein Kollege Robert Ladenthin, der die Kopfhörer für Computer Bild getestet hat, versichert mir aber, dass sie trotzdem insgesamt besser sind. Die Bässe sind kräftiger und ,die Höhen sind ein Stückchen brillanter´. Auf LHDC 5.0 verzichtet Nothing wahrscheinlich, um sich Lizenzgebühren zu sparen – LDAC reiche für die Ear (3) aus. Ich persönlich vermute, dass Nothing eine Pro-Version der Ear plant, um Keramik und LHDC zurückzubringen.
Ich muss dem recht jungen Unternehmen zudem zugutehalten, dass es seine irre Namensgebung korrigiert hat. Als ich den Vorgänger getestet habe, konnte ich schon nicht darauf klarkommen, dass das Gerät nach Ear (1) und Ear (2) nun plötzlich nur noch Ear heißen sollte. Verwirrend für Verbraucher und ein Schritt in die falsche Richtung. Das scheint Nothing nun auch eingesehen zu haben – weshalb das neue Modell jetzt Ear (3) heißt.“