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Punktgenaue Ortung

Navigations-App „what3words“ im Test

what3words teilt die Welt in 3 mal 3 Meter Felder ein und bezeichnet sie mit drei spezifischen Wörtern
Die Navigations-App what3words teilt die Welt in 3x3 Meter Quadrate und bezeichnet diese mit drei spezifischen Wörtern Foto: what3words

Punktgenau irgendwo zu landen, ist manchmal eine schwierige Sache. Für wirklich extragenaue Ortsangaben hat die App „what3words“ die Welt in 3x3 Meter große Quadrate aufgeteilt und jedem ein spezifisches Wort zugeteilt. Das klingt komisch, klappt aber ziemlich gut.

„Komm wir treffen uns in manchen.leiser.blumen“. Das ist ein seltsam wirkender Satz – aber wer diese Wortkombination in die App what3words eingibt, wird so zu einer grünen Wiese im Aschaffenburger Park Schöntal navigiert. Und wenn sich in „manchen.leiser.blumen“ schon jemand anderes sonnt? „seins.pfanne-reiter“ ist nur drei Meter weiter und hat noch Platz für die Picknickdecke.

Die Drei-Wort-Kombinationen klingen absurd, sie bilden aber ein recht ausgefuchstes System für sehr genaue Ortsangaben. Die Macher hinter what3words haben die Welt in 3 mal 3 Meter große Quadrate eingeteilt, und jedes davon hat eine eindeutige Adresse aus drei Wörtern.

„what3words“ ist praktisch fürs Stadion und für den Strand

In vielen Fällen ist das ziemlich praktisch. Zum Beispiel an großen, unübersichtlichen Orten wie Parks, Fußballstadien und Einkaufszentren oder auch an einem weiten Strand. Denn jeder Ort lässt sich auf drei Meter genau festlegen.

Mit den Drei-Wort-Adressen lassen sich zum Beispiel auch einzelne Aufgänge in größeren Häusern beschreiben. Das ist im Zweifel noch etwas genauer als über Messaging-Apps gesendete Standorte. Die Ortsbezeichnungen sind festgelegt und ändern sich auch nicht, wenn Straßen oder Häuser umgebaut werden.

Das ergibt auch der Test von TECHBOOK. In unserem Verlagsgebäude gibt es zwei gegenüberliegende Eingänge. Das führte in der Vergangenheit bei Gästen oft zu Verwirrung. Genau hier ist die genaue Ortung ein großer Vorteil.

what3words App
Die Ansicht bei „what3words“ Foto: TECHBOOK

Ganz perfekt ist das System aber nicht, denn schon kleine Schreibfehler könnten Verwirrung stiften. „manchen.leiser.blumen“ ist die Wiese in Aschaffenburg – „manche.leiser.blumen“ mit einem N weniger dagegen ein Baum im Kiefernforst bei Zehdenick (Brandenburg).

Kostet die whats3words-App etwas?

Für private Nutzer ist das what3words kostenlos, nur Unternehmen müssen eine kleine Gebühr bezahlen, wenn sie die what3words-Adresse in GPS Koordinaten umwandeln möchten. Neben Liefer- und Fahrdiensten nutzen auch Rettungsdienste den Navigationsdienst, um Notrufende oder Einsatzorte schnell zu finden. Gerade in der Kommunikation über exakte Ortsangaben hilft die Verwendung von drei unterschiedlichen Wörtern Missverständnisse zu vermeiden und die Koordination zu erleichtern.

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Was ist der Vorteil von what3words gegenüber Google Maps?

Über die App für Android und iOS lassen sich Orte per Tastatur- oder Spracheingabe oder Texterkennung suchen. What3words funktioniert auch per Website. Die ermittelten Adressen kann man per Nachricht verschicken, weitersagen oder in andere Navigations-Apps exportieren.

Der Vorteil von what3words liegt in der eindeutigen und genauen Ortsangabe, weil nicht jeder Ort eine Straßenadresse mit Hausnummer besitzt. Die Ortsangabe mit drei Wörtern ist einfacher per Smartphone oder per Sprachsteuerung als GPS-Koordinaten mit Längen- und Breitengraden zu benutzen. Google Maps ist hingegen als Karten- und Navigationstool von Vorteil bei der Routenplanung mit verschiedenen Verkehrsmitteln. Die Navigationsfunktion von Google Maps ist deshalb in die what3words-App integriert und kann über die Wegbeschreibung-Funktion aufgerufen werden, um zu einer Dreiwortadresse zu kommen.

Mit Material der dpa

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