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Neuheiten im Überblick

Apple legt Karten-App in Deutschland komplett neu auf 

Apple Karten-App
Eine präzisere Navigation und umfassende Ansichten – das und mehr verspricht Apples erneuerte Karten-AppFoto: Getty Images

Die meisten Smartphone-Nutzer verlassen sich auf Google Maps, wenn sie den schnellsten Weg an einen Zielort suchen – noch. Doch Apple macht einen ernstzunehmenden Gegenvorschlag: Der Software-Riese hat seine Karten-App gründlich aufgemotzt und einige Features eingeführt, die der Marktführer vermissen lässt. TECHBOOK stellt die wichtigsten Neuerungen vor.

Die Karten-App von Apple gab es schon früher. Sie schnitt aber im Vergleich mit dem Konkurrenten Google Maps, der durch eine hohe Ortungsgenauigkeit und Nutzerfreundlichkeit überzeugt, nie so gut ab. Nun könnten die (buchstäblichen) Karten neu gemischt werden: dank einer Reihe von Neuerungen, die Apple in seiner Karten-App für Deutschland umgesetzt hat.

Apples Karten-App: Neuerungen für Deutschland

Tatsächlich hat Apple die Verbesserungen an seiner Karten-App schon 2021 vorgenommen, zunächst aber nur für Nutzer im Ausland (z. B. in den USA, Großbritannien und Italien). Nun sind sie auch in der deutschen Software fürs iPhone uns iPad angekommen. Damit soll die Planung jeder Reise einfacher werden – und dabei, Augmented Reality sei dank, auch Spaß machen.

Apple Karten App
Apple hat seine Karten-App gründlich überholtFoto: Apple

Virtuelle Trips à la Google Street View

Ein wesentliches Feature ist laut Apple die „Umsehen“- bzw. „Look Around“-Funktion, quasi eine eigene Version der bekannten Google Street View. Sie war bisher bereits für vereinzelte internationale Städte in den USA und Kanada sowie Europa verfügbar. Mit dem Feature können Nutzer eine virtuelle Tour durch einen Ort unternehmen. Im April 2022 startete die Funktion dann auch in Deutschland – zunächst allerdings nur in München. Mittlerweile ist „Umsehen“ in Apple Karten aber in ganz Deutschland verfügbar. 

„Umsehen“ bietet laut Apple eine präzisere Navigation und verbesserte Orientierung. Mittels 3D-Ansichten zahlreicher Sehenswürdigkeiten und bekannter Gebäude (z. B. der Hamburger Elbphilharmonie oder des Brandenburger Tors) sowie durch interaktive Bilder auf Straßenebene soll der Nutzer bestens erkennen können, wo genau er sich befindet oder konkret hin möchte.

Apple spricht in seinem Newsroom von einer einzigartigen „Detailtiefe für Wohngegenden, Gewerbegebiete, Häfen, Gebäude und mehr“. Durch die verbesserte Darstellung von Straßendetails und Höhenunterschieden sowie einer optischen Abgrenzung von Wohngegenden (mit Grünflächen) und Gewerbegebieten soll das Zurechtfinden so einfach sein wie noch nie.

Nutzer finden in Apple Karten auch detaillierte Wegbeschreibungen für Fußgänger. Sie brauchen nur ein Gebäude in ihrer Umgebung zu scannen. Die App kann sie dadurch hochpräzise positionieren und eine genaue Routenanweisung per Augmented Reality generieren.

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„Natural Language Guidance“ für Verkehrsteilnehmer

Weiterhin sei die Navigation nicht mehr auf bestimmte Verkehrsmittel beschränkt. Heißt etwa: Wer sein Auto geparkt hat, soll nun auf derselben Route zu Fuß weiter bis ans finale Ziel navigiert werden. Selbst innerhalb von Gebäuden. So können Nutzer sich unter anderem an Bahnhöfen, Flughäfen oder Einkaufszentren selbstständig zurechtfinden, wenn sie etwa die Waschräume suchen.

Apple hat bei seiner erneuerten Karten-App auch an der Sprache gefeilt. Während zuvor auf eine Handlung in z. B. „250 Metern“ hingewiesen wurde, heißt es nun ganz konkret: „An der nächsten Ampel links abbiegen.“ Diese Natural Language Guidance, also eine Anleitung in natürlicher Sprache, soll die Navigation für Autofahrer verständlicher machen.

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Karten-App nur für Apple-Geräte

Die Karten-App ist nur auf Apple-Geräten nutzbar. Wer sie vorher schon installiert hat, sollte ohne eigenes Zutun eine aktualisierte Version auf seinem iPhone vorfinden. Ansonsten ist sie kostenlos im Apple-Store verfügbar.

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